Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 98.0 ch @ 12000 tr/min (72.1 kW) → 78.0 ch @ 11500 tr/min (57.4 kW)
- Drehmoment
- 62.8 Nm @ 10000 tr/min → 51.7 Nm @ 10000 tr/min
- Gewicht
- — → 203.00 kg
- Neupreis
- 6 860 € → 5 990 €
Motor
- Hubraum
- 600 cc
- Leistung
- 78.0 ch @ 11500 tr/min (57.4 kW)
- Drehmoment
- 51.7 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.2 : 1
- Bohrung × Hub
- 65,5 x 44,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- en alu coulé sous pression
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 298 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 795.00 mm
- Tankinhalt
- 19.40 L
- Gewicht
- 203.00 kg
- Trockengewicht
- 180.00 kg
- Neupreis
- 5 990 €
Übersicht
Also, man erwirbt den Führerschein der Klasse A2 und möchte ein Motorrad, das etwas ernster ist als die 500 cm³ Zweitaktmaschinen? Yamaha hatte 2007 die Antwort mit dieser FZ 6, einer abgeschwächten Version des Sportmodells, die eindeutig auf junge Führerscheininhaber oder pragmatische Tourenfahrer abzielt. Gerade mal 78 Pferdestärken aus einem Vierzylinder-Reihenmotor – das mag im Vergleich zur Konkurrenz, die zunehmend auf nervösere Roadster setzt, fast bescheiden erscheinen. Doch genau darin liegt die Intelligenz des Positionierungsansatzes: Dieses Motorrad will die ER-6n von Kawasaki und die Bandit 650 mit einem Federgewicht-Argument, 203 kg vollgetankt, und einem bewusst moderaten Einführungspreis von unter 6000 Euro herausfordern. Man ist weit entfernt von den Preis-Wahnvorstellungen der Supersportler, man spricht hier von einem zugänglichen, fast vernünftigen Motorrad, das jedoch unter der Haube die Seele eines von der R6 abgeleiteten Motors bewahrt.

Die Street-Attitüde ist definitiv vorhanden, mit diesem aggressiven Scheinwerfer, der an einige Brutale erinnert, einem breiten Lenker für eine einfache Kontrolle in der Stadt und dem Fehlen eines Verkleidungsrahmens, das ihm eine rohe Seite verleiht. Die Yamaha FZ 6 Fazer in ihrer verkleideten Version überzeugt Tourenfahrer, aber diese Nake spielt die Karte des urbanen Minimalismus. Das geschmiedete Aluminiumchassis bietet eine wertvolle Steifigkeit, während die 43-mm-Gabel und der Monoschwingarm mit 130 mm Federweg einen eher zivilisierten Kompromiss zwischen Stadt und Land versprechen. Kein Motorrad, um Kurven mit der Kraft einer Sportmaschine zu nehmen, sondern eine stabile und berechenbare Plattform, ideal, um Selbstvertrauen zu gewinnen.
Auf der Straße zeigt dieser 600 cm³-Motor seinen Charakter. Man muss ihn über 8000 Umdrehungen bringen, um zu spüren, wie das Drehmoment von 51,7 Nm wirklich arbeitet, eine Mechanik, die dazu einlädt, mit dem Sechsganggetriebe zu spielen, anstatt in niedrigen Drehzahlen zu bleiben. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 210 km/h, es ist kein Zugmonster, sondern ein Motorrad, das sich lebendig anfühlt, wenn man die Drehzahlbegrenzer aktiviert. Im Vergleich zu einem Twin wie der ER-6n bietet der Vierzylinder eine Linearität und Finesse beim Beschleunigen, ein Vorteil für lange Strecken oder kurvenreiche Straßen, wo die Progressivität geschätzt wird. Die Bremsanlage mit zwei 298-mm-Scheiben vorne und vier Kolben hat die nötige Bisskraft, ohne brutal zu sein, ein wichtiger Punkt für ein manchmal unerfahrenes Publikum.
Wer sollte sich nach dieser Yamaha FZ 6 umsehen? Wer nach einer ersten "großen" Maschine nach einer 500 cm³-Maschine sucht, wer einen vielseitigen Roadster ohne übermäßige Leistung oder Preis möchte, und der tägliche Tourenfahrer, der Komfort und Sparsamkeit bevorzugt. Ihr 19,4-Liter-Tank und ihr 795-mm-Sattel machen sie zu einer einfachen Begleiterin. Auf der anderen Seite werden reine Rennstreckenfahrer oder diejenigen, die ab 4000 Umdrehungen extreme Empfindungen suchen, enttäuscht sein. Dieses Motorrad ist ein ausgezeichneter Kompromiss, ein Werkzeug statt ein Wahnsinn, das seinen Zweck mit gewisser Effizienz erfüllt. Yamaha hat mit dieser Version den Nagel auf den Kopf getroffen, in einer oft vernachlässigten Nische: der des vernünftigen, aber nicht langweiligen Motorrads.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!