Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1868 cc
- Leistung
- 93.0 ch @ 5020 tr/min (68.4 kW)
- Drehmoment
- 154.9 Nm @ 3500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 102 x 114.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur sous la selle, déb : 113 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 150/80-16
- Hinterreifen
- 180/70-16
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 710.00 mm
- Tankinhalt
- 13.60 L
- Gewicht
- 306.00 kg
- Trockengewicht
- 296.00 kg
- Neupreis
- 21 890 €
Übersicht
Wer hätte gedacht, dass ein Tempomat ausreicht, um eine Harley ins Gespräch zu bringen? Milwaukee hat dieses kleine elektronische Gadget der Fat Bob FXFBS 2023 verpasst, wie man einem Boxer eine Krawatte umbindet. Die Geste ist fast komisch. Denn dieses 306 kg schwere Monster in Kampfausstattung war nie für gemütliches Cruisen gemacht. Sie ist der Rüpel der Softail-Familie, diejenige, die knurrt, während die anderen schnurren.

Der Wechsel von der Dyna-Plattform zum Softail-Rahmen hat an dieser Maschine alles verändert. Schluss mit dem doppelten seitlichen Federbein, stattdessen ein täuschend starrer Stahlrahmen mit einem Monofederbein, das unter dem Sitz versteckt und über ein Rädchen hinter der rechten Wade einstellbar ist. Der Zugewinn an Steifigkeit ist deutlich, das Fahrverhalten schärfer. Die 43-mm-Upside-down-Gabel mit 130 mm Federweg führt ein 16-Zoll-Vorderrad mit 150-mm-Reifen, flankiert von zwei 300-mm-Bremsscheiben, die von Vierkolben-Bremszangen gepackt werden. Von vorn betrachtet schüchtert die Bestie ein. Der knapp geschnittene Kotflügel, der nahezu roboterhafte LED-Scheinwerfer – alles trägt dazu bei, der Fat Bob eine Präsenz zu verleihen, die nur wenige amerikanische Customs für sich beanspruchen können. Fünfzehn Kilo Gewichtsverlust durch die Umstellung haben ihre Silhouette gestrafft, ohne sie auszumergeln. Mit 296 kg trocken bleibt sie kräftig, trägt ihr Gewicht aber tiefer, kompakter.
Stilistisch hat Harley radikal zugeschnitten. Der hintere Kotflügel um die Hälfte reduziert, der Sitz dicker, der Tank auf 13,6 Liter verschlankt, die Auspuffanlage schamlos zur Schau gestellt. Das Ergebnis ist kompakt, gedrungen, fast aggressiv. Vom gutmütigen Cruiser ist man weit entfernt. Die Fat Bob gleicht eher einem Pitbull als einem Labrador, und genau das ist der Punkt. Gegenüber einer Indian Chief Dark Horse oder einer Triumph Bonneville Bobber spielt sie eine radikal andere Karte aus. Keine gepflegte Nostalgie, keine britische Eleganz. Nur unverhohlene Brutalität und ein Design, das polarisiert – was immer ein gutes Zeichen ist.

Der Milwaukee-Eight 114, dieser 45-Grad-V-Twin mit 1 868 cm3 Hubraum, leistet 93 PS bei 5 020 U/min und vor allem 155 Nm Drehmoment ab 3 500 Touren. Es ist dieser satte, mühelos verfügbare Schub, der den Charakter der Fat Bob ausmacht. Der Motor läuft dank seiner 4 Ventile pro Zylinder und der Doppelzündung kultiviert, bewahrt aber diese tiefe Pulsation, diesen unregelmäßigen, typisch amerikanischen Rhythmus, den Liebhaber suchen. Der Riemenantrieb und das Sechsganggetriebe verrichten unauffällig ihren Dienst. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 175 km/h, was die Ambitionen der Maschine auf der Straße ehrlich einordnet. Hier geht es nicht um ein Werkzeug zum Autobahnfressen. Hier geht es um einen Custom mit Charakter, der das dumpfe Grollen auf der Landstraße dem Geradeaus-Rekord vorzieht.

Mit 21 890 Euro richtet sich die Fat Bob an eine bestimmte Klientel. Nicht an Anfänger, die Sitzhöhe von 710 mm und das Gewicht werden sie schnell abschrecken. Nicht an Langstrecken-Tourenfahrer, denen der 13,6-Liter-Tank häufige Stopps aufzwingt. Nein, diese Harley spricht Liebhaber roher Empfindungen an, jene, die eine Maschine mit kompromisslosem Temperament wollen, die jede Ausfahrt in eine Absichtserklärung verwandelt. Die Fat Bob kennt keine halben Sachen. Sie hämmert, sie grollt, sie setzt sich durch. Und genau deshalb bleibt sie eines der faszinierendsten Modelle im Katalog von Milwaukee.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
- Régulateur de vitesse
- Démarrage sans clé
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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