Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1130 cc
- Leistung
- 125.0 ch @ 9000 tr/min (91.9 kW)
- Drehmoment
- 111.8 Nm @ 6750 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.9:1
- Bohrung × Hub
- 88 x 62 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tube d\'acier relié à des éléments de fonderie
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 115 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.30 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Tankinhalt
- 20.50 L
- Gewicht
- 240.00 kg
- Trockengewicht
- 205.00 kg
- Neupreis
- 12 660 €
Übersicht
Motorrad: Benelli 1130 TRE-K (2009)

Wenn Pesaro beschließt, abseits der ausgetretenen Pfade zu wandeln, entsteht etwas wie die TRE-K: ein Sport-Trail mit der DNA eines Supermotos, konstruiert um einen Dreizylinder von 1130 cm3, der aus der TNT stammt und für das Erobern von Pässen und nicht für Rennstrecken neu kalibriert wurde. Die Idee ist nicht neu, Yamaha hatte bereits mit dem TDM 900 dieses hybride Terrain erkundet, aber Benelli bringt eine Prise lateinischen Charakters ein, die schwer zu ignorieren ist.
Auf ihrer Doppelscheibenbremse vorne mit 320 mm, ihrer Upside-Down-Gabel mit 50 mm und ihrem Fachwerkträgerrahmen hat die Maschine ein markantes Aussehen. Der 20,5-Liter-Tank ist sorgfältig geformt, der Schwingarm zeigt eine schöne Verarbeitung, und die Gesamtlinie hält ihre Versprechen eines ungewöhnlichen Geräts. Die 205 kg Trockengewicht sind im Sattel schnell vergessen, die angegebene Sitzhöhe von 810 mm erscheint jedoch, sobald man beide Füße am Boden hat, etwas höher. Das ist kein Hindernis, aber man sollte es wissen. Auf den kurvenreichen Straßen der Adria-Küste erweist sich das Motorrad als lebhaft und wendig, weit entfernt von der imposanten Größe, die die technische Datenblatt vermuten lassen könnte.

Der Motor ist das schlagkräftige Argument. Dieser Dreizylinder liefert 125 PS bei 9000 U/min und vor allem 111,8 Nm Drehmoment bei 6750 U/min, mit einem Charakter, der schon bei mittleren Drehzahlen ausbricht. Er ist voll, dicht und bei jeder Gasöffnung zornig. Die Klangerzeugung nimmt einen besonderen Platz in der Erfahrung ein, tief und sinnlich, die Art von mechanischer Melodie, die allein den Eintrittspreis von 12.660 Euro rechtfertigt. Benelli hat die Abmappung im Vergleich zur TNT leicht abgeschwächt, zugunsten von Gefühlseindrücken im mittleren Drehzahlbereich, und bietet zwei wählbare Einspritzmodi vom Armaturenbrett aus. Der Unterschied zwischen den beiden Modi bleibt in der Praxis subtil, und ehrlich gesagt, der Motor setzt seine Persönlichkeit im Standardmodus so stark durch, dass die Frage nebensächlich ist. Einige Ruckler beim Gasgeben deuten jedoch darauf hin, dass die Einspritzung noch verfeinert werden könnte.

Es gibt dunkle Flecken, und sie verdienen es, klar benannt zu werden. Zu diesem Preis sind die Vibrationen der Kunststoffverkleidung und der Blase eine echte Enttäuschung: Der Tank scheint auf einer gummierten Isolierung zu schwimmen, das Vordereck schüttelt sich bei jeder kräftigen Beschleunigung. Es hält, aber das ist nicht das Finish-Niveau, das man für ein Motorrad dieser Preisklasse erwartet. Die Neutralwählvorrichtung erfordert eine chirurgische Präzision des linken Fußes, der Seitenständer muss sich erst verdienen, und die dreieckigen Rückspiegel sind eher ein dekoratives Zubehör als ein Sicherheitswerkzeug. Die serienmäßigen Mixed-Terrain-Reifen sind ein weiteres ernstes Manko: mehrmals in den italienischen Kurven begann der Hinterreifen zu schleudern. Ein schneller Austausch gegen Sportgummi, der für die Straße geeignet ist, ist unerlässlich, wenn man die 125 PS ohne ständigen Stress ausschöpfen will.
Die Bremsen hingegen stoppen das Motorrad mit Überzeugung. Die beiden 320-mm-Scheiben vorne greifen stark zu, vielleicht etwas zu abrupt für einen vielseitigen Einsatz. Die Hinterradbremse blockiert das Rad schnell, aber ohne Sturz zu verursachen, das Motorrad bleibt gesund. Im Grunde lügt die TRE-K nicht über ihre Natur. Es ist kein Tourenmotorrad, der feste Sitz und die straffe Federung bestätigen dies nach hundert Kilometern. Es ist auch kein Allround-Trail wie der Varadero. Es ist ein Gerät für Fahrer, die in einer etwas praktischeren Silhouette das bissige Gefühl eines großen Roadsters wiederfinden wollen, mit ausreichend Federweg, um Unebenheiten zu bewältigen, ohne alles zu spüren. Die Zielgruppe ist präzise: ein Liebhaber schöner Mechanik, der sich auf kurvenreichen Straßen wohlfühlt und keinen Topcase braucht, um glücklich zu sein. Für ihn lohnt sich der dreizylindrige Benelli, einschließlich der Verarbeitungsmängel, durchaus.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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