Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1584 cc
- Leistung
- 73.0 ch @ 5300 tr/min (53.7 kW)
- Drehmoment
- 121.0 Nm @ 3250 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.2:1
- Bohrung × Hub
- 95.3 x 111.1 mm (3.8 x 4.4 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection. ESPFI
- Steuerung
- Overhead Valves (OHV)
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Mild steel tubular frame; rectangular section backbone; stamped, cast, and forged junctions; forged fender supports; MIG welded
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- 9-plate, wet
- Vorderradaufhängung
- 49mm telescopic
- Hinterradaufhängung
- Hidden, horizontal-mounted, coil-over
- Federweg vorne
- 127 mm (5.0 inches)
- Federweg hinten
- 79 mm (3.1 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. 4-piston
- Hinterradbremse
- Single disc. 2-piston
- Vorderreifen
- 90/90-R19
- Hinterreifen
- 240/40-R18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 700.00 mm
- Radstand
- 1760.00 mm
- Bodenfreiheit
- 130.00 mm
- Länge
- 2415.00 mm
- Tankinhalt
- 18.90 L
- Gewicht
- 327.00 kg
- Trockengewicht
- 307.00 kg
- Neupreis
- 21 325 €
Übersicht
Motorcycle: Harley-Davidson FXCWC Softail Rocker C (2010)

Hat Harley-Davidson also endlich ein Custom-Motorrad hervorgebracht, das aus den gewohnten Bahnen tritt? Im Jahr 2010 schüttelte die Softail Rocker C mit einem radikalen Look, der die meisten ihrer Schwestermodelle zu Serienmodellen degradierte, die Szene auf. Es ist kein neues Genre, sondern eine selbstbewusste Absichtserklärung: Hier ist eine Maschine, die beansprucht, ein rollendes Kunstwerk zu sein, schlüsselfertig geliefert.
Auf den ersten Blick ist der Schock visuell. Diese Harley scheint die Fabrik in Milwaukee verlassen und direkt in die Werkstatt eines talentierten Customizers gelandet zu sein. Die verlängerte Gabel, das doppelte Lenker, das die Kabel integriert, und vor allem das berühmte Hardtail-System, das den hinteren Kotflügel mit dem Rad verbindet, tragen alle zu einer angespannten und aggressiven Silhouette bei. Das Detail der LED-Rückleuchte, eine Seltenheit für die damalige Zeit, verleiht ihr einen Hauch von Modernität in einem ausgesprochen retro-inspirierten Gesamtpaket. Es ist eine ausgefeilte, fast theatralische Ästhetik, die eindeutig den Biker anspricht, der Exklusivität sucht, ohne sich die Hände schmutzig machen zu wollen.
Aber ein Motorrad lebt nicht nur vom Stil. Einmal im Sattel, in nur 70 cm Höhe über dem Boden, überragt man leicht die 327 kg des Biests, unterstützt durch den monumentalen Hebel des Lenkers. Der Twin Cam mit 1584 cm³ erwacht mit dem charakteristischen Rauschen, obwohl die serienmäßigen Schalldämpfer, die etwas zu brav sind, die Symphonie etwas dämpfen. Die Sitzposition ist klassisch für einen Cruiser, Füße nach vorne, aber der breite Sitz und die unauffällig versteckte Hinterradfederung bieten einen angemessenen Komfort. Vorsicht jedoch im Solo-Modus: Die Erhöhung des Sitzkissens verwandelt die Sitzbank dann in ein echtes lumbale Folterinstrument auf langen Strecken. Eine stilistische Zugeständnis, das seinen Preis hat.
Auf der Straße spielt die Rocker C die Rolle, die man von ihr erwartet. Sie ist trotz ihres überdimensionierten 240er-Reifens und der verlängerten Gabel überraschend ausbalanciert. Sie neigt sich mit mehr Gelassenheit als ein Night Rod mit den gleichen Spezifikationen, ohne jemals nach Leistung zu suchen. Die Idee ist, das monströse Drehmoment von 121 Nm zu nutzen, das ab 3250 U/min verfügbar ist, den sechsten Gang schnell und unkompliziert zu schalten und sich einfach treiben zu lassen. Es ist eine Maschine, um sich zu präsentieren und schöne, gerade Strecken zu fahren, nicht um in sportlichen Kurven die Hörnchen zu kratzen. Die Zielgruppe? Der Customizer, der ein schlüsselfertiges Motorrad mit einem ausgereiften Look will, oder der elegante Tourenfahrer, der Präsenz der Höchstgeschwindigkeit vorzieht.
Also, Meisterwerk oder Spielerei? Die Bilanz ist gemischt. Die Verarbeitung ist tadellos, das Gesamtgleichgewicht gelungen, und der Look lässt unvermeidlich Köpfe umdrehen. Aber zu über 21.000 Euro zu damaliger Zeit war der Eintrittspreis ebenso massiv wie sein Motor. Und einige Puristen werden die Zähne schlagen: Wenn Harley bereits so stark personalisierte Motorräder verkauft, was bleibt dann der Vorstellungskraft des Eigentümers? Vielleicht gerade das Wesentliche: die Straße zu erobern und die abgefahrenen Kilometer mit dem eigenen Stil zu versehen, auf einer bereits radikalen Basis. Die Rocker C war kein Motorrad für jedermann, aber für diejenigen, die sie verzaubert hat, ist sie sofort zu einem begehrenswerten Objekt geworden.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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