Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1130 cc
- Leistung
- 95.0 ch @ 7500 tr/min (70.0 kW)
- Drehmoment
- 100.0 Nm @ 5750 tr/min
- Motortyp
- Two cylinder boxer, four-stroke
- Kühlung
- Oil & air
- Verdichtungsverhältnis
- 12:1
- Bohrung × Hub
- 101.0 x 70.5 mm (4.0 x 2.8 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- en tubes, moteur porteur, et bâti avant en alu
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Shaft drive (cardan) (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Telelever
- Hinterradaufhängung
- Central suspension strut
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 135 mm (5.3 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.20 bar
- Hinterreifen
- 170/60-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 830.00 mm
- Radstand
- 1473.00 mm
- Tankinhalt
- 23.00 L
- Gewicht
- 246.00 kg
- Trockengewicht
- 246.00 kg
- Neupreis
- 12 650 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an die BMW R 1150 RS? Überschattet von der RT, ihrer mit Ausstattung vollgepackten Reise-Cousine, verdient diese Sport-Touring-Maschine von 2002 dennoch einen genaueren Blick. Denn hinter ihrem dezenten Profil verbirgt sich eine BMW, die fast alles erfunden hat. Es war die RS-Baureihe, die den Telelever, den Paralever und den Vierventil-Boxermotor einführte. München spendierte ihr für diesen Jahrgang lediglich ein sorgfältiges Update: Hubraum auf 1130 cc angehoben, 95 PS bei 7500 U/min, 100 Nm Drehmoment bei 5750 U/min, Sechsganggetriebe, EVO-Bremsen, Hydraulikkupplung und 17-Zoll-Hinterrad. Die Unterverschalung gehört zum Serienumfang. Auf dem Datenblatt erfüllt die BMW R 1150 RS alle Anforderungen an schnelles und komfortables Reisen.

Im Sattel macht die Ergonomie den Unterschied. Das Windschild lässt sich per Stellrad einhändig in der Höhe verstellen, auch wenn der Windschutz auf Schulterhöhe noch Verbesserungspotenzial bietet. Das Hinterfederbein verfügt über eine eigene Einstellmöglichkeit, die ohne Werkzeug zugänglich ist, und die Sitzbank bietet drei Höhenpositionen um 830 mm. Diese typisch bayerische Anpassungsfähigkeit verwandelt die Maschine in ein Schweizer Taschenmesser. Ob man 1,70 m oder 1,85 m groß ist – man findet seinen Platz. Das Cockpit, vollständig und gut ablesbar, krankt an einem nüchternen Design, das nach deutscher Büroästhetik riecht. Aber man betrachtet keinen Tacho, man liest ihn ab. Und dieser erfüllt seine Funktion einwandfrei.
Auf der Straße entfaltet der Boxermotor seine Leistung mit einer beruhigenden Linearität. Kein Tritt in die Nieren, keine tote Zone: Der Motor schiebt gleichmäßig bis zur Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h. Der sechste Gang erweist sich auf der Autobahn als wertvoll, wo die Mechanik entspannt dreht. Auf kurvenreichen Landstraßen bleibt man besser im fünften Gang, um die Zwischenspurts zu genießen. Das Drehmoment ist großzügig, verlangt aber nach Drehzahl, wenn man das Motorrad zu zweit mit Gepäck belädt. Die 246 kg vollgetankt und der 23-Liter-Tank garantieren eine ernsthafte Reichweite zwischen zwei Stopps. Der Kardanantrieb, getreu der BMW-Tradition, befreit von jeglicher Kettenpflege. Für alle, die eine BMW R 1150 RS gebraucht suchen, ist das auf lange Sicht ein gewichtiges Argument.
Das Fahrwerk mit seinem Rohrrahmen mit tragendem Motor und dem Vorbau aus Aluminium bietet eine bemerkenswerte Stabilität. Der Telelever eliminiert das Eintauchen beim Bremsen, der Paralever hält die Fahrzeuglage beim Beschleunigen stabil. In engen Kurvenkombinationen zeigt sich die R 1150 RS für ihre Ausmaße erstaunlich agil, sofern man nicht gerade von einer Hornet 600 umsteigt. Man muss das besondere Verhalten der BMW-Vorderradführung akzeptieren, das auf den ersten Kilometern irritiert und dann zur zweiten Natur wird. Die EVO-Bremsen mit ABS flößen Vertrauen ein, auch wenn die Rückmeldung etwas gefiltert bleibt. Der Sozius profitiert von einer breiten Sitzbank und einem durchdacht platzierten Haltegriff, wird aber die kleinen Ruckler der Einspritz-Kennfeldabstimmung hinnehmen müssen – ein wiederkehrender Mangel dieser Generation, der in den BMW R 1150 RS-Foren ausführlich dokumentiert ist. Vibrationen bei hohen Drehzahlen vervollständigen dieses Bild kleiner Kritikpunkte.
Gegenüber einer sportlicheren Honda VFR 800 oder einer stärker ausgeprägten Triumph Sprint ST spielt die BMW R 1150 RS die Karte des gelassenen Grand Tourismo. Sie richtet sich an den erfahrenen Motorradfahrer, der 500 km am Tag abspult, ohne groß darüber nachzudenken, und der mechanische Zuverlässigkeit den rohen Fahrgefühlen vorzieht. Zum Preis von 12 650 Euro im Jahr 2002, also deutlich günstiger als die RT, stellte sie einen cleveren Einstieg in die BMW-Sport-Touring-Welt dar. Die Meinungen zur BMW R 1150 RS stimmen überein: Es ist eine liebenswerte, kompetente Maschine, vielleicht ein wenig zu brav. Sie wird das Herz nie so höherschlagen lassen wie ein italienischer V-Twin, aber sie bringt einen immer nach Hause. Und bei jedem Wetter.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en option
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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