Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 937 cc
- Leistung
- 110.0 ch @ 9250 tr/min (80.9 kW)
- Drehmoment
- 92.2 Nm @ 6500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 94 x 67,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection Ø 53 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 48 mm, déb : 250 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 240 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 265 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 90/90-21
- Vorderreifendruck
- 2.00 bar
- Hinterreifen
- 150/70-18
- Hinterreifendruck
- 2.20 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 910.00 mm
- Tankinhalt
- 21.00 L
- Neupreis
- 21 990 €
Übersicht
Wenn Ducati beschließt, in der Liga der großen Offroad-Maschinen mitzuspielen, macht Bologna keine halben Sachen. Die DesertX Rally 2024 dringt in ein Segment vor, das KTM und Husqvarna für sich gepachtet glaubten: das der Reiseenduros, die für ernsthaftes Gelände gebaut sind. Hier geht es nicht darum, mit einem fotogenen Entenschnabel vor einem Café zu posieren. Diese Maschine will Dreck fressen, Geröllfelder verschlingen und nach mehr verlangen. Um das zu erreichen, haben die italienischen Ingenieure bedenkenlos im Wettbewerbsarsenal gewildert.

Unter der Kriegerrüstung – durchgefärbte Kunststoffe, die Scheuerstellen wegstecken, und ein Unterfahrschutz aus Carbon zum Schutz des Motorgehäuses – findet sich der Stahlrohr-Gitterrahmen der DesertX Standard. Doch alles, was ihn umgibt, wechselt das Kaliber. Die 48-mm-Upside-down-Gabel von Kayaba bedient sich bei Motocross-Technologien: Kashima-Beschichtung auf den Standrohren, DLC-Beschichtung auf den Tauchrohren, Druckbeaufschlagung des Systems gegen Kavitation. Ihr Federweg wächst auf 250 mm – 20 mm mehr als bei der Standardversion. Das Hinterbaufederbein folgt derselben Logik mit 240 mm Federweg und einem auf 46 mm vergrößerten Kolben. Ergebnis: 280 mm Bodenfreiheit. Zur Einordnung: Eine Yamaha Ténéré 700 bringt es auf 240 mm. Diese vier Zentimeter wirken auf dem Papier nebensächlich, doch auf einem zerfahrenen Singletrack verändern sie die Lage grundlegend. Logische Konsequenz: Die Sitzhöhe liegt bei 910 mm. Kleinere Staturen sollten eine Aufstiegshilfe einplanen oder solide Bodenkontakte mitbringen.
Der L-Twin mit 90 Grad Zylinderwinkel und 937 cm³ bleibt der Architektur treu, die man von der Monster oder der Multistrada V2 kennt, allerdings mit spezifischen Kennfeldern und Getriebeübersetzungen. Er leistet 110 PS bei 9 250 U/min und 92 Nm Drehmoment bei 6 500 U/min – Werte, die sechs Fahrmodi intelligent verteilen. Im Rally-Modus, dem freizügigsten, stürmen die 110 PS mit aggressivem Gasansprechverhalten hervor, die Wheelie-Kontrolle verschwindet und die Traktionskontrolle hält sich zurück, um kontrolliertes Driften des Hinterrads zu erlauben. Am anderen Ende des Spektrums drosselt der Urban-Modus die Leistung auf 75 PS und lässt die Elektronik jeden Ausreißer überwachen. Dazwischen decken die Modi Sport, Touring, Wet und Enduro so gut wie jede Situation ab – vom trockenen Asphalt bis zum schlammigen Feldweg. Dieses breite Spektrum erlaubt es der Rally, sowohl den erfahrenen Piloten anzusprechen, der im Gelände ans Limit gehen will, als auch den versierten Fernreisenden auf der Suche nach einer vielseitigen Maschine – vorausgesetzt, man beherrscht das Fahren im Stehen auf den Fußrasten zumindest ansatzweise.
Beim Fahrwerk setzt Ducati auf Excel-Takasado-Speichenfelgen mit carbonbehandelten Stahlspeichen, vorne in 21 Zoll und hinten in 18 Zoll. Die Hinterradfelge verliert gegenüber der DesertX einen halben Zoll an Breite, um in Spurrillen wendiger zu sein. Drei Pirelli-Reifensätze sind freigegeben – vom vielseitigen Scorpion Rally STR über den reinen Offroad-Rally bis zum Trail II für Asphaltliebhaber. Die Bremsanlage mit radial montierten Brembo-M50-Sätteln an 320-mm-Scheiben flößt Vertrauen ein, zumal das Kurven-ABS für die Anforderungen des Offroad-Einsatzes neu kalibriert wurde. Ein einstellbarer Öhlins-Lenkungsdämpfer rundet das Paket ab. Die Bedienelemente – aus dem Vollen gefräster Schalthebel und Bremspedal, geschmiedete Gabelbrücken – bestätigen, dass Ducati jedes Detail mit nahezu obsessiver Sorgfalt behandelt hat.
Die Kehrseite der Medaille zeigt sich am Preisschild: 21 990 Euro. Das sind 4 500 Euro mehr als eine klassische DesertX und mehr als eine Multistrada V4. Im Vergleich zur KTM 890 Adventure Rally oder der Husqvarna Norden 901 Expedition ist die Rechnung gesalzen. Das vertikale 5-Zoll-TFT-Display, unverändert von der Standardversion übernommen, bietet serienmäßig keine Smartphone-Konnektivität – ein Versäumnis, das sich bei diesem Preis schwer rechtfertigen lässt. Der 21-Liter-Tank, optional um 8 Liter erweiterbar, rettet die Lage für lange Etappen. Die Ducati DesertX Rally richtet sich eindeutig weder an Anfänger noch an knappe Budgets. Sie zielt auf versierte Piloten, die eine Italienerin wollen, die es mit den Österreicherinnen auf anspruchsvollstem Terrain aufnehmen kann – selbst wenn man dafür den vollen Preis für dieses Privileg zahlt.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en curvas
- Nombre de mode de conduite : 6
- Taille de l'écran TFT couleur : 12,70 cm / 5 pouces
- Shifter
- Amortisseur de direction
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Prise USB
- Contrôle de traction
- Contrôle anti wheeling
- Contrôle du frein moteur
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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