Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 800 cc
- Leistung
- 53.6 ch @ 3750 tr/min (39.2 kW)
- Drehmoment
- 100.0 Nm @ 1850 tr/min
- Motortyp
- Diesel
- Verdichtungsverhältnis
- 18.0:1
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Turbo. Turbo 1.25 bar, intercooler
- Zündung
- ECU by canbus
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Chrome Molybden
- Getriebe
- Automatic
- Endantrieb
- Shaft drive (cardan) (final drive)
- Kupplung
- Centrifugal
- Vorderradaufhängung
- WP-upsidedown 48mm
- Hinterradaufhängung
- Monoshock
- Federweg vorne
- 210 mm (8.3 inches)
- Federweg hinten
- 210 mm (8.3 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. Optional ABS
- Hinterradbremse
- Single disc. Optional ABS
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Radstand
- 1610.00 mm
- Länge
- 2450.00 mm
- Breite
- 900.00 mm
- Tankinhalt
- 22.50 L
- Trockengewicht
- 225.00 kg
Übersicht
Im Jahr 2010, eine 800 cm³ Diesel-Motorrad mit Kardanantrieb auf den Markt zu bringen, schien entweder genial visionär oder sanft verrückt zu sein. Track Motorcycles entschied sich mit seinem T-800 CDI eindeutig für die zweite Option und visierte eine so enge Nische an, dass sie schwindelerregend wurde: das sparsame Großraum-Enduro. Die Idee eines turboladeten Diesel-Zweizylinders mit 1,25 bar in einem Chrommolybdän-Rahmen klang wie ein kühnes, fast provozierendes technisches Wette, zu einer Zeit, als das Segment bereits von leichten Benzin-Einsylindern und explosionsmotorbetriebenen Zweizylindern dominiert wurde.

Das Herzstück dieses Motorrads, dieser Dieselmotor, setzt sofort seinen Charakter. Mit 53,6 Pferden, die nur bei 3750 U/min anliegen, geht es nicht darum, hohe Drehzahlen zu suchen. Die Magie wirkt anders, in einem massiven Drehmoment von 100 Nm, das ab 1850 U/min verfügbar ist und eine konstante, lokomotivartige Schubkraft vermitteln soll. Das Verdichtungsverhältnis von 18:1 ist hier das Markenzeichen der Kompressionszündung. In Verbindung mit einem Ladeluftkühler verspricht dieser Motor eine legendäre Wirtschaftlichkeit – 2,5 Liter pro hundert Kilometer, was einer theoretischen Reichweite von fast 900 Kilometern mit seinem 22,5-Liter-Tank entspricht – aber auch eine Klangfarbe und Vibrationen, die sich völlig vom traditionellen Endro-Universum unterscheiden.
Das Chassis scheint ausgewählt worden zu sein, um diese einzigartige Mechanik zu kontrollieren. Ein Radstand von 1610 mm und ein Trockengewicht von 225 kg kündigen ein stabiles, aber wenig agiles Gerät für Sprünge in engem Gelände an. Die Sitzhöhe von 780 mm bleibt erreichbar, während die WP-Federung mit einer 48-mm-Upside-Down-Gabel vorne den Wunsch signalisiert, ein seriöses Offroad-Potenzial zu bieten. Die Scheibenbremsen mit ABS-Option und das automatische Getriebe mit Kardanantrieb vervollständigen das Bild einer Maschine, die dafür konzipiert ist, Kilometer auf Piste oder Feldweg zu „verschlingen“, ohne komplexe Manipulationen zu erfordern.
Im Vergleich zu den KTM 690 Enduro oder BMW F800GS der damaligen Zeit pflegt die Track T-800 CDI einen radikalen Unterschied. Sie tauscht die Lebendigkeit und das geringe Gewicht gegen eine Reisereichweite und eine Traktormaschine. Das Automatikgetriebe und der Kardanantrieb machen sie zu einer absoluten Kuriosität in der Offroad-Welt, in der Kette und Kupplungshebel herrschen. Diese Konfiguration macht sie zu einem idealen Kandidaten für langsame, schwere Expeditionen, bei denen die angebliche Zuverlässigkeit des Diesels und der Verzicht auf den Primärgetriebe-Wartung ihren Sinn finden könnten.
Die T-800 CDI ist in die Geschichte eingegangen als ein technologisches „UFO“, eine Antwort auf eine Frage, die sich nur wenige Motorradfahrer stellten. Sie richtete sich an den methodischen Abenteurer, der eher auf Logistik als auf Sprünge bedacht ist und bereit ist, den Kick hoher Drehzahlen für die Befriedigung zu opfern, einen Kontinent zu durchqueren, ohne jemals eine Tankstelle zu suchen. Es ist schwer vorstellbar, dass dieser Diesel sich in Singletracks vergnügt, aber auf den verlassenen Pisten Sibiriens oder der Sahara muss sein charakteristisches Brummen und der Drehzahlmesser, der sich kaum bewegt, eine ganz besondere Form von Poesie gehabt haben.
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