Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 749 cc
- Leistung
- 118.0 ch @ 10500 tr/min (84.7 kW)
- Drehmoment
- 80.0 Nm @ 8500 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.7:1
- Bohrung × Hub
- 94.0 x 54.0 mm (3.7 x 2.1 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Steuerung
- Desmodromic valve control
Fahrwerk
- Rahmen
- Tubular ALS450 steel trellis
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Öhlins upside-down fully adjustable fork with TiN surface treatment, for radial calipers
- Hinterradaufhängung
- Progressive linkage with fully adjustable Öhlins monoshock
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 128 mm (5.0 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.10 bar
- Hinterreifen
- 180/50-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.20 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Radstand
- 1420.00 mm
- Länge
- 2095.00 mm
- Höhe
- 1110.00 mm
- Tankinhalt
- 18.30 L
- Gewicht
- 192.00 kg
- Trockengewicht
- 192.00 kg
- Neupreis
- 19 995 €
Übersicht
Was trieb Ducati im Jahr 2004 dazu, seine furchterregende 999 R in einer Mittelklasse-Version aufzulegen? Die Antwort lässt sich in drei Buchstaben zusammenfassen: S, B, K. Das Reglement der Superbike-Weltmeisterschaft öffnete Twins mit 750 cm3 Hubraum Tür und Tor, und Bologna hatte nicht die Absicht, sich diese Gelegenheit entgehen zu lassen. Die Ducati 749 R wurde aus dieser Wettbewerbslogik heraus geboren, und alles in ihrem technischen Datenblatt bestätigt dies. Wir sprechen von einer Maschine, die für die Rennstrecke konzipiert wurde und mit einem Katalogpreis von 19 995 Euro verkauft wurde, der damals für reichlich Zähneknirschen sorgte.

Unter der Verkleidung erhält der desmodromische V2 mit 749 cm3 eine Sonderbehandlung, um die ihn die 749 S nur beneiden kann. Kurbelgehäuse aus Magnesium, Pleuel und Ventile aus Titan, Verdichtungsverhältnis auf 12,7:1 angehoben. Das Ergebnis? 118 PS bei 10 500 U/min und 80 Nm Drehmoment bei 8 500 U/min in der Standardkonfiguration. Doch Ducati, seiner Racing-Tradition treu, bot zwei optionale Motorkits für jene Fahrer an, denen die Serienversion zu zivilisiert war. Das erste Kit steigerte die Leistung auf 122 PS, das zweite erreichte 137 PS. Im Renneinsatz spuckten einige Exemplare des Twins bis zu 149 PS aus und verwiesen die ehrwürdige 748 mit ihren 98 PS in den Rang einer rührenden Erinnerung. Die Bohrung von 94 mm und der kurze Hub von 54 mm verraten einen Motor, der dafür gebaut wurde, hoch zu drehen – nervös und präzise wie ein Skalpell.
Was das Fahrwerk betrifft, macht die Ducati 749 R keinerlei Zugeständnisse. Der Gitterrohrrahmen aus ALS450-Stahl, Markenzeichen des Hauses, nimmt vollständig einstellbare Öhlins-Federelemente auf: eine Upside-down-Gabel mit TiN-Beschichtung und ein Monofederbein mit progressiver Umlenkung am Heck. Die verstärkte Schwinge und die geschmiedeten Aluminiumräder vervollständigen das Bild. Mit 192 kg auf der Waage und einem Radstand von 1 420 mm reiht sich die Maschine in die Riege der reinrassigen Sportler ihrer Ära ein. Die Sitzhöhe von 780 mm ist nicht besonders hoch, doch die Sitzposition lässt keinen Zweifel an der Bestimmung des Geräts. Der 18,3-Liter-Tank bietet eine akzeptable Reichweite für Trackdays, kaum mehr.
Gegenüber der Konkurrenz von 2004 spielte die 749 R in einer eigenen Kategorie. Die Honda CBR 600 RR oder die Yamaha R6 kosteten nur halb so viel, hatten aber weder das Prestige noch den Charakter des Bologneser Twins. Die wahre Rivalin war vielleicht die MV Agusta F4 750, eine weitere exklusive und kostspielige Italienerin. Nur hatte Ducati ein schlagendes Argument: die Superbike-Homologation und das gesamte technische Arsenal, das damit einhergeht. Heute kommt die Suche nach einer gebrauchten Ducati 749 R einer Schatzsuche gleich. Gut gepflegte Exemplare werden zu Preisen gehandelt, die daran erinnern, dass dieses Motorrad bereits bei seiner Markteinführung selten war – und dass die Zeit seinen Status nur noch verstärkt hat.
Diese Ducati 749 R richtet sich an Liebhaber italienischer Rennmaschinen, an jene, die den wütenden Charakter eines Twins dem Kreischen eines japanischen Vierzylinders vorziehen. Sie hat nie den Anspruch erhoben, vielseitig oder komfortabel zu sein. Es ist eine Maschine für Spezialisten, roh und anspruchsvoll, die fahrerisches Können und vollen Einsatz verlangt. Die Ducati 749 R&S-Baureihe stellte die Spitze der italienischen Mittelklasse-Sportler dar, und die R-Version war deren Gipfel, ohne Filter und ohne Kompromisse. Zwanzig Jahre später bleibt sie eine Referenz für alle, die das pure Wesen des italienischen Sportmotorrads suchen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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