Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1158 cc
- Leistung
- 170.0 ch @ 10500 tr/min (125.0 kW)
- Drehmoment
- 124.5 Nm @ 8750 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 14 : 1
- Bohrung × Hub
- 83 x 53.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 46 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- monocoque en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 170 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 180 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 330 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 265 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-19
- Vorderreifendruck
- 2.40 bar
- Hinterreifen
- 170/60-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 840.00 mm
- Tankinhalt
- 22.00 L
- Gewicht
- 243.00 kg
- Trockengewicht
- 218.00 kg
- Neupreis
- 22 490 €
Übersicht
Ein Trail mit 170 Pferdestärken, das ist schon ein Konzept, das an die Indiskretion grenzt. Aber wenn er das Wappen Bolognes trägt und den legendären Zweizylinder gegen einen V4 eintauscht, berühren wir die Revolution. Die Multistrada V4 S beschränkt sich nicht darauf, eine neue Seite aufzuschlagen, sie verbrennt das Buch. Mit ihren 1250 cm3 leistet der Granturismo-Motor eine brutale Leistung von 170 Pferdestärken und ein Drehmoment, das mit 124 Nm kräftig zuschlägt. Eine Zahl, die sie ohne Kompromisse an die Spitze der Kategorie katapultiert, vor Konkurrenten wie der BMW R 1250 GS Adventure oder der KTM 1290 Super Adventure S. Dennoch betont Ducati weniger die Überdimensionierung als vielmehr die Vielseitigkeit und… die Höflichkeit. Vergessen Sie die Desmo, Platz für die Zylinderabschaltung, um die Wärme zu reduzieren und die Wartungsintervalle zu verlängern. Die Welt verändert sich, und Ducati mit ihr.

Das Modelljahr 2022 verfeinert das Biest, insbesondere mit einem cleveren Softwaretrick: die „minimale Vorspannung“. Diese magische Funktion senkt das Motorrad virtuell im Stillstand und senkt den Sitz auf 840 mm auf zugänglichere Höhen. Eine Erleichterung an der Ampel oder auf einem steinigen Weg. Aber das eigentliche Highlight ist das Elektronikpaket. Die Version S erhält serienmäßig semi-aktive Skyhook EVO-Federungen, die mit einem Klick aus fast 400 Kombinationen einstellbar sind. Und dann sind da noch die Radarsensoren. Ja, im Plural. Ein vorderes für einen adaptiven Geschwindigkeitsregler im Automobilstil und ein hinteres für einen Totwinkel-Warner. Eine Technologie, die immer noch äußerst selten ist und nur mit einigen wenigen BMW- und KTM-Modellen geteilt wird. Das Cockpit wird von einem 6,5-Zoll-TFT-Display dominiert, das klar und umfassend ist und sogar die Navigation über Ihr Smartphone integriert, das in einem Fach im Tank untergebracht ist. Es ist High-Tech, fast zu sehr.
Doch all diese Raffinesse hat ihren Preis, und nicht nur finanziell, obwohl die geforderten 22.490 Euro Eindruck machen. Das Gewicht ist gestiegen. Mit ihren 243 kg fahrfertig beschwert die V4 S die Bilanz merklich im Vergleich zum Vorgängermodell 1260. Man spürt die Masse, besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten, trotz der Bemühungen, den Motorblock zu entlasten und einen Monocoque-Aluminiumrahmen zu verwenden. Glücklicherweise wirkt die Magie, sobald sie in Bewegung ist. Die vier Fahrmodi (Sport, Touring, Urban, Enduro) modulieren den Charakter tiefgreifend, drosseln die Leistung in der Stadt oder im Gelände auf 115 PS und entfesseln die 170 Pferde im Sportmodus, wo sich die Federungen verhärten. Die Bremsleistung, die von High-End-Brembo-Stylema-Sätteln gewährleistet wird, ist absolut kraftvoll und kontrollierbar, unterstützt durch ein unfehlbares Cornering-ABS.

Für wen ist dieses Motorrad gedacht? Auf jeden Fall nicht für Anfänger oder Puristen, die an das hohe Drehmoment eines Zweizylinders gewöhnt sind. Die Multistrada V4 S richtet sich an den anspruchsvollen und technologiebegeisterten Tourenfahrer, der Tausende von Kilometern auf der Autobahn zurücklegt und am Wochenende die Möglichkeit haben möchte, in Pässen oder auf Feldwegen zu fahren, ohne sein Motorrad wechseln zu müssen. Sie ist die ultimative Waffe des eiligen und vernetzten Reisenden. Doch sie bezahlt diese Vielseitigkeit mit einer gewissen Komplexität und einem manchmal etwas aseptischen Gefühl. Es ist ein Motorrad von Ingenieuren, brillant, effizient, hoch ausgestattet, das aber vielleicht ein wenig von dieser lebendigen und einfachen Seele verloren hat, die die Ducati der alten Tage ausmachte. Dennoch bleibt sie eine Referenz, eine Demonstration von Stärke, die Respekt einflößt und die Standards für Grand-Touring-Trails neu definiert.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS in curves
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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