Schlüsselleistung
Technische Daten
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps → V2, four-stroke
- Kühlung
- liquide → Liquid
- Bohrung × Hub
- 98 x 66 mm → 98.0 x 66.0 mm (3.9 x 2.6 inches)
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 45 mm → Injection
- Steuerung
- — → Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Getriebe
- boîte à 6 rapports → 6-speed
- Endantrieb
- Chaîne → Chain (final drive)
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 2 pistons → Dual disc
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 160 mm, étrier simple piston → Single disc
- Vorderreifen
- 110/80-19 → 110/80-R19
- Hinterreifen
- 150/70-17 → 150/70-R17
- Radstand
- — → 1550.00 mm
- Bodenfreiheit
- — → 160.00 mm
- Länge
- — → 2290.00 mm
- Breite
- — → 865.00 mm
- Höhe
- — → 1340.00 mm
Motor
- Hubraum
- 996 cc
- Leistung
- 98.0 ch @ 7600 tr/min (72.1 kW)
- Drehmoment
- 101.0 Nm @ 6400 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 11.3:1
- Bohrung × Hub
- 98.0 x 66.0 mm (3.9 x 2.6 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre en alu
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 160 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 159 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Dual disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 110/80-R19
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 150/70-R17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 830.00 mm
- Radstand
- 1550.00 mm
- Bodenfreiheit
- 160.00 mm
- Länge
- 2290.00 mm
- Breite
- 865.00 mm
- Höhe
- 1340.00 mm
- Tankinhalt
- 22.00 L
- Gewicht
- 238.00 kg
- Trockengewicht
- 207.00 kg
- Neupreis
- 9 900 €
Übersicht
Als Suzuki im Jahr 2002 das Terrain der großen Reiseenduros betritt, rechnet niemand wirklich damit. Die BMW R 1150 GS und die Honda Varadero beherrschen das Segment bereits, und die Konkurrenz hat sich etabliert. Dennoch hat die Suzuki DL 1000 V-Strom 2002 ein gewichtiges Argument unter ihrem Doppelrohr-Aluminiumrahmen: den V-Twin, abgeleitet von der eingestellten TL 1000 S, einer Sportmaschine mit vulkanischem Temperament. Neu abgestimmt für die Straße, entwickelt dieser V-Zweizylinder mit 996 ccm 98 PS bei 7.600 U/min und vor allem 101 Nm Drehmoment bereits bei 6.400 U/min. Suzuki hat gegenüber dem Originalblock 27 PS gekappt, doch das Ergebnis ist für den Straßeneinsatz weitaus sinnvoller. Der Motor nimmt bereitwillig aus niedrigen Drehzahlen Gas an, ohne Ruckeln, und liefert seine Leistung mit konstanter Großzügigkeit im mittleren Drehzahlbereich. Den roten Bereich zu kitzeln ist unnötig, alles spielt sich zwischen 2.000 und 7.500 U/min ab, dort wo der Twin einen runden und willensstarken Charakter zeigt.

Das Datenblatt der Suzuki DL 1000 V-Strom offenbart eine Maschine, die zum Kilometerfressen konzipiert wurde. Der 22-Liter-Tank ermöglicht ausgedehnte Etappen, die auf 830 mm thronende Sitzbank bietet ordentlichen Halt für die Reise, und der Windschutz erledigt bei hohen Geschwindigkeiten seine Arbeit zuverlässig. Das Sechsganggetriebe verfügt über einen langen sechsten Gang, ein regelrechter Overdrive, der die Motordrehzahl auf der Autobahn senkt und den Verbrauch reduziert. Man kann übrigens in diesem Gang bleiben, solange der Tacho nicht unter 110 km/h fällt – ein Beweis für die Laufruhe des Twins. Das Gewicht von 238 kg vollgetankt bleibt für die Kategorie vernünftig, auch wenn die Masse relativ hoch konzentriert ist. Bei Manövern in niedriger Geschwindigkeit muss man die Stützpunkte halten und darf sich nicht überraschen lassen. Fahrer mit kleiner Statur müssen mit dieser hohen Sitzposition zurechtkommen, ein Punkt, den man vor dem Kauf bedenken sollte.
Auf der Straße zeigt sich die DL 1000 erstaunlich verspielt. Die Gesamtbalance ist gut, und die Maschine legt sich ohne Kraftaufwand in die Kurve. Der hohe Schwerpunkt macht sich bei Schräglagenwechseln durch eine leichte Trägheit bemerkbar, die jedoch schnell vergessen ist, sobald das Motorrad auf seinen Reifen in 110/80-R19 vorne und 150/70-R17 hinten aufgesetzt hat. Die Federung – eine 43-mm-Telegabel mit 160 mm Federweg und ein Mono-Federbein hinten – setzt eher auf Straffheit als auf Geschmeidigkeit. Auf schlechten Straßen zeigt sich die Gabel bei groben Stößen etwas hart, und das Heck steckt schnell aufeinanderfolgende Bodenwellen schlecht weg. Im Vergleich zu einer Varadero fällt der reine Komfort zurück. Dafür zahlt sich diese Straffheit in Dynamik aus: Wenn das Tempo steigt, bleibt die V-Strom stabil und präzise. Die Bremsanlage mit Doppelscheibe vorne und Einzelscheibe hinten lässt anfänglichen Biss vermissen, doch die Bremskraft baut sich progressiv auf, was letztlich gut zum Charakter der Maschine passt.

Seit ihrer Markteinführung hat sich die Suzuki DL 1000 V-Strom über die Modelljahre weiterentwickelt. Die Version 2007 brachte optische und praktische Überarbeitungen, die von 2014 eine tiefgreifendere Überarbeitung mit modernisierter Einspritzung, und die Ausführung 2020 endlich eine zeitgemäße Elektronik. Der Gebrauchtmarkt ist voll von DL 1000, und das Zubehör für die Suzuki DL 1000 V-Strom ist reichhaltig, um die Maschine in eine echte Abenteurerin zu verwandeln. Topcase, Satteltaschen, Motorschutz, Hochscheibe: Das Ökosystem ist umfangreich und die Preise vernünftig. Mit 9.900 Euro im Katalog bei ihrer Markteinführung spielte die V-Strom die Karte des Preis-Leistungs-Verhältnisses gegenüber einer oft teureren Konkurrenz. Sie ist ein Motorrad für Langstreckenfahrer, für Alltagsreisende, für alle, die eine vielseitige Reiseenduro wollen, ohne sich zu ruinieren. Sie erhebt nicht den Anspruch, alles besser zu machen als die anderen, aber sie macht alles mit einer mechanischen Ehrlichkeit und einer Motorfreude, die ihr einen soliden Ruf in einem dennoch gesättigten Segment eingebracht haben.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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