Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1679 cc
- Leistung
- 200.0 ch @ 9000 tr/min (147.1 kW)
- Drehmoment
- 166.7 Nm @ 6500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en V à 65°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 90 x 66 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- en aluminium type diamant
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 52 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 110 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 6 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 298 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-18
- Hinterreifen
- 200/50-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 775.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Trockengewicht
- 310.00 kg
- Neupreis
- 23 000 €
Übersicht
Dreißig Jahre. So alt war die V-Max im Jahr 2015, und dieses Jubiläum verdiente mehr als eine schlichte Pressemitteilung oder eine limitierte Sonderserie in Rot. Yamaha hatte die Klugheit, die Schlüssel des Monsters Jens vom Brauck zu übergeben, dem Gründer von JvB-moto in Köln, dessen Verbindung zu dieser Maschine fast schicksalhafter Natur ist. Im Jahr 1985 entdeckte dieser damals fünfzehnjährige deutsche Junge die V-Max in einem Magazin. Das Biest war jenseits des Rheins nicht zugelassen – seine damaligen 145 PS galten als zu gefährlich für deutsche Straßen. Gleichgültig: Das Bild hatte sich eingebrannt. Dreißig Jahre später ist es er, der sie Stück für Stück neu gestaltet, unter dem Namen „INFRARED".

Der Motor bleibt derjenige der V-Max der zweiten Generation, der 65-Grad-V4 mit 1679 cc, der 200 PS bei 9000 U/min und 166,7 Nm Drehmoment bei 6500 U/min entwickelt. Diese Zahlen, sei es in Erinnerung gerufen, positionieren die Maschine in einer Kategorie, in die sich nur wenige wagen. Eine Ducati Diavel bewegt sich um die 162 PS, eine Kawasaki ZZR1400 erreicht 210 PS, jedoch auf einer völlig anderen Architektur. Die V-Max hingegen setzt auf erdrückendes Drehmoment im mittleren Drehzahlbereich – dieses Gefühl eines Förderbands, das den Asphalt unter dem Hinterrad aufsaugt. Jens vom Brauck hat der mechanischen Seele nicht angetastet, und das ist die richtige Entscheidung. Man korrigiert nicht, was funktioniert.
Was sich ändert, ist alles andere. Die „INFRARED" nimmt eine Silhouette an, halb Dragster, halb Café Racer, aufgebaut um einen falschen Aluminiumrahmen und Carbon, wohin das Auge auch fällt. Der vordere Scheinwerfer ist in die 52-mm-Gabel eingebettet und von einem Aluminiumkotflügel bekrönt; die Carbon-Radabdeckungen auf Reifen der Größe 120/70-18 vorne und 200/50-18 hinten verleihen der Maschine die Präsenz eines Streckenmonsters. Der Drehzahlmesser von Autometer ist amerikanischen Dragsters entlehnt – der Ton ist vom ersten Blick an gesetzt. Die 4-in-1-Auspuffanlage endet in einem Termignoni, dessen raue Stimme daran erinnert, dass die 310 kg der Maschine nicht für gemächliche Sonntagsausflüge bestimmt sind.
Vom Brauck hat auch die historische Kontinuität gepflegt, was in der Custom-Szene selten ist, wo man die Vergangenheit oft auslöscht, um umso heller zu glänzen. Die seitlichen Lufteinlässe greifen das Design der ersten V-Max von 1985 auf, und die Lackierung orientiert sich an den Designs des Yamaha-Teams in der GP 500 desselben Jahres. Das ist keine oberflächliche Nostalgie; es ist eine strukturierte, dokumentierte, kohärente Hommage. Der maßgefertigte Aluminiumtank, unter die Sitzbank geschoben, senkt den Schwerpunkt optisch ab und verstärkt den Eindruck einer auf sich selbst zusammengedrückten Maschine, die zum Sprung bereit ist.
Die „INFRARED" wird niemals verkauft werden. Das ist gleichzeitig ihre Stärke und ihre Grenze. Als Einzelstück in Yamahas Yard-Built-Kollektion ausgestellt, kristallisiert sie das Beste, was die Motorradveredelung hervorbringen kann, wenn sie sich mit einer aufrichtigen Maschinenkultur verbindet. Für jene, die von einer V-Max träumen, die bereits in Serie für 23.000 Euro erhältlich ist, bleibt dieses Werk ein ferner Horizont. Doch es beweist eines: Dieser brutale, schwere, in seinem Format archaische V4 hat noch nicht das letzte Wort gesprochen. In den Händen eines Veredlers, der sie seit seiner Jugend kennt, wird die V-Max zu etwas anderem als einem muskulösen Reisefahrzeug. Sie wird zu einer Aussage.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!