Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 599 cc
- Leistung
- 126.0 ch @ 13500 tr/min (92.7 kW)
- Drehmoment
- 69.6 Nm @ 11500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.9 : 1
- Bohrung × Hub
- 67 x 42.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 41, déb : 112 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 112 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 180/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 187.00 kg
- Neupreis
- 11 990 €
Übersicht
Wenn ein Hersteller beschließt, seine Rückkehr ins MotoGP-Starterfeld zu feiern, begnügt er sich nicht mit einer Pressemitteilung. Suzuki Belgien hat sich entschieden, das Ereignis gebührend zu würdigen, indem die GSX-R 600 des Jahrgangs 2014 in den Farben des Prototyps eingekleidet wurde, der im darauffolgenden Jahr auf die Grand-Prix-Strecken zurückkehren sollte. Eine exklusive Lackierung, Aufkleber unter dem Klarlack versiegelt, um die Langlebigkeit zu garantieren – und schon verwandelt sich ein Seriensportler in ein Objekt der Begierde für Fans der Marke aus Hamamatsu. Das Ganze zum Preis von 11 990 Euro, also ein leichter Aufpreis gegenüber der Standardversion, der sich vor allem durch den Sammlercharakter der Maschine rechtfertigt.

Unter diesem Galakleid steckt die bestens bekannte Technik der Gixxer 600. Der Reihenvierzylinder mit 599 cm3 Hubraum leistet 126 PS bei 13 500 U/min und liefert ein Drehmoment von 69,6 Nm bei 11 500 U/min. Zahlen, die sie im Mittelfeld der Kategorie einordnen, ohne jedoch eine Honda CBR 600 RR oder eine Yamaha YZF-R6 auf dem Papier zu übertrumpfen. Der Motor verlangt nach Drehzahlen, um sein volles Potenzial zu entfalten – mit einem Verdichtungsverhältnis von 12,9:1 und einer ultrakurzhubigen Bohrung-Hub-Kombination von 67 x 42,5 mm, die seine Bestimmung als Drehzahlschreier verrät. Die leichten Schmiedekolben und die auf stratosphärische Drehzahlen ausgelegten Nockenwellen bestätigen das von Suzuki beanspruchte Wettbewerbserbe.
Der Doppelrohr-Aluminiumrahmen beherbergt eine 41-mm-Upside-Down-Gabel vom Typ Showa BPF – eine Großkolben-Technologie, die direkt aus dem Fahrerlager stammt. Der Zugewinn macht sich beim Einlenken und bei starken Bremsmanövern bemerkbar, genau dort, wo eine konventionelle Gabel an ihre Grenzen stoßen würde. Am Heck bietet ein Monofederbein 112 mm Federweg, identisch mit der Vorderachse. Für die Verzögerung sorgen zwei 310-mm-Bremsscheiben vorne, die von radialen Vierkolben-Bremssätteln gepackt werden, ergänzt durch eine einzelne 220-mm-Scheibe hinten. Das Gesamtpaket erweist sich als stimmig für eine Sportmaschine dieser Hubraumklasse, auch wenn die japanischen Konkurrentinnen vergleichbare Ausstattung zu ähnlichen Preisen bieten.
Mit 187 kg fahrfertig und einem 17-Liter-Tank bleibt die GSX-R 600 ein agiles Gerät, zugeschnitten auf den Fahrer, der ein zugängliches Rennstreckenspielzeug sucht, ohne auf gelegentliche Straßenfahrten verzichten zu müssen. Die auf 810 mm angebrachte Sitzbank wird Fahrer mit durchschnittlicher Körpergröße nicht abschrecken, und die Bereifung in 120/70-17 vorne und 180/55-17 hinten bietet einen guten Kompromiss zwischen Lenkpräzision und Stabilität. Das Cockpit vereint einen perfekt ablesbaren analogen Drehzahlmesser mit einem Digitalbildschirm, der Stoppuhr, programmierbare Schaltblitz-Anzeige und Borddaten zusammenfasst. Ein vollständiges Ensemble, das es erlaubt, den Blick auf der Strecke zu halten, statt nach seinen Daten zu suchen.
Diese MotoGP-Replica-Edition richtet sich in erster Linie an Suzuki-Enthusiasten und Sammler, die einen 600er-Sportler mit einem visuellen Quäntchen mehr Seele wollen. Technisch unterscheidet sich diese Version in nichts von der klassischen GSX-R 600, und genau das ist vielleicht ihr einziger echter Schwachpunkt. Angesichts einer Konkurrenz, die sich 2014 rasant weiterentwickelte, setzte die Gixxer auf Beständigkeit statt auf Revolution. Eine ehrliche Strategie, die hier von einer Lackierung getragen wird, die daran erinnert, dass Suzuki den Rennsport nie wirklich verlassen hat.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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