Schlüsselleistung

121 ch
Leistung
🔧
749 cc
Hubraum
⚖️
204 kg
Gewicht
🏎️
258 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
780 mm
Sitzhöhe
18.3 L
Tankinhalt
💰
19 995 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
749 cc
Leistung
121.0 ch @ 10500 tr/min (87.2 kW)
Drehmoment
84.3 Nm @ 8250 tr/min
Motortyp
V2, four-stroke
Kühlung
Liquid
Verdichtungsverhältnis
12.7:1
Bohrung × Hub
94.0 x 54.0 mm (3.7 x 2.1 inches)
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
2 ACT
Kraftstoffsystem
Injection. Marelli electronic fuel injection, 54 mm throttle body 
Steuerung
Desmodromic valve control
Starter
Electric

Fahrwerk

Rahmen
Tubular steel trellis 
Getriebe
6-speed
Endantrieb
Chain   (final drive)
Vorderradaufhängung
Öhlins 43 mm upside-down fully adjustable fork with TiN surface treatment, for radial calipers 
Hinterradaufhängung
Progressive linkage with fully adjustable Öhlins monoshock 
Federweg vorne
120 mm (4.7 inches)
Federweg hinten
128 mm (5.0 inches)

Bremsen

Vorderradbremse
Double disc
Hinterradbremse
Single disc
Vorderreifen
120/70-ZR17
Vorderreifendruck
2.10 bar
Hinterreifen
180/55-ZR17
Hinterreifendruck
2.20 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
780.00 mm
Radstand
1420.00 mm
Länge
2095.00 mm
Tankinhalt
18.30 L
Gewicht
204.00 kg
Trockengewicht
183.50 kg
Neupreis
19 995 €

Übersicht

Wer konnte es 2006 rechtfertigen, knapp 20 000 Euro für eine Sportmaschine mit 749 cc auszugeben? Ducati, natürlich. Die Marke aus Bologna hatte noch nie kalte Füße, wenn es darum ging, Prestige teuer in Rechnung zu stellen. Die Ducati 749 R ist die Essenz dessen, was die Ingenieure aus Borgo Panigale zustande bringen, wenn man ihnen die Leine abnimmt. Ein V-Twin mit 749 cc, verdichtet auf 12,7:1, bestückt mit Komponenten, die man sonst nur an Rennmaschinen findet: Pleuel und Ventile aus Titan, Motorgehäuse aus Magnesium. Das Ergebnis? 121 PS bei 10 500 U/min und 84,3 Nm Drehmoment bei 8 250 U/min, untergebracht in einem Stahl-Gitterrohrrahmen, der trocken nur 183,5 kg wiegt. Für einen Mittelklasse-Hubraum ist das ein beachtliches Leistungsgewicht.

Ducati 749 R

Was das Fahrwerk betrifft, hat Ducati keine halben Sachen gemacht. Die 43-mm-Upside-down-Gabel von Öhlins verfügt über eine TiN-Oberflächenbeschichtung und eine vollständige Einstellbarkeit, während der ebenfalls von Öhlins stammende Monofederbein-Dämpfer über eine progressive Umlenkung arbeitet. Geschmiedete Aluminiumräder, eine verstärkte Schwinge, radiale Bremssättel: Jedes Detail verrät eine unverhohlene Rennstrecken-Berufung. Der kurze Radstand von 1 420 mm verspricht beeindruckende Agilität in Schräglage, und die nur 780 mm hohe Sitzbank ermöglicht es, die Maschine fest zwischen den Knien einzuklemmen. Gegenüber einer Aprilia RSV Mille R oder einer Honda CBR 600 RR jener Zeit spielt die 749 R in einer eigenen Kategorie: zu leistungsstark für das 600er-Segment, zu exklusiv, um direkt mit den Superbikes zu konkurrieren. Genau das macht ihren Reiz aus.

Das eigentliche Argument dieser Maschine liegt in ihrem Entwicklungspotenzial. Zwei Motor-Kits wurden optional angeboten: Das erste steigerte die Leistung auf 122 PS für 3 100 Euro, das zweite kletterte auf 137 PS für 6 500 Euro. Gesalzene Preise, die sich zu einem ohnehin abschreckenden Katalogpreis von 19 995 Euro addierten. Um die Ambitionen einzuordnen: Die Wettbewerbsversionen des Ducati-Twins erreichten 149 PS in der Superbike-Weltmeisterschaft. Davon ist die alte 748 mit ihren 98 PS, die damals dennoch so rasant wirkten, weit entfernt. Die 749 R richtet sich eindeutig nicht an den Sonntagsfahrer: Sie ist ein als straßenzugelassenes Motorrad getarntes Rennstrecken-Werkzeug, zugeschnitten auf anspruchsvolle Piloten, die eine Direktverbindung zum Rennsport suchen.

Heute gleicht die Suche nach einer gebrauchten Ducati 749 R einer Schatzsuche. Gut gepflegte Exemplare werden zu stabilen Preisen gehandelt, getragen von einer Bewertung, die sich weigert zu sinken. Die Verwandtschaft mit der Ducati 749 R&S-Reihe, jenen R- und S-Versionen, die zwar die gleiche Basis, aber nicht die gleiche Philosophie teilten, verstärkt die Anziehungskraft für Sammler. Die R bleibt die radikalste, die puristischste, diejenige, die keinerlei Zugeständnisse an den Komfort macht. Ihr 18,3-Liter-Tank ermöglicht eine ordentliche Reichweite auf der Rennstrecke, ihre Höchstgeschwindigkeit von 257 km/h reicht locker für die längsten Geraden, und ihr Sechsgang-Kettengetriebe bietet eine durchdachte Abstufung für den Streckeneinsatz.

Das Fazit? Die 749 R ist eine Sportmaschine, die spaltet. Ihr damaliger Preis war unerschwinglich, ihr Komfort nicht vorhanden, ihre Vielseitigkeit gleich null. Doch wer einen italienischen Twin suchte, der es auf der Rennstrecke mit den japanischen Vierzylindern aufnehmen konnte, fand in ihr eine einzigartige Alternative. Zwanzig Jahre später bewahrt sie jene besondere Aura der Ducati-Modelle, die nie versucht haben, der breiten Masse zu gefallen. Ein Motorrad von Enthusiasten, gebaut von Enthusiasten, für kompromisslosen Einsatz.

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.59 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.41 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
159.5 ch/L
In der Kategorie Sport · Hubraum 375-1498cc (4039 verglichene Motorräder)
Leistung 120 ch Top 55%
35 ch Median 126 ch 211 ch
Gewicht 204 kg Leichter als 48%
180 kg Median 203 kg 265 kg
L/G-Verhältnis 0.59 ch/kg Top 56%
0.21 Median 0.62 1.08 ch/kg

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