Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1868 cc
- Leistung
- 94.0 ch @ 5020 tr/min (69.1 kW)
- Drehmoment
- 154.9 Nm @ 3000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 102 x 114.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche telescopique Ø 49 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur sous la selle, déb : 86 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/60-21
- Hinterreifen
- 240/40-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 665.00 mm
- Tankinhalt
- 13.20 L
- Gewicht
- 305.00 kg
- Trockengewicht
- 294.00 kg
- Neupreis
- 24 110 €
Übersicht
Was treibt Harley-Davidson dazu, zwei Versionen desselben Modells anzubieten, die nur durch ein einfaches Ankreuzfeld auf dem Bestellformular getrennt sind? Mit dem Breakout FXBRS des Jahrgangs 2019 setzt Milwaukee auf die Karte der Motoroption statt auf eine Sonderedition. Das Prinzip ist einfach: Man nehme den Softail Breakout in der Basisversion mit dem Milwaukee-Eight 107 und verpflanze ihm den 114er-Block, also 1868 cm³ V-Twin mit 45° Zylinderwinkel. Das Ergebnis ist ein Custom-Dragster, der an Charakter gewinnt, was er nicht unbedingt an Vielseitigkeit dazugewinnt.

Der V-Twin 114 leistet 94 PS bei 5020 U/min, doch vor allem sein Drehmoment sorgt für Furore: 154,9 Nm, die bereits ab 3000 Touren anliegen. Ein Wert, der sogar jenen der allerersten CVO-Version übertrifft, die mit dem Screamin' Eagle 1803 cm³ auf den Markt kam. Pikantes Paradox: Diese Urversion wies eine geringfügig höhere Bruttoleistung auf, doch der aktuelle Block mit seinen 4 Ventilen pro Zylinder und einem Verdichtungsverhältnis von 10,5:1 setzt auf Durchzug im unteren Drehzahlbereich. Konkret bedeutet das: Sie drehen am rechten Griff, und die 305 kg schwere Maschine setzt sich mit einer Autorität in Bewegung, die der 107er nicht bieten kann. Ein Kilogramm-Meter mehr Drehmoment auf dem Papier, aber ein Unterschied, der sich beim Zwischensprint und am Kurvenausgang deutlich bemerkbar macht.
Die überarbeitete Softail-Plattform ermöglichte die Verschmelzung von Rahmen und Fahrwerk zu einer steiferen und um 15 Kilogramm leichteren Einheit gegenüber der Vorgängergeneration. Der Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen nimmt eine 49-mm-Gabel mit 130 mm Federweg vorne auf, während sich der unter dem Sitz verborgene Monodämpfer mit 86 mm Federweg hinten begnügt. Das ist wenig, und auf schlechten Straßen erinnert sich der Rücken daran. Die Sitzbank, auf lediglich 665 mm Höhe montiert, drückt den Fahrer in typischer Dragster-Haltung dicht über den Asphalt – Füße nach vorn, Arme gestreckt zu einem niedrigen Lenker. Der 240 mm breite Hinterreifen auf der 18-Zoll-Felge diktiert seine massive Silhouette, während vorne ein 130/60er auf einer 21-Zoll-Felge rollt. Diese Kombination bestimmt das Fahrverhalten: stabil auf der Geraden, träge in Kurvenkombinationen.

Die Bremsanlage erledigt ihre Arbeit ohne Glanzleistung. Eine 300-mm-Scheibe mit Vierkolben-Bremssattel vorne, eine 292-mm-Scheibe mit Zweikolben-Sattel hinten. Für eine Maschine dieses Kalibers ist das ordentlich, mehr aber nicht. Das Sechsgang-Getriebe überträgt die Pferdestärken über einen Riemen – eine zuverlässige und leise Lösung, die zur Philosophie des Modells passt. Der 13,2-Liter-Tank erzwingt häufige Tankstopps, besonders wenn man das Potenzial des 114ers ausschöpft. Die bescheidene Reichweite beschränkt den Breakout eher auf Sonntagsausfahrten als auf transkontinentale Touren. Dafür gibt es die Road Glide.

Mit 24 110 Euro positioniert sich der Breakout 114 im oberen Preissegment des Softail-Katalogs. Der Aufpreis gegenüber dem 107er rechtfertigt sich durch das Mehr an Drehmoment und den Zugang zu exklusiven Farbvarianten, die dieser Motorisierung vorbehalten sind. Es ist ein Motorrad für den bekennenden Selbstdarsteller, zugeschnitten auf Boulevards und schnurgerade Landstraßen, das sich an ein Publikum richtet, das vom Harley-Universum längst überzeugt ist. Gegenüber einer Indian Chief Dark Horse oder gar einer Triumph Rocket 3 spielt der Breakout nicht in derselben Liga. Er verkauft eine Silhouette, einen Soundtrack und ein Samstagmorgen-Ritual. Und in diesem ganz besonderen Register tut er das mit 1868 cm³ Überzeugung.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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