Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 143.0 ch @ 10000 tr/min (104.5 kW)
- Drehmoment
- 106.0 Nm @ 7500 tr/min
- Motortyp
- In-line four, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 11.8:1
- Bohrung × Hub
- 74.0 x 58.0 mm (2.9 x 2.3 inches)
- Ventile/Zylinder
- 5
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Carburettor. 4 x 37mm Mikuni CV Side draft
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Schmierung
- Wet sump
- Zündung
- Digital TCI
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Steel, double cradle
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet, multiple discs, cable operated
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork, 43mm tubes
- Hinterradaufhängung
- Link-type swingarm
- Federweg vorne
- 140 mm (5.5 inches)
- Federweg hinten
- 135 mm (5.3 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. Four-piston calipers.
- Hinterradbremse
- Single disc. Two-piston calipers.
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.70 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 825.00 mm
- Radstand
- 1397.00 mm
- Bodenfreiheit
- 140.00 mm
- Länge
- 2125.00 mm
- Tankinhalt
- 21.00 L
- Gewicht
- 230.00 kg
- Trockengewicht
- 208.00 kg
- Neupreis
- 9 290 €
Übersicht
Was erhält man, wenn man den Vierzylinder einer R1 in einen vielseitigen Tourenrahmen verpflanzt? Die Yamaha FZS 1000 Fazer, ganz einfach. Jahrgang 2003, greift dieses Naked Bike das Erfolgsrezept der 600 Fazer auf und injiziert eine deutlich ernsthaftere Dosis Pferdestärken. Der 998-cc-Reihenmotor mit vier Ventilen pro Zylinder plus einem Einlassventil (fünf insgesamt, damaliges Yamaha-Markenzeichen) entwickelt 143 PS bei 10.000 U/min und 106 Nm Drehmoment bei 7.500 U/min. Zahlen, die diese FZS 1000 Fazer in die obere Liga der Roadster Anfang der 2000er Jahre einordnen, gegenüber der Suzuki Bandit 1200 S und anderen wie der Kawasaki Z1000.

Der Motor ist dennoch kein unkontrollierbares Monster. Die Ingenieure aus Iwata haben die Ansaugung überarbeitet, bestimmte Magnesiumbauteile durch Aluminium ersetzt, die Kurbelwelle schwerer gemacht und die Übersetzung angepasst, um das Temperament des Triebwerks zu zivilisieren. Die Leistungskurve gewinnt an Geschmeidigkeit, was sie an Brutalität verliert. Unterhalb von 3.500 U/min zeigt sich der Vierzylinder zahm, fast träge. Jenseits dieser Schwelle setzt der Schub deutlich ein, und oberhalb von 5.000 Touren wird der Durchzug wirklich überzeugend. Die Yamaha FZS 1000 Fazer 2003 beansprucht eine Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h, was das Leistungsniveau klar einordnet. Beim Verbrauch ist mit etwa 5,5 Litern auf 100 km zu rechnen, ein vertretbarer Appetit für einen Liter-Motor dieser Epoche, zumal der 21-Liter-Tank eine ordentliche Reichweite ermöglicht.
Der stabile und vertrauenerweckende Doppelschleifen-Stahlrahmen beherbergt eine 43-mm-Teleskopgabel und ein umlenkergestütztes Zentralfederbein, beides einstellbar. Das Fahrwerk-Federungs-Paket flößt sofort Vertrauen ein. Die Sitzposition, leicht nach vorne geneigt, bietet einen guten Kompromiss zwischen Dynamik und Entspannung. Mit 230 kg fahrfertig und einer Sitzhöhe von 825 mm bleibt die Maschine für die meisten Staturen zugänglich. Die Bremsanlage übernimmt das Prinzip der R1 mit einer Doppelscheibenanlage vorne, gegriffen von Vierkolben-Sätteln. Das ist effektiv, gut dosierbar und für das Gewicht der Maschine großzügig dimensioniert. Für diejenigen, die ein zusätzliches Maß an Sicherheit suchen, steht auch die Version Yamaha FZS 1000 Fazer ABS im Programm.
Bleibt die Frage des Langstreckenkomforts, und hier liegt der Hase im Pfeffer. Die straffe Sitzbank ermüdet das Gesäß auf langen Etappen. Die optisch gelungene Scheibe schützt kaum vor Wind. Der recht breite Tank spreizt die Oberschenkel und kann auf der Autobahn störend werden. Wiederkehrende Schwächen der FZS, die von den Besitzern oft durch eine hohe Scheibe und eine Gel-Sitzbank aus dem Zubehör behoben werden. Die Wartung der Yamaha FZS 1000 Fazer bleibt im Yamaha-Standard: Kettensteuerung, bewährte Mechanik, keine Überraschungen zu erwarten. Die Verarbeitung hingegen verrät eine gewisse Sparsamkeit. Man spürt, dass das Entwicklungsbudget auf Motor und Fahrwerk konzentriert wurde, während der Rest etwas auf der Strecke blieb.
An wen richtet sich diese Maschine, die 2003 für 9.290 Euro angeboten wurde? An den Motorradfahrer, der Charakter will, ohne die Vielseitigkeit zu opfern. Derjenige, der morgens Strecke fährt, am Wochenende seine Freundin mitnimmt und sich sonntags ein paar enge Kurven mit Freunden gönnt. Das Datenblatt der Yamaha FZS 1000 Fazer spricht für sich: ein motorisiertes Schweizer Taschenmesser, nicht das schärfste in jedem einzelnen Bereich, aber insgesamt beeindruckend effektiv. Gegenüber einer touristischeren Fazer GT oder einer später erschienenen Konkurrentin wie der Honda CB1000R bleibt sie ein sicherer Wert auf dem Gebrauchtmarkt. Die Meinungen zur Yamaha FZS 1000 Fazer laufen alle auf dasselbe Fazit hinaus: ein kaum zu schlagendes Preis-Spaß-Leistungs-Verhältnis für einen Roadster dieser Hubraumklasse.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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