Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 139.0 ch @ 9500 tr/min (99.8 kW)
- Drehmoment
- 107.0 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Oil & air
- Verdichtungsverhältnis
- 11.8:1
- Bohrung × Hub
- 97.0 x 67.5 mm (3.8 x 2.7 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Integrated electronic engine management system. Indirect multi-point electronic fuel injection. 57 mm diameter throttle bodies. 10.3 litre airbox with Air Runner ram air intake.
- Schmierung
- Dry sump with separate oil reservoir.
- Zündung
- Digital electronic ignition, integrated with the fuel injection system. One spark plug per cylinder.
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Box section sloping twin-spar frame in aluminium alloy.
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Multiple disc in oil bath with patented PPC power-assisted hydraulic control.
- Vorderradaufhängung
- Öhlins Racing 43 mm upside-down fork with adjustment for spring preload, compression and rebound damping. 120 mm wheel travel.
- Hinterradaufhängung
- Aluminium alloy double member swingarm. APS (Aprilia Progressive System) rising rate linkages.
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-17.
- Vorderreifendruck
- 2.53 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.83 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Radstand
- 1410.00 mm
- Länge
- 2025.00 mm
- Breite
- 830.00 mm
- Höhe
- 1100.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Trockengewicht
- 181.00 kg
- Neupreis
- 14 589 €
Übersicht
Glaubst du, ein italienischer Roadster könne nur ein sanfter V-Twin für Sonntagsausflüge sein? Lass mich dir den Aprilia Tuono 1000 R FACTORY von 2008 vorstellen, eine Maschine, die diese Idee endgültig widerlegt hat. Stell dir das Prinzip des Ducati Monster S4RS vor, aber mit der fast militärischen Präzision von Noale umgesetzt. Man nimmt das Herzstück eines RSV-R Factory, entfernt die Verkleidung und behält nur die wesentliche Struktur: das Twin-Spar-Aluminiumchassis, den 60°-V2-Motor aus Magnesium, und fügt eine Dosis Öhlins-Wahnsinn und Carbon hinzu. Das Ergebnis ist ein Roadster, der nicht nur eine Show abzieht, sondern Krieg will.

Die Transformation von der Standard-Tuono zur Factory ist radikal. Die Showa- und Sachs-Federungen werden durch ein komplettes Öhlins Racing Kit ersetzt, einschließlich der Upside-Down-Gabel 43 mm und des APS-Systems. Der Motor, bereits kraftvoll, erhält ein kleines Facelifting. Mit 139 PS bei 9500 U/min und 107 Nm Drehmoment bei 8000 U/min gewinnt er einige Watt und eine aggressivere Mapping, dank unter anderem größerer Auslassventile. Aber die eigentliche Arbeit betrifft die Masse. Die geschmiedeten OZ-Felgen, die Carbon-Schutzplatten am Motorschutz, die Verkleidungen, der Kotflügel – alles ist optimiert, um ein Trockengewicht von 181 kg zu erreichen. Für einen Zweizylinder mit 997 cm³ ist das ein Versprechen unmittelbarer Agilität.
Ästhetisch gesehen nimmt der Tuono 1000 R FACTORY 2008 eine weniger grelle Sprache an als seine Vorgänger. Weiß und Rot bleiben erhalten, werden aber durch die allgegenwärtige Goldfarbe von Öhlins und das Schwarz des Carbon gemildert. Es ist kein dekoratives Motorrad, sondern ein Werkzeug. Mit einem 18-Liter-Tank, einem Sitz bei 810 mm und einem Radstand von 1410 mm behält er eine Roadster-Ergonomie, aber sein Verhalten ist das eines in Sportkleidung gehüllten Sportlers. Die Version von 2005 startete das Konzept, die 2007 verfeinerte es, und dieses 2008-Modell, mit einem Preis von 14589 Euro, stellt den Höhepunkt vor den Weiterentwicklungen des Tuono 1000 R FACTORY 2010 dar.
Im Vergleich zu einem Ducati S4RS oder einem KTM Super Duke der damaligen Zeit zeichnet sich der Tuono Factory durch sein Gleichgewicht aus. Die Bremsleistung mit ihren doppelten Scheiben ist direkt, aber die Magie wirkt vor allem in der Verbindung zwischen dem kraftvollen V2 und dem hyperpräzisen Chassis. Es ist ein Motorrad für den Streckenrennfahrer, der den Full-Fairing ablehnt, für den Tourenfahrer, der rohe Empfindungen will, oder für den mutigen Stadtbewohner, der katastrophale Beschleunigungen liebt. Es ist nicht perfekt, es kann einschüchternd sein, und sein Charakter erfordert eine feste Hand. Aber wenn es zum Leben erwacht, bietet es ein Gefühl der totalen Kontrolle, eine mechanische Aggressivität, die die meisten anderen Roadster dieser Hubraumklasse fast zivilisiert erscheinen lässt. Aprilia hat hier bewiesen, dass ein Superbike-Derivat mehr als ein Kompromiss sein kann, es kann pure Verrücktheit sein.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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