Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 749 cc
- Leistung
- 160.0 ch @ 11000 tr/min (117.7 kW)
- Drehmoment
- 72.6 Nm @ 9000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.4 : 1
- Bohrung × Hub
- 72 x 46 mm
- Ventile/Zylinder
- 5
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- deltabox II en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins, déb : 138 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 840.00 mm
- Tankinhalt
- 24.00 L
- Trockengewicht
- 175.00 kg
- Neupreis
- 27 440 €
Übersicht
Motorrad: Yamaha YZF 750 R (2000)

Erinnern Sie sich an die Zeit, als ein Serienmotorrad ein reines Rennobjekt war, kaum mehr verkleidet? Eine Zeit, in der man ein Werkskit brauchte, um die Maschine freizuschalten, und der Name Öhlins auf einer Gabel einem schon vor dem Aufsteigen Gänsehaut bereitete. Die Yamaha YZF 750 R, und insbesondere die legendäre Bol d’Or 2000 Replik, ist all das, komprimiert in ein fast unerreichbares Begehrensobjekt. Von den elektronischen Assistenzsystemen von heute ist man weit entfernt. Hier geht es um den rohen Kontakt, die reine Mechanik, die Renn-DNA, die aus jedem Bolzen quillt.
Um sie wirklich zu verstehen, muss man in ihre Geschichte eintauchen. Dieses Fahrzeug wurde geboren, um die Superbike-Weltmeisterschaft zu dominieren, und ihre Straßenversion, die R7, war ihr perfekter Spiegel. Nur 20 Exemplare dieser speziellen Bol d’Or Serie wurden produziert, um den Sieg des offiziellen Rennstalls in Magny-Cours zu feiern. Sie erbte die Lackierung des Siegerfahrzeugs, einen Akrapovic-Schalldämpfer aus Titan und dieses verrückte Detail: eine goldene Gravur direkt auf dem Längsträger des Deltabox II-Rahmens, die ihre Nummer in der Serie kennzeichnet. Die technische Datenblatt dieser Yamaha YZF 750 R von 1998 oder 2000, je nach Modell, ist ein mechanisches Gedicht. Ihr Reihenvierzylinder mit 749 cm³, mit seinen 20 Titanventilen, leistet eine theoretische Leistung von 160 PS bei 11000 U/min, aber erst nach Freigabe. Bei Auslieferung aus dem Händler leistete sie nur noch etwa 100 PS, eine Kostprobe für Eingeweihte. Das Drehmoment von 72,6 Nm kommt sehr hoch, bei 9000 U/min. Man muss sie zum Schreien bringen, um sie zu verstehen.
Im Vergleich zu ihren Zeitgenossen wie der Honda RC45 oder der Kawasaki ZX-7RR positionierte sich die R7 als die ultimative Waffe, radikaler und exklusiver. Ihr Fahrgestell von chirurgischer Präzision beherbergte eine Öhlins Upside-Down-Gabel mit 43 mm Durchmesser und einen Monodämpfer der gleichen Marke. Die Bremsanlage mit zwei 320-mm-Scheiben vorne entsprach ihren Leistungen. Bei einem Trockengewicht von 175 kg und einem Tankvolumen von 24 Litern signalisierte sie klare Absichten: Langstreckenrennen und Rennstrecke. Die Sitzhöhe von 840 mm bestätigte ihren wenig kompromissfähigen Charakter. Damals lag ihr Preis bei rund 180.000 Francs, eine enorme Summe für ein 750er Sportmotorrad, die heute mehr als 27.000 Euro entspricht. Das Suchen nach einer Yamaha YZF 750 R von 1993 oder einem Modell aus den Jahren 1995 bis 1997 ist heute ein Abenteuer auf dem Markt der Sammlerstücke. Exemplare wie die Bol d’Or Replik sind Museumsstücke.
Für wen ist dieses Fahrzeug also gedacht? Sicher nicht für Anfänger oder auch nicht für den Sonntagsausflügler. Die Yamaha YZF 750 R, insbesondere in dieser Konfiguration, richtet sich an den Puristen, den informierten Sammler, an denjenigen, der die Seele einer vergangenen Ära sucht, in der Straße und Rennstrecke die gleiche Genetik teilten. Es ist eine sentimentale Investition, die weit mehr als rational ist. Was sind ihre Stärken? Ihr unbestreitbares Erbe, ihre absolute Exklusivität und dieses Gefühl, ein Stück Geschichte zu fahren. Was sind ihre Schwächen? Eine tägliche Nutzung ist völlig illusorisch, ein anspruchsvoller Wartungsaufwand und ein Motor, der seine Geheimnisse erst bei hohen Drehzahlen preisgibt. Die Freigabe der Yamaha YZF 750 R war fast ein obligatorischer Initiationsritus, um Zugang zu ihrer wahren Persönlichkeit zu erhalten.
Heute ist es ein Schatzsuche, sie gebraucht zu finden. Spezialisten wie Hubert Rigal, über seine Website Classic Motorbikes, spüren diese seltenen Perlen auf. Zwischen einer MV Agusta und einer Bimota kann eine von Fachzeitschriften getestete Yamaha YZF 750 R von 1995 wieder auftauchen und die Leidenschaft der Enthusiasten wecken. Sie ist nicht mehr nur ein Motorrad, sondern ein Manifest. Eine brutale und wunderschöne Erinnerung daran, dass reine Leistung einst in einem Aluminiumrahmen, einem schrillen Motor und einer einfachen handgravierten Nummer steckte.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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