Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 143.0 ch @ 10000 tr/min (105.2 kW)
- Drehmoment
- 105.9 Nm @ 7500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.4:1
- Bohrung × Hub
- 74 x 58 mm
- Ventile/Zylinder
- 5
- Nockenwellen
- 2 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 140 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 135 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 298 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 267 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.70 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Tankinhalt
- 21.00 L
- Gewicht
- 236.00 kg
- Trockengewicht
- 208.00 kg
- Neupreis
- 9 290 €
Übersicht
Was erhält man, wenn man den Vierzylinder einer R1 in ein alltagstaugliches Chassis verpflanzt? Die Yamaha FZS 1000 Fazer, ganz einfach. Seit 2001 im Handel und auch 2005 noch im Programm, greift dieser sportliche Tourer ein Rezept auf, das die kleine Fazer 600 bereits mit Bravour bestätigt hatte. Nur dass hier der Regler der Emotionen eine Stufe höher gedreht wird. Mit 998 cm3, 143 PS bei 10 000 U/min und 105,9 Nm Drehmoment bei 7 500 Touren spricht das Datenblatt der Yamaha FZS 1000 Fazer von 2005 für sich. Von einem kleinen Stadt-Roadster ist man hier weit entfernt.

Der von der R1 übernommene Reihenvierzylinder wurde einer Zivilisierungskur unterzogen, um sich an den Straßeneinsatz anzupassen. Umgestaltete Einlasskanäle, schwerere Kurbelwelle, modifizierte Kupplung und Übersetzung: Yamaha hat das explosive Temperament des Rennstrecken-Triebwerks bewusst gezähmt, um es alltagstauglich zu machen. Das Ergebnis spürt man ab den ersten Metern. Die Gasannahme im unteren Drehzahlbereich bleibt spontan, der Schub setzt ab 3 500 U/min deutlich ein und wird oberhalb von 5 000 richtig kräftig. Der Verbrauch der Yamaha FZS 1000 Fazer bleibt für ein Motorrad dieser Klasse vernünftig, sofern man den roten Bereich nicht zu oft reizt. Auf der Autobahn ermöglicht der 21-Liter-Tank ausgedehnte Etappen ohne Tankstopp. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h erinnert daran, dass das Potenzial alles andere als symbolisch ist.
Beim Fahrwerk erledigt der Stahlrohr-Doppelschleifenrahmen seine Arbeit mit beruhigender Präzision. Die hydraulische Telegabel mit 43 mm und das hintere Zentralfederbein, beide einstellbar, bieten einen Kompromiss aus Fahrstabilität und Komfort, der die Fazer eine Stufe über viele Konkurrentinnen jener Zeit stellt – allen voran die Suzuki Bandit 1200 S. Die Bremsanlage basiert auf der R1 mit zwei vorderen 298-mm-Scheiben und Vierkolben-Bremszangen. Ehrlich gesagt gibt es an diesem Punkt nichts auszusetzen. Die Handlichkeit überrascht für eine Maschine mit 236 kg fahrfertig; die leicht nach vorne geneigte Sitzposition bringt den Fahrer in einen durchdachten Sport-Touring-Kompromiss mit einer Sitzhöhe von 810 mm. Für alle, die etwas mehr Sicherheit suchen, gibt es die Yamaha FZS 1000 Fazer auch mit ABS – angesichts des verfügbaren Drehmoments eine kluge Wahl.
Dennoch ist nicht alles rosig an dieser Fazer. Die straffe Sitzbank wird zum Kritikpunkt, sobald die Tour die Zwei-Stunden-Marke überschreitet. Die Scheibe spielt nur eine Statistenrolle: hübsch anzusehen, aber gegen Wind wirkungslos. Der etwas breite Tank spreizt die Oberschenkel und wird auf langen Strecken störend. Und dann ist da die Verarbeitung, ordentlich, aber nicht mehr, die ein knappes Budget verrät, nachdem der Motor eingebaut war. Man spürt, dass die Ingenieure alles in die Mechanik gesteckt und beim Rest gespart haben. Das Sechsgang-Getriebe mit Kettenantrieb funktioniert in bester Yamaha-Tradition: zuverlässig, aber nicht das geschmeidigste am Markt. Die Wartung der Yamaha FZS 1000 Fazer bleibt dennoch zugänglich und gut dokumentiert, was zählt, wenn man ein Motorrad kauft, das zum Vielfahren gedacht ist.
An wen richtet sie sich? An den Motorradfahrer, der einen großzügigen Vierzylinder ohne die Zwänge einer reinrassigen Sportmaschine sucht, der eine Maschine will, die unter der Woche in der Stadt und am Wochenende auf Ausfahrten gleichermaßen überzeugt. Wer heute eine Yamaha FZS 1000 Fazer kaufen möchte, zahlt deutlich weniger als die damaligen 9 290 Euro Neupreis. Die Meinungen zur Yamaha FZS 1000 Fazer laufen alle auf dasselbe Fazit hinaus: ein beeindruckendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Gegenüber der Yamaha FZS 1000 Fazer GT, die später mit Koffern kam, bleibt der Jahrgang 2005 die ausgewogenste Version zwischen sportlichem Charakter und Alltagstauglichkeit. Eine ehrliche Maschine, die beim Wesentlichen nicht mogelt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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