Schlüsselleistung
Technische Daten
- Neupreis
- 21 890 € → 20 590 €
Motor
- Hubraum
- 1868 cc
- Leistung
- 93.0 ch @ 5020 tr/min (68.4 kW)
- Drehmoment
- 154.9 Nm @ 3500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 102 x 114.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur sous la selle, déb : 113 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 150/80-16
- Hinterreifen
- 180/70-16
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 710.00 mm
- Tankinhalt
- 13.60 L
- Gewicht
- 306.00 kg
- Trockengewicht
- 296.00 kg
- Neupreis
- 20 590 €
Übersicht
Wer würde es wagen zu behaupten, Harley-Davidson könne sich nicht neu erfinden? Die Fat Bob FXFBS 2022 ist der lebende Beweis für das Gegenteil. Diese Maschine hat alles über Bord geworfen, um auf der Softail-Plattform wiedergeboren zu werden – weg mit dem alten Dyna-Rahmen und den doppelten seitlichen Stoßdämpfern, hin zu einem vermeintlich starren Stahlrohr-Doppelschleifenrahmen, der deutlich schärfer ausfällt. Das unter dem Sitz verborgene Monofederbein, einstellbar über ein Rädchen hinter der rechten Wade, ersetzt die alte Konfiguration mit einem sofortigen Zugewinn an Steifigkeit. Das Ergebnis: fünfzehn Kilogramm weniger auf der Waage. Mit 306 kg fahrfertig bleibt die Fat Bob ein Schwergewicht, das wird niemand bestreiten. Aber im Vergleich zum Vorgänger hat die Kur ihre Früchte getragen.

Von vorne gleicht diese Harley keiner anderen. Die kompakte und aggressive LED-Optikeinheit erinnert eher an ein japanisches Konzept als an einen Cruiser aus Milwaukee. Die 43-mm-Upside-down-Gabel mit 130 mm Federweg hält einen 150 mm breiten Vorderreifen auf 16-Zoll-Felge sicher in der Spur. Der knapp geschnittene Kotflügel, die zwei 300-mm-Bremsscheiben mit Vierkolben-Bremszangen: Alles trägt dazu bei, der Vorderachse eine physische Präsenz zu verleihen, die in der Modellpalette selten ist. Vom gemütlichen Fat Bob der Anfangsjahre ist man weit entfernt. Hier setzt die gesamte Linienführung auf Einschüchterung – mit einem schmal zulaufenden 13,6-Liter-Tank, einer ausgeformten Sitzbank, einem gut sichtbaren Auspuff und einem um die Hälfte verkürzten hinteren Kotflügel. Die Silhouette ist gedrungen, kompakt, sprungbereit.
Unter dieser muskulösen Karosserie schlägt der Milwaukee Eight 114, ein 45-Grad-V-Twin mit 1 868 ccm. Die Zahlen sprechen für sich: 93 PS bei 5 020 U/min und vor allem 154,9 Nm Drehmoment bereits bei 3 500 U/min. Das ist kein Sportmotor, das ist ein Zugpferd. Der Schub kommt sofort, voll und ganz, mit dieser so charakteristischen Signatur des amerikanischen Langhuber-V-Twins (102 x 114,3 mm). Vier Ventile pro Zylinder und ein Verdichtungsverhältnis von 10,5:1 bringen eine willkommene Dosis Modernität, ohne den grundlegend erdverbundenen Charakter dieses Triebwerks zu verwischen. Gegenüber einer Triumph Bonneville Bobber oder einer Indian Scout Bobber spielt die Fat Bob in einer höheren Hubraumklasse. Sie sucht weder Finesse noch Kompromiss. Sie verkauft rohes Drehmoment und eine mechanische Präsenz, die nur wenige Konkurrentinnen auf diesem Niveau an Urgewalt bieten können.

Der Riemenantrieb und das Sechsganggetriebe verrichten ihre Arbeit ohne Geschichten. Der Sitz liegt 710 mm über dem Boden und ermöglicht es durchschnittlich großen Fahrern, die Füße satt aufzusetzen – ein nicht zu unterschätzender Punkt angesichts des Gewichts der Maschine. Der auf 13,6 Liter begrenzte Tank erzwingt allerdings häufige Stopps, besonders wenn die rechte Hand großzügig zugreift. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 175 km/h, was das Einsatzgebiet klar absteckt: Landstraßen, kraftvolle Ausfahrten, Stadtverkehr, wo allein die Optik den Rest der Arbeit erledigt. Stundenlanges Autobahnfahren bei 130 sucht man hier vergeblich – das ist nicht ihre Berufung.

Mit 20 590 Euro positioniert sich die Fat Bob FXFBS am oberen Ende für ein Serien-Custom-Bike. Das ist der Preis einer Maschine, die alles auf Charakter und visuelle Wirkung setzt – auf Kosten von Reichweite und Vielseitigkeit. Der typische Fahrer ist ein erfahrener Motorradfahrer, der eine Maschine mit starker Persönlichkeit will, ohne ins vollständige Custom-Segment à la Breakout abzugleiten. Für Liebhaber roher mechanischer Empfindungen, verpackt in ein Design, das ins Auge springt, bleibt der dicke Bob ein Angebot, das in der aktuellen Landschaft schwer zu ignorieren ist.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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