Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1000 cc
- Leistung
- 192.0 ch @ 13000 tr/min (141.2 kW)
- Drehmoment
- 112.8 Nm @ 11000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13 : 1
- Bohrung × Hub
- 76 x 55,1 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 48 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre périmétrique en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins NIX30 Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins TTX36, déb : 60 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 190/50-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 16.00 L
- Gewicht
- 195.00 kg
- Neupreis
- 30 000 €
Übersicht
Fünfhundert Exemplare. Das ist die Eintrittskarte, die Honda sich selbst auferlegt hat, um seine CBR 1000 RR Fireblade SP2 Jahrgang 2018 in der Superbike-Weltmeisterschaft zu homologieren. Hinter dieser Zahl verbirgt sich eine Maschine, die für den Kampf gegen Kawasaki ZX-10RR, Yamaha R1-M, Ducati Panigale R und Aprilia RSV4 RF geschaffen wurde. Eine Fireblade, deren DNA an die großen Zeiten der VTR SP-2 und der legendären RC45 erinnert, jene Honda-Rennmaschinen, die in den Paddocks Geschichte geschrieben haben. Die Botschaft ist klar: Die Marke mit den Schwingen kehrt zurück, um Trophäen zu holen.

Optisch muss man genau hinschauen. Die SP2 übernimmt die ästhetische Basis der SP ohne echten Wagemut. Man hätte sich eine eigenständige Lackierung gewünscht, eine Anspielung auf die HRC-Farben, irgendetwas, das den Status einer limitierten Serie rechtfertigt. Stattdessen belässt es Honda bei Nuancen: ein leicht elektrischeres Blau, goldene Akzente unter dem Fireblade-Logo und Felgen mit spezifischem Design. Es ist sauber, es ist elegant, aber für ein Motorrad mit einem Preis von 30 000 Euro hätte man sich etwas mehr Persönlichkeit erhofft.
Die eigentliche Arbeit steckt unter der Verkleidung. Der Reihenvierzylinder mit 999,8 cm3 leistet 192 PS bei 13 000 U/min und 112,8 Nm Drehmoment bei 11 000 Umdrehungen. Solide Werte für die Straße, unzureichend für die Rennstrecke auf höchstem Niveau. Honda weiß das und hat vorgesorgt. Die Ventile wurden sowohl auf der Einlass- als auch auf der Auslassseite vergrößert, ihre Winkel angepasst, um die Füllung bei hohen Drehzahlen zu begünstigen. Die Brennräume wurden in direkter Anlehnung an die RCV 213 aus der MotoGP neu gestaltet, die Kolben überarbeitet, die Kühlung verbessert. Die leichteren und kompakteren Tassenstößel warten auf aggressivere Nockenwellen. Alles ist darauf ausgelegt, die von Honda angebotenen Sport-Race- oder Full-Race-Kits aufzunehmen, die das Straßenmotorrad in eine echte Rennstreckenwaffe verwandeln. Die geschmiedeten Aluminium-Felgen von Marchesini reduzieren die Trägheit um nahezu 20 %, was die Agilität beim Kurveneingang grundlegend verändert. Mit 195 kg fahrfertig bei 16 Litern im Tank bleibt die SP2 für einen Supersportler dieser Hubraumklasse im Rahmen.
Die Bordelektronik macht keinerlei Kompromisse. Fünfachsige Trägheitsplattform, Traktionskontrolle, schräglagenabhängiges ABS, Anti-Wheelie, bidirektionaler Quickshifter, fünf Fahrmodi, Geschwindigkeitsbegrenzer für die Boxengasse und Launch Control vervollständigen das Paket. Die semi-aktiven Öhlins-S-EC-Federelemente mit der 43-mm-USD-Gabel NIX30 und dem TTX36-Stoßdämpfer lassen sich elektronisch einstellen. Die Brembo-Monoblock-Bremssättel beißen vorne in zwei 320-mm-Bremsscheiben, bezogen mit Pirelli Supercorsa. Auf dem Papier ist das das Beste vom Besten.
Dennoch verschenkt Honda einen Teil der Arbeit mit unverständlichen Entscheidungen in dieser Preisklasse. Standard-Gummi-Bremsleitungen an einem Motorrad mit hochwertigen Brembo-Bremssätteln – das ist ein technischer Widerspruch, der die Bremswirkung beim Anbremsen einschränkt. Das Fehlen eines einstellbaren Kupplungshebels und eines Hauptbremszylinders, der den unten an der Gabel montierten Sätteln gerecht wird, hinterlässt Ratlosigkeit. Diese Pfennigfuchserei trübt ein ansonsten beeindruckendes Gesamtpaket. Die CBR 1000 RR Fireblade SP2 richtet sich an Fahrer im Wettbewerbseinsatz oder an anspruchsvolle Track-Day-Enthusiasten, die eine solide Basis zum Weiterentwickeln suchen. Für den reinen Straßeneinsatz genügt die Standard-SP vollauf und erspart eine gesalzene Rechnung. Honda hat ein Werkzeug zur Rückeroberung geschmiedet; schade, dass einige Feinheiten in der Kiste vergessen wurden.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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