Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 779 cc
- Leistung
- 106.0 ch @ 10000 tr/min (78.0 kW)
- Drehmoment
- 82.0 Nm @ 8400 tr/min
- Motortyp
- In-line four, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.0:1
- Bohrung × Hub
- 68.0 x 53.6 mm (2.7 x 2.1 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Electronic Fuel Injection
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Schmierung
- Wet sump
- Zündung
- Transistorized coil ignition
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Diamond, aluminium
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Multiple-disc coil spring, Wet
- Vorderradaufhängung
- Telescopic forks, 43 mm inner tube
- Hinterradaufhängung
- Swingarm, (link suspension)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 815.00 mm
- Radstand
- 1460.00 mm
- Bodenfreiheit
- 140.00 mm
- Länge
- 2140.00 mm
- Breite
- 770.00 mm
- Höhe
- 1225.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 215.00 kg
- Neupreis
- 8 499 €
Übersicht
Qui sich an diese Zeit erinnert, als Yamaha versuchte, eine Lücke in seiner Modellpalette mit einem messerscharfen Vierzylinder zu füllen? Im Jahr 2011 kam die Fazer 8 mit einer klaren Mission: eine saftigere und weniger extreme Alternative zur FZ1 zu bieten, während gleichzeitig die zu besonnene FZ6 nicht kannibalisiert werden sollte. Das Ergebnis ist ein Motorrad, das nach einem durchdachten Kompromiss riecht, fast zu vernünftig auf dem Papier, aber einmal im Sattel eine sympathische Persönlichkeit offenbart.

Das Herzstück ist ein 779 cm³-Reihenvierzylinder, direkt vom legendären R1 von 2004 abgeleitet, aber ernsthaft neu kalibriert. Yamaha reduzierte den Bohrungsdurchmesser, um eine zivilere Hubraumgröße zu erhalten, und arbeitete sorgfältig an der Füllung, um das Drehmoment dort zu erhöhen, wo es fehlte. Die Ingenieure spielten mit den Längen der Ansaugkanäle und wählten ein großzügiges Luftansaugsystem. Das Ergebnis? 106 PS bei 10.000 U/min, aber vor allem 82 Nm Drehmoment, die früher verfügbar sind. Das ist weit entfernt von der Raserei eines R1, aber gerade hier liegt sein Interesse. Sie bietet eine weiche und großzügige Kraftentfaltung, perfekt, um Kilometer ohne Drama zu bewältigen, während sie gleichzeitig genug Charakter bietet, um einen anspruchsvollen Fahrer zu amüsieren. Im Vergleich zu einer Kawasaki Z 750 der damaligen Zeit, die nervöser und roher ist, setzt die Fazer 8 auf Flexibilität und Zugänglichkeit.
Das Chassis ist ein direktes Erbe der Fazer 1000 und ein großes Plus. Ein Diamantrahmen aus Aluminium, eine 43-mm-Telegabel und ein Schwingarm, der einem Sportmotorrad würdig ist, sorgen für eine tadellose Stabilität. Dieser übergroße Rahmen für die verfügbare Leistung verleiht absolute Gelassenheit, sei es auf geraden, windigen Strecken oder in engen Kurven. Die Bremsanlage mit ihren zwei 310-mm-Scheiben und ihren Vierkolben-Monoblock-Bremssätteln ist effektiv und progressiv. Das ABS war eine willkommene Option, auch wenn das Fehlen von Radialbremssätteln Puristen ins Grübeln bringen kann. Aber seien wir ehrlich, bei einer Maschine, die für die Straße und das Reisen konzipiert ist, ist das ein Detail. Das Gewicht von 215 kg vollgetankt macht sich beim Anhalten bemerkbar, aber sobald sie in Bewegung ist, erweist sich das Motorrad als überraschend wendig für seine Größe.
Für wen ist also diese Fazer 8 gedacht? Es ist das ideale Motorrad für den sportlichen Tourenfahrer, der keine Kompromisse eingehen möchte. Für diejenigen, die ein Motorrad suchen, das sie unter der Woche ins Büro begleitet, am Wochenende zu zweit mit Gepäck aufbricht und am Sonntag auf einer Bergstraße Spaß haben kann, ohne sich zu verausgaben. Die integrierte Windschutzscheibe bietet einen angemessenen Schutz, der Sitz mit 815 mm Höhe ist einladend, und der 17-Liter-Tank verspricht eine schöne Reichweite. Sie hat nicht die aggressive Optik eines Streetfighters, ihr Design ist funktional und etwas konventionell, aber es altert recht gut.
Insgesamt ist die Fazer 8 von 2011 eine ausgezeichnete Synthese. Sie ist weder das stärkste, noch das leichteste, noch das radikalste Motorrad. Aber sie besitzt diese seltene Qualität: das Gleichgewicht. Sie vereint genügend Sportlichkeit, um nicht langweilig zu sein, und genug Vielseitigkeit, um jeden Tag genutzt werden zu können. Zu einem Preis von 8500 Euro neu positionierte sie sich als ernsthafte Rivalin der japanischen Roadster für Langstrecken. Heute ist sie auf dem Gebrauchtmarkt ein sicherer Wert für Fahrer, die ein zuverlässiges, robustes und überraschend leistungsfähiges Motorrad für alle Situationen suchen. Ein Beweis dafür, dass der Mittelweg, wenn er gut ausgeführt ist, nichts von einem schlechten Kompromiss hat.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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