Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 121.0 ch @ 10500 tr/min (87.2 kW) → 121.0 ch @ 9500 tr/min (88.3 kW)
- Drehmoment
- 84.3 Nm @ 8250 tr/min → 86.0 Nm @ 8250 tr/min
- Kraftstoffsystem
- Injection. Marelli electronic fuel injection, 54 mm throttle body → Injection. Marelli electronic fuel injection, 54 mm throttle body
- Rahmen
- Tubular steel trellis → Tubular steel trellis
- Kupplung
- — → Dry multiplate with hydraulic control slipper clutch
- Vorderradaufhängung
- Öhlins 43 mm upside-down fully adjustable fork with TiN surface treatment, for radial calipers → Öhlins 43 mm upside-down fully adjustable fork with TiN surface treatment, for radial calipers
- Hinterradaufhängung
- Progressive linkage with fully adjustable Öhlins monoshock → Progressive linkage with fully adjustable Öhlins monoshock
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches) → 130 mm (5.1 inches)
- Federweg hinten
- 128 mm (5.0 inches) → 148 mm (5.8 inches)
- Länge
- 2095.00 mm → —
Motor
- Hubraum
- 749 cc
- Leistung
- 121.0 ch @ 9500 tr/min (88.3 kW)
- Drehmoment
- 86.0 Nm @ 8250 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.7:1
- Bohrung × Hub
- 94.0 x 54.0 mm (3.7 x 2.1 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Marelli electronic fuel injection, 54 mm throttle body
- Steuerung
- Desmodromic valve control
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Tubular steel trellis
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Dry multiplate with hydraulic control slipper clutch
- Vorderradaufhängung
- Öhlins 43 mm upside-down fully adjustable fork with TiN surface treatment, for radial calipers
- Hinterradaufhängung
- Progressive linkage with fully adjustable Öhlins monoshock
- Federweg vorne
- 130 mm (5.1 inches)
- Federweg hinten
- 148 mm (5.8 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.10 bar
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.20 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Radstand
- 1420.00 mm
- Tankinhalt
- 18.30 L
- Gewicht
- 204.00 kg
- Trockengewicht
- 183.50 kg
- Neupreis
- 19 995 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an die Zeit, als Ducati sich alles traute – einschließlich einen Mittelklasse-Hubraum zum Preis einer Limousine zu verkaufen? 2005 erscheint die Ducati 749 R als radikale Version einer ohnehin schon messerscharfen Sportmaschine. Bologna wendet auf seinen „kleinen" Twin dasselbe Rezept an wie bei der 999 R: Man nimmt alles, was teuer ist, baut es sorgfältig zusammen und klebt ein Preisschild von 19 995 Euro darauf. Die Art von Preis, bei der sich einem der Kopf dreht, noch bevor man am Gasgriff gedreht hat.

Unter der kantigen Verkleidung aus der Terblanche-Linie hat der V-Twin mit 749 cc eine Sonderbehandlung erhalten. Motorgehäuse aus Magnesium, Pleuel und Ventile aus Titan, Verdichtungsverhältnis auf 12,7:1 angehoben. Das Ergebnis: 121 PS bei 9 500 U/min und 86 Nm Drehmoment bei 8 250 U/min. Zahlen, die für sich sprechen, besonders wenn man sie auf die 183,5 kg Trockengewicht der Maschine bezieht. Die Ducati 749 R spielt nicht in derselben Liga wie die japanischen 750er jener Zeit. Sie kämpft mit edlen, fast handwerklichen Waffen. Zwei optionale Motor-Kits erlaubten es sogar, auf 122 oder 137 PS zu klettern – für die Rundenzeit-Besessenen. Im Superbike-WM-Einsatz erreichten manche Exemplare 149 PS, ein Weltenunterschied zu den 98 PS der alten 748.
Auf der Fahrwerksseite nimmt der Stahl-Gitterrohrrahmen eine 43-mm-Öhlins-Upside-Down-Gabel mit TiN-Beschichtung auf, in alle Richtungen einstellbar. Der hintere Stoßdämpfer, ebenfalls ein vollständig justierbarer Öhlins-Monodämpfer, arbeitet über eine progressive Umlenkung. Die verstärkte Schwinge und die geschmiedeten Aluminium-Felgen vervollständigen ein Paket, das für die Rennstrecke geschneidert ist. Mit einem kurzen Radstand von 1 420 mm und einer niedrigen Sitzhöhe von 780 mm gibt sich die 749 R kompakt, aggressiv, bereit, in die Kurven einzutauchen. Die Doppelscheibenbremse vorn mit Radial-Bremssätteln erledigt ihre Arbeit, auch wenn die damalige Konkurrenz – eine ZX-7R oder eine GSX-R 750 – ein zugänglicheres Paket für den gemischten Straßen- und Streckeneinsatz bot.
Seien wir ehrlich: Die Ducati 749 R war nie ein vernünftiges Motorrad. Ihr Preis reservierte sie einer Handvoll wohlhabender Enthusiasten, und ihr Streckencharakter machte sie wenig alltagstauglich. Der 18,3-Liter-Tank sorgt für eine ordentliche Reichweite, doch Sitzposition und spitze Mechanik erinnern schnell daran, dass diese Maschine für Trackdays konzipiert wurde. Die 204 kg fahrfertig blieben für die damalige Zeit im Rahmen, und das Sechsgang-Getriebe mit Kettenantrieb stellt die Verbindung her zwischen den 260 km/h Höchstgeschwindigkeit und der chirurgischen Präzision des Fahrwerks. Heute eine gebrauchte Ducati 749 R zu finden, gleicht einer Schatzsuche: Nur wenige Exemplare haben überlebt, ohne auf der Rennstrecke gewesen zu sein, und die Preise steigen bei den Sammlern.
Zwischen der Ducati 749 R und den japanischen Sportlern von 2005 klafft ein Graben, der ebenso philosophischer wie technischer Natur ist. Auf der einen Seite die pure Effizienz und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Auf der anderen ein quasi handwerklicher Ansatz, edle Materialien und der Charakter eines italienischen Twins, der in den Drehzahlen anders singt. Die 749 R verkörpert, wie ihre große Schwester die 999 R, eine Vision des Sportmotorrads, bei der Leidenschaft vor Vernunft geht. Sie ist nicht für jeden gemacht, und genau das macht sie begehrenswert. Für den anspruchsvollen Rennstreckenfahrer, der etwas anderes als einen Reihenvierzylinder sucht, für den Sammler, der eine außergewöhnliche Mechanik zu erkennen weiß, bleibt die kleine Ducati R&S ein einzigartiges Objekt der Begierde – zwanzig Jahre nach ihrer Markteinführung.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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