Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1199 cc
- Leistung
- 112.0 ch @ 7250 tr/min (82.4 kW)
- Drehmoment
- 116.7 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11 : 1
- Bohrung × Hub
- 98 x 79.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Structure en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 190 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 190 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques en pétale Ø 310 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque en pétale Ø 282 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 110/80-19
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 150/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 845.00 mm
- Tankinhalt
- 23.00 L
- Gewicht
- 257.00 kg
- Neupreis
- 12 999 €
Übersicht
Motorrad: Yamaha XT1200Z (2020)

Als Yamaha 2010 die erste XTZ 1200 Super Ténéré auf den Markt brachte, blickte die Konkurrenz mit gewisser Ehrfurcht. Ein 1199 cm³-Parallel-Twin, der um 270 Grad versetzt ist, ein robuster Stahlrahmen, Elektronik, die von der R1 übernommen wurde. Die Marke mit dem Dreizack setzte ein starkes Zeichen. Zehn Jahre später existiert die Yamaha XT1200Z Super Ténéré weiterhin im Katalog, verfeinert statt revolutioniert, und genau da liegt ein kleines Problem.
Der Motor verdient es, genauer betrachtet zu werden. Die 112 Pferde, die bei 7250 U/min anliegen, lassen auf dem Papier keine Massen erzittern, aber die 116,7 Nm Drehmoment, die ab 6000 U/min verfügbar sind, erzählen eine andere Geschichte auf der Straße. Yamaha hat auf Sanftmut statt auf reine Zahlen gesetzt: neue Nockenwelle, überarbeitete Kolbenringe, verbreiterte Ansaug- und Abgasanlage. Das Ergebnis ist ein Twin, der sich ruckelfrei in der Stadt und in Bergserpentinen fahren lässt, ohne schlechtes Temperament. Der D-Mode bietet zwei Kennlinien, eine auf komfortables Fahren in der Stadt ausgerichtet, die andere lebhafter, und die Traktionskontrolle mit drei Stufen entlehnt direkt aus den Prototypen. Für einen Trail-GT mit einem Preis von 12.999 Euro ist dieses Ausstattungsniveau elektronischer Helfer vollkommen schlüssig.
Wo die Super Ténéré ihre ehrgeizigen Ambitionen als Grand-Touring-Motorrad offenlegt, ist in ihren Design-Details. Der Sitz ist zwischen 845 und 870 mm einstellbar, eine Höhe, die die kleineren Fahrer ausschließt, aber eine luftige Position, stehend oder sitzend, garantiert. Die Windschutzscheibe ist manuell in vier Positionen verstellbar, der 23-Liter-Tank bietet eine ausreichende Reichweite, um Kilometer zu absolvieren, ohne Stress, und die 12-V-Buchse unterstreicht, dass an lange Etappen gedacht wurde. Das gekoppelte ABS steuert intelligent die Bremskraftverteilung, je nachdem, ob die Vorder- oder Hinterradbremse betätigt wird, was auf Asphalt für Sicherheit sorgt, ohne leichte Offroad-Einsätze zu behindern. Die Drahtspeichenräder, das Aluminium-Motorschutzgitter und die seitlich geschützten Kühler signalisieren, dass an holprige Wege ebenso gedacht wurde wie an Autobahnen.
Das Problem ist das Gewicht. 257 kg vollgetankt, das ist eine Realität, die man nicht diskutiert, sondern erträgt. Die BMW R 1200 GS wiegt rund 228 kg; die KTM 1090 Adventure liegt unter 220 kg. Dreißig Kilogramm Unterschied sind in der ersten Manöver in einem engen Parkplatz spürbar, und noch mehr, wenn man sich ernsthaft vom Asphalt entfernen möchte. Der Stahlrahmen, solide und beruhigend, um Stöße zu absorbieren, trägt zu dieser Masse bei. Die Kardanantriebsbereiterung reduziert den Wartungsaufwand, vermittelt aber nicht die gleichen Gefühle wie das Paralever der GS. Das sind bewusste Entscheidungen, keine Konstruktionsfehler, aber Entscheidungen, die das Profil des angestrebten Fahrers klar definieren.
Die Yamaha XT1200Z Super Ténéré richtet sich in erster Linie an erfahrene Tourenfahrer, die tausende Kilometer in Europa mit einer zuverlässigen, gut ausgestatteten Maschine zurücklegen möchten, die in der Lage ist, ein paar Spurabweichungen ohne Murren zu verkraften. Sie ist weder ein Dünenkönig noch eine Maschine für Rennfahrer, die auf der Suche nach purem Fahrspaß sind. Im Vergleich zur GS, die dieses Segment seit Jahren dominiert, und zur KTM, die in Richtung rohes Abenteuer tendiert, nimmt die Yamaha XT1200Z eine kohärente Mittelposition ein: weniger technologisch steril als die Bayerin, weniger spartanisch als die Österreicherin. Für 12.999 Euro ist dies ein solides Angebot, gestützt von einem Motor mit echtem Charakter und einer durchdachten elektronischen Ausstattung. Yamaha hat nicht alles auf die Innovation gesetzt, und das ist wahrscheinlich die klügste Entscheidung für eine Maschine, die vor allem auf Langlebigkeit ausgelegt ist.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS + combiné
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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