Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1255 cc
- Leistung
- 98.0 ch @ 7500 tr/min (72.1 kW)
- Drehmoment
- 107.9 Nm @ 3700 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 64 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 36 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Sitztyp
- Selle biplaces
- Tankinhalt
- 19.00 L
- Gewicht
- 247.00 kg
- Neupreis
- 7 649 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an die Zeit, als Suzuki das Segment der erschwinglichen Roadster mit seiner Bandit beherrschte? 2011 kehrt die GSF 1250 N mit einer kosmetischen Auffrischung zurück, die von der kleinen 650 übernommen wurde, ohne an der Technik oder der Philosophie der Maschine zu rühren. Der historische Rundscheinwerfer weicht einer schmaleren Optik, das Cockpit wurde überarbeitet, Lufthutzen und Auspuff kamen unters Messer. Auf dem Papier ist es eine schlichte Entstaubung. In der Realität ist es genau das: ein Pinselstrich auf einem Gemälde, das langsam in die Jahre kommt, aber einen gewissen bürgerlichen Charme bewahrt.

Unter dem 19-Liter-Tank hat sich der Reihenvierzylinder mit 1255 cc nicht einen Deut verändert. Er leistet 98 PS bei 7500 U/min und vor allem 107,9 Nm Drehmoment bereits ab 3700 U/min. Genau diese Großzügigkeit im unteren Drehzahlbereich macht den gesamten Charakter der Bandit 1250 aus. Man muss keine hohen Drehzahlen suchen, um voranzukommen – der Motor schiebt kräftig und früh, mit einer Laufruhe, die Alltagsfahrern gefallen wird. Von der Nervosität einer Kawasaki Z1000 oder der Explosivität einer Yamaha FZ1 ist man weit entfernt. Die Suzuki spielt eine andere Partitur, die des mechanischen Komforts und der permanenten Verfügbarkeit. Das Sechsganggetriebe erledigt seine Arbeit unauffällig, der Kettenantrieb bleibt klassisch. Nichts Überraschendes, aber auch nichts Enttäuschendes.
Der Stahlrohrrahmen, die teleskophydraulische Gabel mit 43 mm und das Federbein hinten bilden ein ehrliches Fahrwerk ohne sportlichen Anspruch. Mit 247 kg vollgetankt bringt die GSF 1250 N ihr Gewicht auf die Waage und macht keinen Hehl daraus. In der Stadt macht sich dieses Übergewicht bei langsamen Manövern bemerkbar. Auf Landstraßen oder der Autobahn übernimmt die Stabilität die Oberhand, und die Maschine wird zu einem recht angenehmen Laufband. Die auf 810 mm Höhe angebrachte Sitzbank bleibt für die meisten Staturen erreichbar. Die Bremsanlage mit zwei 310-mm-Scheiben vorne und Vierkolben-Bremssätteln bietet eine ordentliche Bremsleistung, auch wenn ABS bei diesem Jahrgang nur optional erhältlich war. Eine fragwürdige Entscheidung, als die Konkurrenz es bereits zur Serienausstattung machte.
Gegenüber einer bissigeren Yamaha FZ1 oder einer deutlich aggressiveren Kawasaki Z1000 pflegt die Bandit 1250 ihre Positionierung als Allzweck-Motorrad ohne besonderen Reiz. Sie will nicht beeindrucken, sie will dienen. Ihr Preis von 7 649 Euro platzierte sie 2011 unter den vernünftigsten Angeboten im Segment der großen Roadster. Genau darin liegt auch ihr Hauptargument: das Preis-Leistungs-Verhältnis. Für einen Motorradfahrer, der einen zuverlässigen Hubraumriesen sucht, der Kilometer um Kilometer ohne Drama abspult, erfüllt die GSF 1250 alle Anforderungen, ohne dabei Träume zu wecken.
Diese Suzuki richtet sich klar an entspannte Tourenfahrer, an erfahrene Motorradfahrer, die Pragmatismus über den starken Kick stellen. Sie eignet sich auch gut als Motorrad für einen frisch erworbenen Führerschein der Klasse A, vorausgesetzt man erwartet von ihr keine Gänsehaut, die sie nie versprochen hat. Die Bandit 1250 in der Version 2011 ist die Diesel-Limousine der Motorradwelt: Sie bringt einen überallhin, hat nie eine Panne, und niemand dreht sich nach einem um. Je nach Prioritäten ist das entweder eine Qualität oder ein unüberwindbarer Makel.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en option
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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