Schlüsselleistung
Technische Daten
- Neupreis
- 11 490 € → 12 990 €
Motor
- Hubraum
- 599 cc
- Leistung
- 120.0 ch @ 13500 tr/min (88.3 kW)
- Drehmoment
- 64.7 Nm @ 11250 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12:1
- Bohrung × Hub
- 67 x 42,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre en aluminium moulé, type Diamant
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche inversée à cartouches HMAS ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Monoamortisseur Unit Pro-Link à réservoir séparé, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 194.00 kg
- Trockengewicht
- 165.00 kg
- Neupreis
- 12 990 €
Übersicht
Wer hätte 2008 darauf gewettet, dass ein ABS-System es wagen würde, seine Sensoren an einem Supersportler zu zeigen? Honda hat es getan. Mit der CBR 600 RR des Jahrgangs 2009 verpflanzt der japanische Hersteller erstmals ein elektronisch geregeltes Combined ABS auf einen für die Rennstrecke geschnittenen Vierzylinder. Eine kleine Revolution in einer Welt, in der das Bremsen traditionell nach Gefühl geregelt wird – mit zwei Fingern und einer gehörigen Portion Selbstvertrauen. Die große Schwester Fireblade erhält dieselbe Behandlung, doch gerade auf der 600er ist die Wette am kühnsten. Bei einer derart leichten und temperamentvollen Maschine muss sich die Elektronik unsichtbar machen können.

Das Prinzip basiert auf einem „Brake by Wire"-System, das den auf Hebel oder Pedal ausgeübten Druck misst und dann einen Servomotor ansteuert, der direkt auf radial befestigte Monoblock-Bremssättel wirkt. Zwei 310-mm-Scheiben vorne, eine 220-mm-Scheibe hinten. Das ABS greift so spät wie möglich und so progressiv wie nötig ein, um den Fahrer niemals zu überraschen und das Gleichgewicht des Fahrwerks nicht zu stören. Honda hat die Komponenten sogar in kompakte Untereinheiten aufgeteilt, um die Massenzentralisierung nicht zu beeinträchtigen. Clever. Auf offener Straße ist der Vertrauensgewinn spürbar: Ein Fahrer mit mittlerem Können erreicht Bremsleistungen, für die er ohne Unterstützung Dutzende Versuche bräuchte. Auf der Rennstrecke wird ein guter Pilot nicht unbedingt auf seine Kosten kommen – das System wird zum überflüssigen Vermittler, wenn man seine Bremspunkte auswendig kennt.
Auf der Motorseite behält diese vierte Generation der CBR 600 RR ihren Reihenvierzylinder mit 599 cc, einer Bohrung von 67 mm und einem Hub von 42,5 mm. Die 120 PS werden bei 13.500 U/min erreicht, das Drehmoment von 64,7 Nm liegt bei 11.250 U/min an. Honda hat Kolben, Zylinderkopf und Abgasanlage überarbeitet, um im Bereich von 10.000 U/min 3,5 % mehr Drehmoment herauszuholen. Kein Umsturz, aber ein Quäntchen mehr Durchzug beim Herausbeschleunigen aus Kurven. Gegenüber der Yamaha R6, die oben heraus spitzer ist, oder der Triumph Daytona 675 mit ihrem charakterstarken Dreizylinder sucht die Honda nicht den Sieg nach Punkten auf dem Datenblatt. Sie setzt auf die Gesamtbalance.

Die Kehrseite der Medaille trägt einen Namen: zehn Kilogramm. Die Version ohne ABS bringt 194 kg fahrfertig auf die Waage – die E-ABS-Version klettert auf 194 kg und kratzt gefährlich an der 200-kg-Marke. Für eine Sportmaschine, die sich mit den Besten messen soll, macht sich dieses Mehrgewicht bemerkbar. Der Aluminium-Brückenrahmen, die 41-mm-HMAS-Upside-down-Gabel, das Unit Pro-Link-Zentralfederbein und der elektronische Lenkungsdämpfer HESD werden unverändert übernommen. Das Fahrwerk bleibt eine Referenz in Sachen Präzision und Kompaktheit, die Sitzhöhe liegt bei 820 mm, der 18-Liter-Tank bietet eine ordentliche Reichweite für Landstraßentouren. Optisch begnügt sich Honda mit dezenten Retuschen: eine neu gestaltete Motorverkleidung, modernisierte Blinker, neue Farbvarianten. Keine stilistische Revolution – das Cockpit hätte eine gründliche Auffrischung verdient.

Zum Preis von 12.990 Euro richtet sich diese CBR 600 RR E-ABS vor allem an den sportlichen Tourenfahrer, der schnell unterwegs sein möchte und dabei ein zusätzliches Sicherheitsnetz schätzt. Der kompromisslose Rennstreckenfahrer wird die Standardversion bevorzugen, die zehn Kilo leichter ist. Honda hat mit dem Jahrgang 2009 klar Stellung bezogen: Statt in einem Zahlenkrieg den Pferden hinterherzujagen, setzt die Marke auf Vertrauen und Zugänglichkeit. Eine respektable Entscheidung, die diese CBR auf kurvigen Landstraßen beruhigender denn je macht – auch wenn sie ein wenig an Biss verliert, sobald die Stoppuhren laufen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS conbiné
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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