Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 249 cc
- Leistung
- 38.0 ch @ 8500 tr/min (37.5 kW)
- Drehmoment
- 47.7 Nm @ 6500 tr/min
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 13.5:1
- Bohrung × Hub
- 76.8 x 53.8 mm (3.0 x 2.1 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Dual-Timing Programmed Fuel Injection (PGM-FI), 46mm throttle body
- Steuerung
- Single Overhead Cams (SOHC)
- Zündung
- Full transistor with electronic advance
- Starter
- Kick
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre, simple berceau dédoublé en aluminium
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Multi plate wet clutch
- Vorderradaufhängung
- 48mm inverted Showa cartridge fork with 16-position rebound and 16-position compression damping adjustability
- Hinterradaufhängung
- Pro-Link® Showa single shock with spring preload, 17-position rebound damping adjustability, and compression-damping adjustment separated into low-speed (13 positions) and high-speed (3.5 turns); 12.3 inches travel
- Federweg vorne
- 61 mm (2.4 inches)
- Federweg hinten
- 61 mm (2.4 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. Two-piston calipers.
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 80/100-21
- Hinterreifen
- 100/90-19
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 950.00 mm
- Radstand
- 1488.00 mm
- Bodenfreiheit
- 323.00 mm
- Länge
- 2191.00 mm
- Breite
- 827.00 mm
- Höhe
- 1271.00 mm
- Tankinhalt
- 6.28 L
- Gewicht
- 104.80 kg
- Neupreis
- 8 199 €
Übersicht
Was unterscheidet eine gute 250er-Cross von einer Maschine, die Ihnen im Rennen Plätze gutmachen kann? Manchmal sind es die Details. Und beim Jahrgang 2015 der Honda CRF250R häufen sich diese Details so sehr, dass sie ein bereits wettbewerbsfähiges Motorrad in ein deutlich schärferes Werkzeug verwandeln. Honda hat seine Formel nicht revolutioniert, sondern mit der Präzision eines Uhrmachers verfeinert. Das Ergebnis verdient Aufmerksamkeit, besonders wenn man das Niveau der Konkurrenz in der MX2-Klasse kennt.

Unter dem Motorschutz behält der Einzylinder-Viertaktmotor mit 249 cc seine Unicam-Architektur mit vier Ventilen bei – eine technische Entscheidung, die Honda seit Jahren gegenüber den doppelten Nockenwellen der Yamaha YZ250F verteidigt. Mit 38 PS bei 8500 U/min und einem Drehmoment von 47,70 Nm ab 6500 Touren sucht der Motor nicht nach roher Leistung. Er setzt auf Nutzbarkeit. Die echte Neuerung ist die Einführung des Kennfeldschalters EMSB, der direkt am Lenker zugänglich ist. Drei Modi: Der erste bietet ein ausgewogenes Ansprechverhalten für Standardbedingungen, der zweite mildert den Drehzahlanstieg auf nassem oder schlammigem Untergrund ab, und der dritte gibt eine direktere Gasannahme frei, um sich aus tiefem Sand herauszuarbeiten. Wer sich fragt, was der Unterschied zwischen Honda CRF250R und CRF250F ist – er liegt genau hier: Die R ist eine Wettbewerbsmaschine für die Rennstrecke, keine vielseitige Enduro. Diese elektronische Steuerung, die während der Fahrt anpassbar ist, erspart Boxenstopps zum Verstellen der Gemischnadeln. Ein echter Zeitgewinn im Rennen.
Der Doppelbalken-Aluminiumrahmen, übernommen aus der sechsten Generation, bleibt das Rückgrat des Ganzen. Honda hat ihn nicht verändert, und das ist eine bewusste Entscheidung: Der Rahmen hatte seinen Wert bereits im Supercross wie im Motocross bewiesen. Im Bereich der Federung hat die Marke ihre Anstrengungen konzentriert. Die 48-mm-Upside-Down-Gabel von Showa übernimmt eine pneumatische Dreikammertechnologie, die die Druck- und Zugstufenfunktionen zwischen den beiden Gabelholmen trennt. Konkret gewinnt das Vorderrad an Präzision bei Wellenpassagen und an Stabilität beim Bremsen. Das Ganze bei 1,3 kg weniger auf der Waage gegenüber dem Vorgängermodell. Wenn man weiß, dass die Honda CRF250R vollgetankt 104,8 kg auf die Waage bringt, macht sich jedes eingesparte Gramm bei den Lastwechseln bemerkbar. Der Pro-Link-Showa-Stoßdämpfer hinten profitiert ebenfalls von einer leichteren Feder, mit separaten Druckstufeneinstellungen für niedrige und hohe Geschwindigkeit. Der Federweg von 312 mm hinten steckt selbst die härtesten Landungen klaglos weg.
Die Bremsanlage macht ebenfalls einen Sprung nach vorn mit einer 260-mm-Wave-Bremsscheibe vorne, gegenüber zuvor 240 mm. In Kombination mit einem Doppelkolben-Bremssattel bietet sie eine direktere Verzögerung und bessere Dosierbarkeit – zwei Eigenschaften, die zählen, wenn man sich hinter einem dichten Pulk in eine Kurve hineinstürzt. Hinten bleibt eine 240-mm-Scheibe mit Einkolben-Bremssattel, ausreichend, um die Maschine in den Spurrillen zu verankern. Die Sitzhöhe von 950 mm und die allgemeine Ergonomie der Verkleidung wurden so gestaltet, dass der Fahrer sich frei bewegen kann. Die Lufteinlässe, die Seitenverkleidungen und der Sitz bilden eine glatte Einheit, die die Bewegungen nie behindert – weder in der Angriffsposition noch beim Belastung auf das Heck.
Für 8199 Euro positioniert sich die Honda CRF250R 2015 im oberen Mittelfeld des Segments gegenüber der YZ250F und der KTM 250 SX-F. Ihr Hauptvorteil bleibt die Fähigkeit, sich dem Fahrer anzupassen statt umgekehrt, dank der Kennfelder und der fein einstellbaren Federung. Die Meinungen zur Honda CRF250R 2015 stimmen in diesem Punkt überein: Es ist ein Motorrad, das die Abstimmungsarbeit belohnt. Es richtet sich vor allem an Clubfahrer und regelmäßige Wettbewerbsteilnehmer, die eine zuverlässige und ausbaufähige Basis suchen. Anfänger werden das Temperament vielleicht etwas fordernd finden. Aber wer sie zu nutzen weiß, für den bleibt diese CRF 250 ein sicherer Wert – auf französischen Strecken ebenso wie auf internationalen Pisten.
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