Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1690 cc
- Leistung
- 76.0 ch @ 5250 tr/min (55.9 kW)
- Drehmoment
- 134.0 Nm @ 3000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.6 : 1
- Bohrung × Hub
- 98.4 x 111.1 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 49 mm, déb : 127 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 104 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 100/90-19
- Hinterreifen
- 160/70-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 670.00 mm
- Tankinhalt
- 17.80 L
- Gewicht
- 307.00 kg
- Trockengewicht
- 294.00 kg
- Neupreis
- 14 890 €
Übersicht
Harley-Davidson hatte die Sonderedition des Street Bob 2013 als punkigen Schlag ins Gesicht lanciert – knallrot und schlecht beleumundet. Für 2014 wechselt Milwaukee das Register, ohne dabei die Messer wegzulegen. Der FXDBB spielt eine andere Partitur, kühler, fast chirurgisch in seinem Bobber-Stilansatz. Weniger sichtbare Provokation, dafür mehr Raffinesse aus dem Factory-Customization-Programm. Kein bellender Hund mehr – eher einer, der lautlos zubeißt.

Die erste Veränderung fällt sofort ins Auge, sobald man die Maschine umrundet. Die Speichenfelgen sind verschwunden, ersetzt durch Split-Five-Räder aus Aluminium – fünf diamantgefräste Doppelspeichen. Der Effekt ist beeindruckend, irgendwo zwischen geschmiedetem Bauteil und industriellem Kunstobjekt. Der Ape-Hanger-Lenker der Standardversion hat ebenfalls einem tiefen, straffen Drag-Bar Platz gemacht, entlehnt aus der Viertelmeilen-Rennsportwelt. Die Vorverlegten Fußrasten stammen vom Sportster 72, was den Fahrer in eine gestreckte Haltung versetzt – Beine nach vorn, Rücken gerade. Die Lässigkeit des Roadsters weicht einer bewussteren, entschlosseneren Attitüde. Dazu kommen Tank und Risers vom Fat Bob, ein gestutztes Hinterradschutzblech sowie ein zweifarbiger Lackaufbau in „Mysterious Red Sunglo und Silver" mit handgemalten Motiven. Das Ergebnis ist ein stimmiges Objekt, klar gedacht für jene, die personalisieren wollen, ohne dafür eine Werkstatt aufsuchen zu müssen.
Unter diesem Kostüm verrichtet der Twin Cam 1690 seine Arbeit ohne Schnörkel. Dieser V-Zweizylinder mit 45-Grad-Bankwinkel leistet 76 PS bei 5.250 U/min – keine spektakuläre Zahl im Katalog, aber das Drehmoment von 134 Nm, das bereits ab 3.000 U/min anliegt, sagt alles über den Charakter des Tieres. Diesen Motor fährt man nicht, man verhandelt mit ihm. Jeder Gasgriff erzeugt eine kernige, ruckfreie Antwort, begleitet von jenem hohlen, tiefen Sound, den Puristen erwarten und den die japanische oder europäische Konkurrenz nicht vollständig imitieren kann. Eine Triumph Thunderbird oder eine Ducati Diavel bieten überlegene Rohlleistung, erheben aber keinen Anspruch, auf demselben emotionalen Terrain zu spielen. Der Street Bob SE ist nicht für Rundenzeiten da – er ist da, um an roten Ampeln Eindruck zu hinterlassen.
Die 307 Kilogramm vollgetankt sind eine Realität, die man nicht ignorieren kann. Bei langsamer Fahrt, auf Parkplätzen oder im städtischen Rangieren ist das spürbar. Die Sitzhöhe von 670 mm bleibt zugänglich, was hilft, aber ein Anfängerfahrer wird etwas Zeit brauchen, um die Masse zu bändigen. Das ist kein Motorrad zum Lernen – es ist ein Motorrad für jene, die bereits wissen, was sie wollen. Der 17,8-Liter-Tank bietet eine ordentliche Reichweite, und das Sechsganggetriebe mit Riemenantrieb schluckt Kilometer auf offener Straße mit angenehmer Geschmeidigkeit.

Was diese Sonderedition wirklich auszeichnet, ist ihre geografische Verteilung. Die Vereinigten Staaten werden kein einziges Exemplar zu sehen bekommen. Der FXDBB ist in limitierter Stückzahl ausschließlich für Europa, den Nahen Osten und Afrika reserviert, was ihm eine echte und keine bloß vermarktete Seltenheit verleiht. Zu 14.890 Euro bewegt man sich in einem anspruchsvollen Segment – zwischen einer gut ausgestatteten Standardversion und den CVO-Varianten, die annähernd den doppelten Preis kosten. Für dieses Budget erhält der Käufer eine stimmige, sofort unverwechselbare Maschine, die weder Aufkleber noch Aftermarket-Teile braucht, um zu existieren. Das ist wohl das aufrichtigste Kompliment, das man einer limitierten Serie machen kann.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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