Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1340 cc
- Leistung
- 192.0 ch @ 9700 tr/min (141.2 kW)
- Drehmoment
- 151.0 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 81 x 65 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 43 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- périmétrique à double longerons en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.90 bar
- Hinterreifen
- 190/50-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 800.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
- Gewicht
- 260.00 kg
- Neupreis
- 27 499 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an den Geschwindigkeitskrieg der 2000er Jahre? An jene Epoche, in der sich Suzuki und Kawasaki ein erbittertes Duell um die 300-km/h-Marke lieferten, in der jede Zehntelsekunde zählte und in der die Hayabusa zum Mythos wurde. Zwanzig Jahre später schwebt der japanische Wanderfalke noch immer über unsere Straßen, auch wenn der Markt inzwischen leichtere, agilere, zeitgemäßere Motorräder bevorzugt. Egal. Manche Maschinen stehen über den Moden.

Für 2022 hat Suzuki beschlossen, seinem Palmarès im Langstreckenrennsport Tribut zu zollen – mit dieser GSX 1300 R Hayabusa Edition Bol d'Or, einer direkten Verbeugung vor den Jahren der SERT-Dominanz auf dem Circuit Paul Ricard. Die Lackierung lässt keinen Zweifel an der Absicht: ein tiefes Schwarz, durchzogen von goldenen Streifen, wie ein giftiges Insekt, gestaltet von APX Factory. Das Ergebnis ist prunkvoll, selbstbewusst, fast arrogant. Man mag es oder nicht, aber man kommt nicht daran vorbei. Die Werkstatt SERT Factory Workshop hat die Individualisierung übernommen, mit einer Ausstattungsliste, die von der Racing-Scheibe über Akrapovic-Schalldämpfer bis hin zur Soziusabdeckung, eloxierten Schrauben, goldenem Kettenspanner und einer speziellen Sitzbank reicht. Jedes Exemplar erhält seine nummerierte Aluminiumplakette. Das Ganze wird mit einem exklusiven „Welcome Pack" ausgeliefert, um den Besitzer daran zu erinnern, dass er einem geschlossenen Club von rund hundert Mitgliedern angehört.
Unter diesem goldenen Kleid bewahrt der Reihenvierzylinder mit 1340 cm3 seinen Lokomotiv-Charakter. Die 192 PS bei 9 700 U/min und vor allem die 151 Nm Drehmoment, die bereits ab 7 000 Touren anliegen, bieten einen massiven, linearen, fast brutalen Schub, wenn man voll aufdreht. Der Motor gewinnt dank der Akrapovic-Anlage zusätzlichen Atem, die zudem 3,9 kg auf der Waage einspart. Mit 260 kg fahrfertig bei einem 20-Liter-Tank bleibt die Hayabusa ein Schlachtschiff. Keine Rede davon, mit ihr in den Bergen den Seiltänzer zu spielen. Ihr Brückenrahmen aus Aluminium, die 43-mm-Upside-down-Gabel und die moderate Sitzhöhe von 800 mm machen sie vielmehr zur Autobahnverschlingerin, die Kilometer um Kilometer fressen kann, ohne ihren Fahrer zu ermüden. Die Kawasaki ZZR 1400 teilt dieses Temperament eines schnellen Kreuzers, doch die Suzuki pflegt einen Retro-Charme, den ihre Rivalin nicht besitzt.
Der Knackpunkt ist der Preis. Mit 27 499 Euro liegt die Rechnung mehr als 8 000 Euro über der Standardversion. Für eine vom SERT eingekleidete limitierte Serie setzt Suzuki France auf Emotion und Prestige statt auf den reinen mechanischen Gegenwert. Die Akrapovic-Schalldämpfer und das Zubehör rechtfertigen einen Teil des Aufpreises, aber man muss schon ein überzeugter Enthusiast und Sammler aus Leidenschaft sein, um diesen Scheck ohne Zucken zu unterschreiben. Zumal die Bordelektronik mit ihren Fahrmodi und der ausgefeilten Traktionskontrolle identisch mit der des Basismodells bleibt, die bereits sehr umfangreich ist.
Diese Hayabusa Bol d'Or richtet sich an eine Handvoll wohlhabender Nostalgiker, an jene, für die der Name SERT wie ein Versprechen von Ruhm und Rennrunden im Scheinwerferlicht des Castellet klingt. Sie wird weder den jungen A2-Führerscheininhaber noch den Rennstreckenfahrer auf der Suche nach dem letzten Schrei der Technik verführen. Doch für denjenigen, der ein Stück Geschichte der französischen Langstreckenrennen in Gold gehüllt in seiner Garage abstellen möchte, gibt es schlicht und einfach nichts Vergleichbares auf dem Markt.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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