Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 659 cc
- Leistung
- 95.0 ch @ 10500 tr/min (69.9 kW)
- Drehmoment
- 67.0 Nm @ 8500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en ligne, 4 temps
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 13.5:1
- Bohrung × Hub
- 81.0 x 63.9 mm (3.2 x 2.5 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Airbox with head-on intake. 2 x 48 mm throttle body, Ride-by-wire engine management
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Aluminium dual beam with removable tail section
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Multi plate wet clutch with slipper system
- Vorderradaufhängung
- Kayaba Ø 41 mm USD with top out spring
- Hinterradaufhängung
- Asymmetrical aluminium rear arm. Rear shock absorber with top-out spring. Adjustable preload and rebound.
- Federweg vorne
- 110 mm (4.3 inches)
- Federweg hinten
- 130 mm (5.1 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. Brembo four-piston. ABS.
- Hinterradbremse
- Single disc. Brembo. ABS.
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Radstand
- 1370.00 mm
- Länge
- 1995.00 mm
- Breite
- 805.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Gewicht
- 183.00 kg
Übersicht
Motorrad: Aprilia Tuono 660 (2025)

Als Noale das Aprilia Tuono 660 Konzept Ende 2019 vorstellte, wagte kaum jemand zu erahnen, dass die Serienversion so ausgereift sein würde. Doch die Rezeptur war offensichtlich: den Reihenzweizylinder der RS 660 nehmen, fünf Pferde abziehen, um bei 10.500 U/min 95 PS zu erreichen, einen Lenker anstelle von Clip-ons montieren und das Biest auf die Straßen lassen. Einfach auf dem Papier. Furchteinflößend in der Realität.
Was zuerst auffällt, ist die visuelle Dichte des Motorrads. Man erwartete einen reduzierten Roadster, stattdessen entdeckt man einen Streetfighter, der seine Verwandtschaft mit der RS voll und ganz auslebt. Die Triple-Optik vorne verleiht ein aggressives Gesicht, das nur wenige Konkurrenten in diesem Format beanspruchen können. Die integrierten Winglets sind nicht nur zur Dekoration da; sie tragen zur aerodynamischen Steuerung bei, ein Detail, das daran erinnert, dass die Aprilia Tuono 660 aus einer Abstammungslinie stammt, bei der die Rennstrecke nie weit entfernt ist. Der Sozius wird es hingegen weniger schätzen: der hintere Bereich bevorzugt eindeutig die Linie gegenüber dem Komfort, ohne Umschweife.
Der Motor ist das zentrale Thema der Aprilia Tuono 660 technischen Daten und erfordert eine genauere Betrachtung. Dieser 659-ccm-Zweizylinder mit 270-Grad-Kurbelwelle entwickelt 67 Nm Drehmoment bei 8.500 U/min, genau wie die RS 660. Aprilia hat den geringen Leistungsverlust durch Verkürzung der Übersetzung ausgeglichen, um die Beschleunigung zu verdichten. Das Ergebnis ist, dass MT-07 oder Z 650 Modelle mit vergleichbarer Hubraumzahl um die 73 PS plafonieren, während der Zweizylinder aus Noale 95 PS mit einer Kompression von 13,5 zu 1, einem Bohrungsdurchmesser von 81 mm und einem Hub von 63,9 mm aufweist. Das ist eine Architektur, die in einer anderen Kategorie spielt, und das merkt man. Die in der A2-Klasse begrenzten Aprilia Tuono 660 Modelle sind perfekt geeignet, ohne komplexe Modifikationen erforderlich zu sein, was die Zielgruppe erheblich erweitert.
Die Preisgestaltung bei 10.599 Euro ist der Punkt, der diskutiert werden muss. Zu diesem Preis spielt man nicht mehr in der Liga der SV 650 oder 660 Trident; man greift direkt die Street Triple und andere Roadster mit 800 bis 900 ccm an. Der Motor der Tuono erreicht nicht die rohe Leistung dieser höheren Hubraumzahl, und das Drehmoment liegt unter dem, was die Referenzen des Segments ausgeben. Aprilia setzt stattdessen auf etwas anderes: das Chassis. Das Perimeter-Alurahmen übernimmt die gleiche Basis wie die RS, mit einem fahrbereiten Gewicht von 183 kg, neu kalibrierten Federungen für den Straßeneinsatz und einer Lenkgeometrie, die an die aufrechte Sitzposition angepasst ist. Wenn der Aprilia Tuono 660 Test das bestätigt, was die technischen Daten vermuten lassen, sollte das Fahrwerk die wahre Überzeugungskraft gegenüber den englischen Konkurrenten sein.
Die an Bord befindliche Elektronik ist für dieses Segment großzügig: Ride-by-Wire, ABS, Traktionskontrolle mit mehreren Stufen, Wheelie-Kontrolle, Tempomat und fünf Fahrmodi, davon zwei für die Rennstrecke. Ein TFT-Color-Display vervollständigt eine Ausstattung, die nur wenige Maschinen zu diesem Preis aufweisen können. Für Optionen wie den Quickshifter, das IMU mit Cornering-ABS oder die adaptiven Scheinwerfer muss man den Aprilia Tuono 660 Zubehörkatalog öffnen. Das ist kein Mangel an sich, sondern eine Marketingstrategie, die die Basisversion zugänglich hält, mit einem klaren Spielraum für die Personalisierung für diejenigen, die die Maschine in Richtung der Factory-Version treiben wollen. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h positioniert das Fahrzeug eindeutig zwischen zwei Welten, schnell genug, um zu beeindrucken, aber nicht schnell genug, um den Titel des Segmentskönigs zu beanspruchen. Das ist genau das, was seinen Charme und seine Grenze ausmacht.
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