Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 600 cc
- Leistung
- 98.0 ch @ 12000 tr/min (72.1 kW)
- Drehmoment
- 62.8 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.2 : 1
- Bohrung × Hub
- 65,5 x 44,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- en alu coulé sous pression
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 298 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 795.00 mm
- Tankinhalt
- 19.40 L
- Trockengewicht
- 180.00 kg
- Neupreis
- 6 860 €
Übersicht
Motorcycle: Yamaha FZ 6 (2006)

Wir befinden uns also in den 2000er Jahren, als der Asphalt von wütenden Vierzylindern in Zivilkleidung summte. In diesem Durcheinander, in dem die Suzuki SV und die Honda Hornet um die Gunst des anspruchsvollen Neulinges wetteiferten, platzierte Yamaha einen Joker mit einem massiven Argument: das Herz einer R6. Die FZ6 und ihre verkleidete Variante, die Fazer, waren nicht einfach nur ein weiterer Roadster. Es war ein Versprechen, die Raserei einer Hypersportive mit 130 Pferdestärken in einem urbanen und zugänglichen Rahmen unterzubringen. Mit 98 Pferdestärken bei 12000 U/min und einem Drehmoment von 62,8 Nm bei 10000 U/min kündigten die Zahlen deutlich an: es würde ein Spiel mit dem Drehzahlmesser erfordern.
Und genau das ist das eigentliche Wesen dieses Yamaha FZ 6. Sein Block, entliehen der damaligen R6, aber durch Einspritzung gemildert, bleibt ein Hochtourenmotor. Im unteren Drehzahlbereich ist er kultiviert, fast zu brav. Man spürt eine gewisse Geschmeidigkeit mehr als bei der reinen Streckenmaschine, aber man sollte sich keine Illusionen machen: die wahre Show beginnt über 8000 U/min. In diesem Moment erwacht der Vierzylinder in einem trockenen Kreischen und katapultiert die 180 kg Leergewicht mit einer Vehemenz, die ihrem Look als nette Tourer widerspricht. Das Getriebe, ein präzises Sechsganggetriebe, ist dafür ausgelegt, diesen schmalen Drehzahlbereich auszunutzen, in dem die Leistung explodiert. Für den täglichen Gebrauch erfordert dies eine gewisse Disziplin des Handgelenks; für das Fahrvergnügen auf kurvenreichen Straßen ist es eine reine Belohnung.
Ein weiteres großes Plus der Fazer ist ihr Fahrwerk. Das im Druckguss gefertigte Aluminiumchassis ist ein schönes Stück, das eine Steifigkeit bietet, die sofort Vertrauen inspiriert. Die 43-mm-Gabel und der Monoschwingarm mit seinen 130 mm Federweg sind für den durchschnittlichen Roadster mehr als ausreichend. Sie schlucken Unebenheiten ohne Drama und zeigen sich kooperativ, wenn das Tempo zunimmt. Die Bremsanlage mit ihren zwei 298-mm-Vorderbremsen und Vierkolben-Sätteln ist direkt und kraftvoll, würdig der sportlichen Wurzeln des Biestes. Am Lenker sitzt man aufrecht auf einem 795 mm hohen Sitz, eine Höhe, die die meisten beruhigen wird. Es ist ein Motorrad, das man mit den Schultern fährt, leicht und wendig beim Einlenken, weit entfernt von der Schwere mancher robusteren Roadster.
Aber wie schneidet sie im Vergleich zur Konkurrenz ab? Zu dieser Zeit war die Kawasaki Z 750 mit ihrem großzügigeren Drehmoment im mittleren Drehzahlbereich der perfekte Gegensatz: einfacher, direkter, mehr "Street". Die FZ6 forderte die Beteiligung des Fahrers. Sie richtete sich an den Fahrer, der von der Leistung einer R6 träumte, ohne deren vollständigen körperlichen Einsatz zu ertragen, oder an den sportlichen Tourenfahrer, der eine Mechanik mit authentischem Charakter suchte. Ihr 19,4-Liter-Tank versprach schöne Reichweiten, und die Verkleidung der Fazer-Version machte sie zu einer glaubwürdigen Reisebegleiterin.
Letztendlich ist die Yamaha FZ 6 Fazer ein Sonderling in der Landschaft der Roadsters der 2000er Jahre. Sie hat nicht den einfachen Weg des großzügigen Drehmoments gewählt, sondern die Belohnung der Drehzahl. Sie ist nicht das vielseitigste oder nachsichtigste Motorrad, aber für diejenigen, die bereit sind, ihr Spiel zu spielen, bietet sie ein Gefühl, das dem einer Sportmaschine nahe kommt, mit zusätzlichem Komfort und Pragmatismus. Eine gewagte Wette, die ihre Zeit durch ihren ausgeprägten Charakter geprägt hat.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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