Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1745 cc
- Leistung
- 87.0 ch @ 5450 tr/min (64.0 kW)
- Drehmoment
- 150.0 Nm @ 3250 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.1 : 1
- Bohrung × Hub
- 100 x 111.1 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléscopique Ø 49 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifen
- 130/60-19
- Hinterreifen
- 205/65-15
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 700.00 mm
- Tankinhalt
- 22.70 L
- Gewicht
- 507.00 kg
- Trockengewicht
- 492.00 kg
- Neupreis
- 29 850 €
Übersicht
Drei Räder, zwei Geisteshaltungen. Das ist die treffendste Zusammenfassung von Milwaukees Strategie im Serientrike-Segment. Auf der einen Seite spielt der Tri Glide Ultra die Karte des gediegenen Großtourismus, in seiner Herangehensweise an die Straße fast nautisch. Auf der anderen Seite tritt der Freewheeler mit einer völlig anderen Philosophie an: weniger aufdringliches Chrom, weniger Kilos auf der Waage — 492 kg trocken gegenüber 549 beim großen Bruder — und fast 7.000 Euro weniger auf dem Preisschild, für 29.850 Euro im Katalog. Das ist keine Kleinigkeit. Das ist eine Positionierung.

Der Milwaukee Eight, der unter dem doppelten Rohrrahmen schlägt, macht keine halben Sachen. Seine 1.745 cm³ im 45°-V mit 4 Ventilen und 2 Zündkerzen pro Zylinder entwickeln 87 PS bei 5.450 U/min, doch es ist vor allem das Drehmoment, das zuerst spricht: 150 Nm stehen bereits ab 3.250 U/min bereit. Keine Flüssigkeitskühlung für die Zylinderköpfe — Harley bekennt sich zur reinen Luftkühlung, und bei einem Trike, das nicht für große Alpenüberquerungen gedacht ist, ist das kein Stilfehler. Das 6-Gang-Getriebe und der Riemenantrieb vervollständigen ein Ensemble, das auf Geschmeidigkeit statt auf messbare Leistung ausgelegt ist. Man fährt einen Freewheeler nicht gegen die Uhr.
Was gegenüber den anderen Trikes der Baureihe wirklich den Unterschied macht, ist der allgemeine Charakter des Gefährts. Der Mini-Apehanger-Lenker erzwingt eine aufrechte, rock'n'rollige Haltung, die eher an Customs erinnert, die Treffen bevölkern, als an einen verkleideten Tourer. Der niedrige Sattel auf 700 mm erleichtert das Eingewöhnen, und das Vorderrad mit seiner 49-mm-Teleskopgabel auf einem 19-Zoll-Rad — 130/60 — verleiht dem Fahrzeug das Aussehen eines Roadsters, das man bei den Trike-Konkurrenten auf dem Markt nicht findet. Yamaha mit seiner Niken folgt einer anderen Logik und neigt ihre drei Räder wie ein klassisches Motorrad. Der Freewheeler hingegen neigt sich nicht, er kurvet flach, und genau das macht ihn für Inhaber des reinen Pkw-Führerscheins zugänglich.
Der hintere Koffer verdient besondere Aufmerksamkeit. Nicht nur dekorativ, er nimmt zwei Integralhelme auf, was viel über die Bestimmung des Gefährts aussagt: das Duo, Ausflüge, die gemeinsam zurückgelegte Strecke statt der einsamen Fahrt. Der 22,7-Liter-Tank sorgt für eine ordentliche Reichweite, bevor man eine Tankstelle aufsuchen muss. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h reicht für Fernstraßen aus, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Es ist kein Sportler, und niemand verlangt das von ihm.
Der Freewheeler wendet sich an ein bestimmtes Publikum: den Fahrer, der die Freiheit einer Harley ohne Motorradführerschein möchte, oder denjenigen, der nach Jahren im Sattel mehr Stabilität sucht, ohne auf die rohe Ästhetik eines amerikanischen Customs verzichten zu wollen. Die 507 kg vollgetankt mahnen, dass im Stand Platz und ein gewisser Respekt nötig sind, doch in Bewegung erledigt die Mechanik die Arbeit. Ein Trike, das nach heißem Asphalt und Motorenöl riecht — nicht nach Bootsmesse.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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