Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1200 cc
- Leistung
- 80.0 ch @ 6550 tr/min (58.8 kW)
- Drehmoment
- 104.9 Nm @ 3500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre parallèle, 4 temps, calé à 270°
- Kühlung
- combiné air / eau
- Verdichtungsverhältnis
- 10:1
- Bohrung × Hub
- 97.6 x 80 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 310 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Nissin Ø 255 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 100/90-18
- Vorderreifendruck
- 2.20 bar
- Hinterreifen
- 150/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 790.00 mm
- Tankinhalt
- 14.50 L
- Gewicht
- 236.00 kg
- Neupreis
- 16 895 €
Übersicht
Als Elvis Presley und eine Triumph aufeinandertrafen, war das selten dem Zufall geschuldet. 1965 legte sich Jerry Schilling, ein enger Freund des King, eine Bonneville T120 zu. Elvis lieh sie sich aus, drehte ein paar Runden und entschied auf der Stelle, dass er und sein gesamtes Gefolge eine haben müssten — noch am selben Abend. Diese Art von Laune ist nur Königen vorbehalten. Triumph hatte damit, ohne es zu wissen, eine der markenwirtschaftlich wertvollsten Geschichten seiner Geschichte geschrieben.

Sechzig Jahre später verwertet Hinckley die Anekdote mit einer zwölften Sonderserie, auf 925 Exemplare limitiert. Die Zahl ist symbolisch, die Inszenierung sorgfältig. Das knallrote Kleid setzt einen klaren Akzent, gold- und silberfarbene Zierlinien ziehen sich über Tank und vorderes Schutzblech, die Unterschrift des King ist per Laser in die Lenkerklemmung graviert und auf den seitlichen Luftfilterdeckeln aufgedruckt. Über dem Vorderrad prangt das Kürzel TCB für „Taking Care of Business" — Elvis' persönliches Motto und der Name seiner Begleitband von 1969 bis zu seinem Tod 1977. Ein Detail, das nur Eingeweihten etwas sagt, was genau der Absicht entspricht. Im Lieferumfang enthalten sind ein von Triumph-CEO Nick Bloor und Jamie Salter von Elvis Presley Enterprises gemeinsam unterzeichnetes Echtheitszertifikat sowie eine Sony-Goldscheibe in einer Hülle in den Farben beider Legenden. Triumph verkauft Mythos ebenso wie Mechanik — und auf diesem Terrain weiß man, was man tut.
Doch unter dem Bühnenoutfit bleibt die T120, was sie ist: ein solides Modern Classic, kein verkleidetes Sportmotorrad. Der parallele Zweizylinder mit 1200 cc und 270-Grad-Zündabstand leistet 80 PS bei 6550 U/min, was angesichts des Hubraums bescheiden erscheint. Eine Speed Twin 1200 schneidet auf dem Papier besser ab. Und doch erzählt hier das Drehmoment die eigentliche Geschichte: 104,9 Nm stehen bereits ab 3500 U/min bereit, ein kraftvoller Schub, der jedem Wiederanfahren Substanz verleiht, ohne je zu brutalisieren. Man ist nicht auf einer Maschine zum Rundenrekordbrechen unterwegs, sondern auf einer charakterstarken Engländerin, die man mehr mit den Handgelenken als mit den Armen fährt. Die 236 kg Vollgewicht machen sich im Stand bemerkbar, weniger in der Bewegung. Die Sitzhöhe von 790 mm bleibt für durchschnittliche Statur erreichbar, der 14,5-Liter-Tank bietet eine akzeptable Reichweite, und die Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h reicht für den vorgesehenen Einsatzbereich mehr als aus.
Beim Fahrwerk hält der Stahlrohrrahmen mit Federwegen von je 120 mm an beiden Enden die rückwärtige Tradition ohne Schnörkel aufrecht. Die Brembo-Zweikolbensättel an den beiden 310-mm-Scheiben vorne verrichten ihren Dienst ohne besonderen Glanz. Triumph hat dennoch mehrere Fahrmodi, eine abschaltbare Traktionskontrolle, einen Tempomat und einen USB-Anschluss integriert — was vor reinem Retro-Dogmatismus bewahrt. Man bleibt in der Gegenwart, auch wenn man als 1965 verkleidet ist.
Bei 16.895 Euro richtet sich diese Bonneville an ein sehr klar definiertes Publikum: den leidenschaftlichen Sammler, den Elvis-Fan oder den Motorradfahrer, der eine auf den ersten Blick erkennbare Maschine sucht, ohne auf eine unlimitierte Serienproduktion zurückgreifen zu müssen. Es ist kein Einsteigermotorrad, aber auch kein Tourer. Es ist ein Einzelstück — halb Erbe, halb Ausfahrtswerkzeug — das auf jedem Zentimeter Karosserie eine Geschichte trägt. Der King hatte etwas begriffen, das die Ingenieure aus Coventry seit Jahrzehnten zu nutzen wissen: Ein gutes Gefährt erkennt man aus der Ferne.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
- Nombre de mode de conduite : 2
- Jantes aluminium
- Jantes à rayon
- Régulateur de vitesse
- Prise USB
- Contrôle de traction
- Embrayage anti-dribble
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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