Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1158 cc
- Leistung
- 170.0 ch @ 10500 tr/min (125.0 kW)
- Drehmoment
- 124.5 Nm @ 8750 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 14 : 1
- Bohrung × Hub
- 83 x 53.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 46 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- monocoque en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 170 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 180 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 330 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 265 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-19
- Vorderreifendruck
- 2.40 bar
- Hinterreifen
- 170/60-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 840.00 mm
- Tankinhalt
- 22.00 L
- Gewicht
- 243.00 kg
- Trockengewicht
- 218.00 kg
- Neupreis
- 23 540 €
Übersicht
Motorrad: Ducati Multistrada V4 S 1160 (2021)

Ist das noch eine Multistrada? Ducati traf 2021 eine radikale Entscheidung und ersetzte sein legendäres V-Twin-Triebwerk durch einen Granturismo V4 mit 1158 cm³. Ein Paukenschlag in der Welt der Adventure-Motorräder, bei dem dieses italienische Moped nun von 170 Pferden bei 10500 U/min angetrieben wird, eine Leistung, die sie ohne Diskussion an die Spitze des Maxi-Trail-Pelotons katapultiert. Doch diese Mutation beschränkt sich nicht nur auf den Motorblock; sie markiert das Ende der Desmodrom-Ventilsteuerung, ein heiliges Symbol für die Marke aus Bologna. Man spürt, dass Ducati eine Tabula rasa machen und eine Maschine der neuen Generation bauen wollte, die auf absolute Vielseitigkeit und Ausstattungskomfort ausgerichtet ist.
Das Herzstück dieser Revolution, in der Version S, die wir hier untersuchen, liegt in zwei wichtigen Innovationen. Erstens die semi-aktiven Marzocchi-Federungen, gesteuert vom Skyhook Evolution-System. Letzteres, angetrieben von einer Trägheitsmesseinheit, passt die Dämpfung in Echtzeit an, um ein tadelloses Fahrverhalten zu gewährleisten, egal ob auf der deutschen Autobahn oder einem französischen Feldweg. Es bietet sogar fast 400 anpassbare Einstellungskombinationen über das Armaturenbrett, ein seltenes Maß an Präzision. Zweitens, und das ist das eigentliche Staunen, hat Ducati ein doppeltes Radarsystem integriert, entwickelt von Bosch. Ein Frontmodul ermöglicht einen adaptiven Tempomat, der zwischen 30 und 160 km/h funktioniert und automatisch einen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug hält. Ein zweites Radar, hinten, überwacht den toten Winkel und warnt den Fahrer über eine LED im Rückspiegel, insbesondere bei Spurwechselversuchen. Diese Option, obwohl kostenpflichtig, verwandelt das Motorrad in einen echten elektronischen Bodyguard.

Um diese technologische Flut zu verdauen, bietet Ducati ein 6,5-Zoll-TFT-Display mit vorbildlicher Lesbarkeit. Es dient als Schnittstelle zur Konfiguration der vier Fahrmodi: Sport, Touring, Urban und Enduro. Im Sportmodus entfesselt das Moped seine ganze Wut mit straffen Federungen und einem permissiven elektronischen Motor-Mapping. Der Touring-Modus behält die maximale Leistung bei, mildert jedoch die Ansprechzeiten und priorisiert den Komfort für lange Etappen. Urban reduziert die Leistung auf 115 PS für urbane Agilität, während Enduro, ebenfalls mit 115 PS, bestimmte ABS-Funktionen deaktiviert, um das Hinterrad auf Feldwegen frei geben zu können. Diese Softwaresegmentierung ist bemerkenswert gut durchdacht.

Doch diese Raffinesse hat ihren Preis, und nicht nur finanziell. Das Gewicht fahrfertig beträgt 243 kg, ein Mehrgewicht von 8 kg im Vergleich zum Vorgängermodell Multistrada 1260. Ducati versuchte, dies mit einem Monocoque-Aluminiumrahmen und einem leichteren Motor auszugleichen, aber die Realität ist: dieses Motorrad ist imposant. Mit einem Sitzhöhen von 840 mm und einem 22-Liter-Tank richtet es sich an erfahrene Tourenfahrer, die nach dem ultimativen technologischen Allround-Motorrad suchen, das in der Lage ist, Alpenpässe mit der gleichen Leichtigkeit zu bewältigen wie eine Panigale auf der Rennstrecke. Sein Preis von 23540 Euro platziert es im direkten Wettbewerb mit der BMW S 1000 XR und der KTM 1290 Super Adventure S, übertrifft diese aber in Bezug auf die integrierte Elektronik.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Multistrada V4 S weniger eine Weiterentwicklung als eine Neudefinition ist. Ducati hat einen Teil seiner mechanischen Identität geopfert, um das Zeitalter der Hyper-Konnektivität und der aktiven Sicherheit zu begrüßen. Sie ist überaus ausgestattet, manchmal komplex, und ihr Gewicht kann abschrecken. Aber für den Fahrer, der das fähigste, intelligenteste und leistungsstärkste Motorrad auf dem Trail-Markt will, ist sie heute die unbestrittene Option. Ein Kompromiss zwischen sportlicher Tradition und absoluter Moderne, der funktioniert, trotz des kleinen Stichs im Herzen, den die Abwesenheit des einzigartigen Rhythmus eines Desmo V-Twins verursacht.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS in curves
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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