Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1923 cc
- Leistung
- 91.0 ch @ 5020 tr/min (66.9 kW)
- Drehmoment
- 155.9 Nm @ 2750 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps, calé à 45°
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 103,5 x 114.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 58 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche télescopique Ø 49 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur sous la selle, déb : 112 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 150/80-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 690.00 mm
- Tankinhalt
- 18.90 L
- Gewicht
- 326.00 kg
- Neupreis
- 26 995 €
Übersicht
Wer hätte darauf gewettet, dass ein Motorrad, das die staubigen Straßen des Amerikas der 50er Jahre heraufbeschwören kann, eines Tages drei Fahrmodi und eine neigungsabhängige Traktionskontrolle an Bord haben würde? Genau dieses Kunststück gelingt der Harley-Davidson Heritage Classic FLHC des Jahrgangs 2025. Unter ihrer Erscheinung einer Schönheit von einst, mit diesem tiefen Profil, den starren Satteltaschen und der getönten Windschutzscheibe, verbirgt sich eine Maschine, die eine ordentliche Verjüngungskur erfahren hat. Die Speichenfelgen weichen serienmäßig Vollfelgen, die beiden Auspuffausgänge verschmelzen zu einem einzelnen Krümmer, und der Luftfilter findet paradoxerweise zu seiner einstigen runden Form zurück. Der Kontrast fasst die Philosophie des Modells gut zusammen: voranschreiten, ohne die eigenen Wurzeln zu verleugnen.

Das Herz der Maschine hat zugelegt. Der Milwaukee Eight wächst auf die Version 117 an, also 1 923 cm3 V-Twin im 45-Grad-Winkel. Fünfundfünfzig Kubikzentimeter mehr als die Vorgängergeneration, neu gestaltete Zylinderköpfe, ein überarbeiteter Ansaugtrakt und eine verbesserte Kühlung. Auf dem Papier wirkt der Drehmomentgewinn marginal: 155,9 Nm gegenüber zuvor 155. Nur dass dieses Drehmomentplateau bereits bei 2 750 U/min einsetzt, also 500 Umdrehungen tiefer. In der Praxis macht sich der Schub früher und deutlicher bemerkbar, mit diesem Gefühl eines edlen Traktors, das die Liebhaber großer Twins suchen. Die Leistung sinkt leicht auf 91 PS, aber man fährt eine Heritage Classic nicht, um Bestzeiten zu jagen. Man fährt sie, um den Motor unter sich arbeiten zu spüren, rund, willig, befreit von den Vibrationen, die die alten Big Twin auf langen Strecken ermüdend machten.
Was das Fahrwerk betrifft, hatte die Softail-Plattform bereits vor einigen Jahren einen klaren Bruch markiert, mit ihrem überarbeiteten Doppelschleifen-Stahlrahmen, der dank einer vereinfachten Konstruktion mit weniger Schweißnähten und weniger Teilen um 65 % steifer ausfiel. Das einzelne Federbein unter dem Sitz ersetzt das alte Duo, das unter dem Motor versteckt war, und schafft mehr Bodenfreiheit. Für 2025 verfeinert Harley das Rezept mit neuen Federungselementen, sowohl an der 49-mm-Gabel als auch am hinteren Monofederbein. Das Ergebnis zeigt sich in einer besseren Gesamtbalance, willkommen, wenn man 326 kg fahrfertig bewegt. Der Sitz auf 690 mm Höhe gibt durchschnittlich großen Fahrern Sicherheit, und der 18,9-Liter-Tank erlaubt vernünftige Etappen zwischen zwei Tankstellen. Wunder bei hoher Geschwindigkeit darf man nicht erwarten: Der Tacho verharrt bei rund 170 km/h, und die Bremsanlage, bestehend aus zwei einfachen Scheiben mit 300 und 292 mm, die von Vierkolben-Sätteln gepackt werden, erledigt ihre Arbeit, ohne den Anspruch zu erheben, mit dem Setup einer Touring konkurrieren zu können.

Auf elektronischer Seite offenbart sich der größte Sprung. Das Vorgängermodell begnügte sich mit einem einfachen ABS. Die Version 2025 verfügt über ein Kurven-ABS, eine nach Schräglage kalibrierte Traktionskontrolle, drei Motorkennfelder (Rain, Road, Sport), die das Gasansprechverhalten, die Motorbremse und den ABS-Eingriff modulieren. Dazu kommen eine Reifendrucküberwachung, ein Tempomat, ein USB-C-Anschluss und ein einstellbarer Bremshebel: Die Ausstattung nähert sich dem, was Indian bei der Super Chief oder BMW bei der R 18 Classic bieten – zwei direkte Konkurrentinnen, die auf demselben Neo-Retro-Premiumregister spielen.

Bleibt die Preisfrage. Mit 26 995 Euro positioniert sich die Heritage Classic im oberen Bereich des Cruiser-Tourer-Segments. Sie richtet sich klar an den erfahrenen Motorradfahrer, den Liebhaber ausgedehnter Touren statt der Viertelmeile, der eine Maschine mit starker Persönlichkeit will, die Landstraßenkilometer ermüdungsfrei verschlingt. Weder sportlich noch wirklich rein custom, besetzt sie eine Nische innerhalb der Softail-Palette: die der eleganten Reisenden, ein Motorrad, das man ebenso gern betrachtet wie fährt. Der Jahrgang 2025 gibt ihr endlich die technologischen Mittel für ihre ästhetischen Ambitionen. Und das ist wohl das schönste Kompliment, das man ihr machen kann.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Nombre de mode de conduite : 3
- Volume de rangement : 45 litres
- ABS Cornering
- Jantes aluminium
- Régulateur de vitesse
- Prise USB
- Démarrage sans clé
- Contrôle de traction
- Valises
- Centrale inertielle
- Contrôle du frein moteur
- Surveillance de la pression des pneus
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!