Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 776 cc
- Leistung
- 83.0 ch @ 8500 tr/min (61.0 kW)
- Drehmoment
- 78.5 Nm @ 6800 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre parallèle, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 84 x 70 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 42 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- structure en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø nc, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Monoamortisseur
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Nissin Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Nissin Ø 240 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 180/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Tankinhalt
- 14.00 L
- Gewicht
- 205.00 kg
- Neupreis
- 11 500 €
Übersicht
Vier Lackierungen, zwanzig Exemplare und der Geist der Grand-Prix-Ära, der über einem Mittelklasse-Sportler schwebt. Suzuki Italien hat sich auf diese limitierten Serien mit nostalgischem Anstrich spezialisiert – nach einer GSX-8S in Schwantz-Farben und bereits als Legend Edition getauften GSX-R 1000 R. Diesmal dient die GSX-8R als Leinwand für eine durchaus gelungene Erinnerungsübung.

Das Prinzip ist einfach, aber wirkungsvoll. Vier Champions, vier Dekore nach ihren Grand-Prix-Maschinen, fünf Einheiten pro Version. Lucchinelli und das Team Gallina, Uncini schlicht unter der Nummer 13, Schwantz mit seiner legendären 34 im Lucky-Strike-Design auf der RG 500, Capirossi in den Rizla-Farben der GSX-RR. „Capirex" persönlich hat die Serie übrigens auf dem Turiner Salon enthüllt. Die Geste ist schön, die Abstammungslinie glaubwürdig. Was konkrete Änderungen betrifft, bleibt man allerdings etwas hungrig: Zu den historischen Lackierungen gesellt sich eine farblich abgestimmte Soziusabdeckung – und das war es im Wesentlichen. Keine überarbeiteten Federelemente, keine spezifische Mappings, keine nummerierte Plakette auf der Gabelbrücke. Für 11 500 Euro, also einen spürbaren Aufpreis gegenüber dem Katalogpreis, kauft man vor allem ein Sammlerstück, das unter einer Abdeckhaube altern soll.
Die technische Basis ist allerdings alles andere als ein Relikt der Vergangenheit. Der Reihenzweizylinder mit 776 cm3 leistet 83 PS bei 8 500 U/min und liefert 78,5 Nm Drehmoment bei 6 800 U/min. Auf dem Papier bescheidene Werte, vor allem gegenüber einer Yamaha R7 oder einer Aprilia RS 660, die in denselben Gewässern mit schärferem Charakter fischen. Doch die Suzuki sucht nicht die direkte Konfrontation auf der Rennstrecke. Ihr Stahlrohrrahmen, die Upside-down-Gabel mit 130 mm Federweg und die radial montierten Nissin-Vierkolben-Bremssättel ergeben ein stimmiges Gesamtpaket ohne übertriebene Ansprüche. Das Gewicht von 205 kg fahrfertig bleibt vernünftig, und die Sitzhöhe von 810 mm wird auch durchschnittlich große Fahrer nicht abschrecken. Der 14-Liter-Tank erzwingt häufige Stopps, wenn man zügig unterwegs ist – aber die GSX-8R wird einen nicht unbedingt dazu verleiten.
Hier schärft sich das Profil. Dieses Motorrad richtet sich an jene, die eine sportliche Optik wollen, ohne den Zwang einer zusammengefalteten Sitzposition. Das Fahren bleibt auch auf mehrstündigen Strecken komfortabel, der Motor liefert sein Drehmoment mit einer Geschmeidigkeit, die sich im Alltag bestens nutzen lässt. Die elektronische Ausstattung kann sich für die Kategorie sehen lassen: drei Motor-Mappings, dreistufige Traktionskontrolle, bidirektionaler Quickshifter, fünf Zoll großes TFT-Farbdisplay. Nichts Revolutionäres, aber auch nichts vergessen. Suzuki hatte schon immer dieses unauffällige Talent, gut gebaute Motorräder zu liefern, ohne auf dem Datenblatt dick aufzutragen.
Das eigentliche Thema dieser Legend Edition liegt jenseits der Fahrleistungen. Es ist eine emotionale Wette, dem italienischen Markt vorbehalten, die auf der Nostalgie einer Epoche aufbaut, in der Hamamatsu Weltmeistertitel sammelte. Zwanzig Käufer werden 500 Euro Anzahlung und dann den Restbetrag entrichten, um sich ein Stück Geschichte zu sichern – neu lackiert auf einem modernen und zugänglichen Sportler. Das Konzept hat Charme. Doch ohne greifbare mechanische Modifikationen zeichnet sich die Grenze zwischen aufrichtiger Hommage und geschickt inszenierter Marketingaktion recht deutlich ab. Die Puristen werden urteilen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Nombre de mode de conduite : 3
- Taille de l'écran TFT couleur : 12,70 cm / 5 pouces
- Jantes aluminium
- Shifter
- Indicateur de vitesse engagée
- Aide au démarrage
- Aide à la manoeuvre
- Contrôle de traction
- Embrayage anti-dribble
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
- Pays de fabrication : Japon
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