Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1000 cc
- Leistung
- 215.0 ch (158.1 kW)
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Bohrung × Hub
- 76 x 55.1 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre périmétrique en alu
- Getriebe
- boîte à rapports Boîte à 6 rapports HRC
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée présurisée Öhlins Ø nc
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
Abmessungen
- Tankinhalt
- 22.00 L
- Neupreis
- 100 000 €
Übersicht
Vier Piloten, gestählt auf den gefährlichsten Straßen der Welt, eine bis zum Anschlag aufgerüstete CBR 1000 RR und eine Lackierung, die den Geist der RC 30 wieder aufleben lässt. 2011 hat Honda seine offizielle Rückkehr in die Langstrecken-Weltmeisterschaft noch nicht verkündet, doch die geflügelte Marke positioniert ihre Figuren mit einem ebenso verrückten wie verführerischen Projekt: dem Honda TT Legends. Hinter diesem Namen stehen zwei Buchstaben, die nach aufgerissenem Asphalt und den Hecken der Isle of Man riechen. John McGuinness, vierzehn Siege bei der Tourist Trophy, Rekordhalter auf dem gleichen Niveau wie der legendäre Mike Hailwood. Steve Plater, Sieger der TT und des GP von Macau, mit Erfahrung beim GMT 94, also vertraut mit Langstreckenformaten. Keith Amor, der Schrecken des North West 200 in Irland. Cameron Donald, junger Australier, siegreich in Macau in der 600er-Klasse und bei der TT in der Superbike. Vier Verrückte am Lenker, gewohnt daran, Steinmauern bei 300 km/h zu streifen, vereint um stundenlange Rennen auf der Rennstrecke zu verschlingen. Die Besetzung steht.

Die mechanische Basis bildet der Reihenvierzylinder mit 999,8 cm3 der CBR 1000 RR Fireblade, doch die Version aus dem Händlerschaufenster hätte bei diesem Tempo keine zwei Stunden durchgehalten. Die Motorvorbereitung steigert die Leistung von 177 PS an der Kurbelwelle auf über 215 PS, gemessen am Hinterrad. Ein kolossaler Zugewinn, der den Charakter des Aggregats grundlegend verändert. Um diesen Leistungsüberschuss zu verkraften, weicht das Seriengetriebe einem HRC-Kit mit sechs Gängen und Anti-Hopping-Kupplung, gekoppelt an eine 520er-Kette, die feiner ist, Reibungsverluste reduziert und das Traktionsgefühl am Hinterreifen verfeinert. Die Kühlung folgt derselben Logik: Zwei überdimensionierte Kühler kompensieren die Hitze, die ein bis an seine Grenzen getriebener Motor erzeugt. Die Akrapovic-Auspuffanlage befreit die Abgase und trägt zum Leistungsgewinn bei. Der Tank wächst auf 22 Liter, um die Stints zu verlängern – ein lebenswichtiger Parameter, wenn jeder Boxenstopp in verlorenen Sekunden zählt.
Auf der Fahrwerksseite ruht die Honda CBR 1000 RR Endurance TT Legends auf einem Aluminium-Brückenrahmen, doch alles andere wurde überarbeitet. Die druckbeaufschlagte Öhlins-Upside-Down-Gabel arbeitet im Zusammenspiel mit radialen Brembo-Monoblock-Bremssätteln, die auf zwei 320-mm-Scheiben zubeißen. Spezielle Aufnahmen ermöglichen einen Vorderradwechsel in fünf Sekunden. Die Schwinge wurde in ihrer Steifigkeit verstärkt, von einem Öhlins-Stoßdämpfer gehalten und mit demselben Schnellwechselsystem ausgestattet. Die geschmiedeten Magnesiumfelgen in 16,5 Zoll tragen Slicks. Jedes technische Detail verfolgt ein einziges Ziel: 24 Stunden Rennen zu überstehen, ohne bei der Performance Zugeständnisse zu machen.
Und dann ist da dieses Kleid. Eine direkte Replik der Honda RC 30, jener Maschine, die Ende der 80er-Jahre in der Langstrecke und in der Superbike alles abgeräumt hat. Dieses Rot, dieses Weiß, diese Typografie: Für jeden, der mit Postern der VFR 750R an der Wand aufgewachsen ist, ist die Wirkung unmittelbar. Honda spielt auf der emotionalen Klaviatur und trifft genau ins Schwarze. Unter dieser legendären Lackierung weist die CBR einen Katalogpreis von 100 000 Euro auf, ein stimmiger Tarif für eine Rennmaschine dieses Kalibers, der jedoch daran erinnert, dass dieses Projekt alles andere als eine bloße Kommunikationsübung ist.
Auf der Strecke erzählen die Ergebnisse der Saison 2011 die harte Realität der Langstrecke. Fünfter Platz beim Bol d'Or zum Einstand, ein solides Ergebnis nach 24 Stunden Einsatz. Dann die Ausfälle: ein Sturz in Albacete, ein Hinterradproblem in Suzuka. Gegen das SERT, das GMT 94, Kawasaki SRC oder YART macht die Konkurrenz keine Geschenke. Das Honda TT Legends bezahlt seinen Mangel an Erfahrung in der Disziplin, doch die Mannschaft lernt schnell. Mit Piloten, geeicht auf das absolute Risiko, und einer für den Krieg gebauten Maschine trug dieses Projekt ein seltenes Versprechen in sich: Helden des Straßenrennsports gegen die Spezialisten der Langstrecke antreten zu sehen. Die Vermischung der Genres, brutal und großzügig, hatte das Zeug, die Tribünen von Le Mans in Flammen zu setzen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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