Schlüsselleistung
Technische Daten
Keine Unterschiede zwischen diesen beiden Baujahren.
Motor
- Hubraum
- 689 cc
- Leistung
- 73.0 ch @ 8750 tr/min (53.7 kW)
- Drehmoment
- 66.7 Nm @ 6500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 80 x 68.6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- type Diamant en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléscopique Ø 41 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 298 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 805.00 mm
- Tankinhalt
- 14.00 L
- Gewicht
- 184.00 kg
- Neupreis
- 7 999 €
Übersicht
Wer kann von sich behaupten, fast ein Jahrzehnt lang unangefochten über das Segment der Mittelklasse-Roadster geherrscht zu haben? Die Yamaha MT-07 700, unangefochtene Verkaufskönigin in Frankreich, sieht ihren Thron dennoch wanken. Die Honda Hornet 750 rückt mit handfesten Argumenten an, die Triumph Trident 660 knabbert an Marktanteilen, und selbst die Kawasaki Z 650 lauert im Schatten. Für den Jahrgang 2024 hat Yamaha auf die Strategie des gezielten Facelifts statt auf Revolution gesetzt. Eine kalkulierte Wette zwischen ästhetischer Kühnheit und mechanischer Besonnenheit.

Stilistisch spielt die MT-07 die Karte der kompromisslosen Aggressivität aus. Ihre einäugige Front, Markenzeichen der „Masters of Torque"-Familie, will nicht verführen, sondern einschüchtern. Eine Y-förmige Lichtgrafik rahmt den LED-Hauptscheinwerfer ein, während Blinker und Rücklicht ebenfalls auf LED umgestellt wurden. Der Tank wurde neu gestaltet, die Kühlerverkleidungen überarbeitet, und Yamaha hat Hebel, Fußrasten und Gabelrohre in mattem Schwarz versenkt. Das Ergebnis spaltet die Meinungen, hat aber den Vorzug, mit nichts anderem vergleichbar zu sein. Das Heck hingegen wurde keinen Millimeter verändert. Man hätte sich hier etwas mehr Ehrgeiz gewünscht.
Unter der Verkleidung behält der CP2-Zweizylinder mit 689 ccm seinen verspielten Charakter. Die Umstellung auf Euro5 forderte ihren Tribut: neuer Auspuff, Neukalibrierung der Einspritzung, überarbeitete Ansaugkanäle. Die Leistung der Yamaha MT-07 700 liegt nun bei 73 PS bei 8.750 U/min, mit einem Drehmoment von 66,7 Nm bei 6.500 U/min. Ein marginaler Verlust gegenüber den Vorgängergenerationen, auf der Straße nicht spürbar. Das Gewicht vollgetankt steigt auf 184 kg, also zwei Kilo mehr, ohne nennenswerte Auswirkungen auf die Dynamik. Dieser Twin bleibt ein ausdrucksstarker Motor, der schon ab dem ersten Kreisverkehr Lust macht, die Gänge des Sechsganggetriebes auszudrehen. Der Durchschnittsverbrauch der Yamaha MT-07 700 Phase 2 war bereits moderat, und diese Version dürfte mit ihrem 14-Liter-Tank daran nichts ändern.

Der echte Fortschritt findet sich im Cockpit. Das 5-Zoll-Farb-TFT-Display ersetzt endlich das alte LCD und bietet zwei Anzeigemodi, Street oder Touring, mit Smartphone-Konnektivität über die MyRide-App. Telemetrie, Strecken, Schräglagenwinkel: Datenfreunde kommen auf ihre Kosten. Wer allerdings auf eine Upside-Down-Gabel oder einstellbare Federelemente gehofft hat, muss sich weiter gedulden. Die 41-mm-Telegabel und das hintere Federbein, beide mit 130 mm Federweg, bleiben Basiskomponenten, die bei höherem Tempo ihre Grenzen zeigen. Der Diamantrahmen aus Stahlrohren wird unverändert übernommen, anders als bei der MT-09, die eine komplette Überarbeitung erfahren hat. Einzig die Bremsanlage legt zu: 298-mm-Scheiben ersetzen die alten 282-mm-Wellenbremsscheiben, gegriffen von Vierkolben-Sätteln, und die Bereifung mit Michelin Road 5 flößt mehr Vertrauen ein als die bisherigen Bridgestone. Der um 32 mm verbreiterte Lenker verbessert die Hebelwirkung und macht das Motorrad bei Richtungswechseln noch agiler. Mit einer Sitzhöhe von 805 mm bleibt sie für die meisten Körpergrößen zugänglich.

Der Preis einer Yamaha MT-07 700 2024 liegt bei 7.999 Euro in Frankreich – ein Tarif, der im Vergleich zu den ersten Generationen spürbar nach oben geklettert ist. Wenn man sich an den Preis einer Yamaha MT-07 700 von 2015 oder 2016 erinnert, ist der Unterschied beträchtlich. Die Hornet 750, leistungsstärker und bei den Federungselementen besser ausgestattet, bewegt sich im selben Preisbereich und setzt die Japanerin unter nie dagewesenen Druck. Dennoch bewahrt die MT-07 einen Trumpf, den Zahlen nicht wiedergeben können: dieses unmittelbare Fahrvergnügen, diese Lust, am Kurvenausgang das Vorderrad zu lupfen, diese Leichtigkeit, die sich vom ersten Meter an am Lenker einstellt. Sie bleibt ein perfekter Einstieg für den A2-Führerschein, ein unerbittliches Stadt-Spielzeug und eine Tourenbegleiterin, die auf 190 km/h Spitze kommt, wenn die Straße sich öffnet. Yamaha hat sein Goldesel nicht neu erfunden. Es wurde lediglich aufgehübscht, vernetzt und leicht geschärft. Reicht das, um die Spitzenposition zu halten? Die Antwort wird sich in den Verkaufsräumen entscheiden.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Taille de l'écran TFT couleur : 12,70 cm / 5 pouces
- Jantes aluminium
- Indicateur de vitesse engagée
- Bluetooth
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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