Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1721 cc
- Leistung
- 74.0 ch (54.4 kW)
- Drehmoment
- 161.4 Nm @ 3000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5:1
- Bohrung × Hub
- 101.6 x 108.0 mm (4.0 x 4.3 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection. Closed Loop Sequential Port
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Cast Aluminum Frame with Integrated Air-Box
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Dia. 41 mm/Travel 4.25
- Hinterradaufhängung
- Single shock/Travel 2.90
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. Floating discs.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. Floating disc.
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 150/80-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 692.00 mm
- Radstand
- 1646.00 mm
- Länge
- 2553.00 mm
- Breite
- 1029.00 mm
- Höhe
- 1283.00 mm
- Tankinhalt
- 20.80 L
- Gewicht
- 370.00 kg
- Trockengewicht
- 330.20 kg
- Neupreis
- 23 895 €
Übersicht
Als Polaris 2014 Indian wiederbelebte, wartete die ganze Welt darauf, ob die Marke aus Springfield lediglich auf die Nostalgiekarte setzen oder einen echten Paukenschlag in der amerikanischen Custom-Szene landen würde. Die Indian Chief Classic 2014 hat auf eindrucksvollste Weise geantwortet. Dieser Cruiser begnügt sich nicht damit, die Vergangenheit nachzuahmen – er verdaut sie und spuckt sie mit moderner Technik unter einem Kleid aus einer anderen Zeit wieder aus. Speichenräder, Weißwandreifen, allgegenwärtiges Chrom, großzügige Schutzblechschürzen, ein auf dem vorderen Schutzblech eingearbeiteter Indianerkopfschmuck, eine Sitzbank mit Nietenbesatz. Jeder Quadratzentimeter dieses Motorrads erzählt eine Geschichte. Man könnte meinen, es stamme direkt aus einer Filmkulisse der 50er Jahre – nur dass sich unter dem Retro-Lack modernste Technologie eingenistet hat.

Das Herz der Maschine ist der Thunder Stroke 111. Ein luftgekühlter V-Twin mit 1811 cm³ Hubraum, 49° Zylinderwinkel, zwei Ventilen pro Zylinder und Kipphebel-Ventilsteuerung. Klassik in Reinform. Dieser Langhuber sucht keine Drehzahlen, er sucht Drehmoment. Und er findet es: 161,4 Nm bereits ab 3.000 U/min – das ist die Art von Schub, die einen bei jedem Gasaufdrehen in den Sattel presst. Die angegebene Leistung von 74 PS wirkt auf dem Papier bescheiden, doch bei einem Custom-Bike dieser Größe verlangt niemand nach einem Motor, der bei 10.000 Touren kreischt. Dieser Motor lebt im unteren und mittleren Drehzahlbereich, dort wo das tiefe Grollen des Zweizylinders jeder Fahrt ihre besondere Würze verleiht. Im Vergleich zum Twin Cam von Harley-Davidson zeigt der Thunder Stroke einen eigenständigen Charakter – runder, geschmeidiger. Wer einen Indian Chief Classic Testbericht als Video sucht, findet auf YouTube zahlreiche Reviews, die dieses Temperament bestätigen.
Bei der Ausstattung spielt die Chief Classic 2014 in der Premium-Liga. Schlüsselloses Startsystem, ABS serienmäßig, Tempomat, Ride-by-Wire-Gasgriff, elektronische Einspritzung, LED-Blinker. Der Aluminiumguss-Rahmen integriert den Luftfilterkasten – eine Lösung, die Steifigkeit und Gewichtsersparnis vereint. Die 41-mm-Telegabel und das einzelne Federbein hinten versprechen keine Wunder an Agilität, stecken aber Unebenheiten ordentlich weg. Die Bremsanlage besteht aus einer Doppelscheibe mit schwimmend gelagerten Bremsscheiben vorne und einer Einzelscheibe hinten, alles ABS-unterstützt. Das Sechsganggetriebe und der Zahnriemen-Endantrieb vervollständigen ein stimmiges Gesamtpaket, das darauf ausgelegt ist, Asphalt ohne Hektik zu verschlingen.
Dann gibt es die physische Realität der Maschine. Mit 370 kg fahrfertig, einem Radstand von 1.646 mm und einer Sitzhöhe von nur 692 mm ist die Indian Chief Classic Custom ein Motorrad, das Respekt einflößt. Sie schlängelt sich nicht durch, sie stürzt sich nicht in Kurvenkombinationen. Sie cruist – im edelsten Sinne des Wortes. Der 20,8-Liter-Tank ermöglicht eine ordentliche Reichweite für Wochenendausfahrten, und die Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h genügt jedem vollauf, der die Philosophie dieses Motorrads verstanden hat. Es ist ein Asphaltkreuzer, kein Leistungswerkzeug.
Der Preis der Indian Chief Classic, mit 23.895 Euro im Katalog angesetzt, positioniert die Maschine klar im Premium-Segment. Das ist teuer, und das muss gesagt werden. Doch die Verarbeitung, die Materialqualität und das Prestige der Marke rechtfertigen die Rechnung zumindest teilweise. Wer eine Indian Chief Classic gebraucht ins Auge fasst, findet auf dem Markt zunehmend interessante Angebote, insbesondere bei den Jahrgängen 2014 bis 2020. Im Vergleich zur Indian Chief Classic Vintage unterscheidet sich die Classic durch ihre bewusste Schlichtheit – ohne Windschutzscheibe und ohne Hartschalenkoffer. Sie richtet sich an den Puristen, der die Linie und den Motor ohne Tourenzubehör will. Eine Herzensangelegenheit, selbstbewusst getragen, für Liebhaber authentischen amerikanischen Customs, die sich weigern, wie alle anderen zu fahren.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de serie
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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