Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1340 cc
- Leistung
- 182.0 ch @ 9500 tr/min (133.9 kW)
- Drehmoment
- 146.1 Nm @ 7200 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 81 x 65 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 140 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 200/50-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 805.00 mm
- Tankinhalt
- 16.50 L
- Gewicht
- 255.00 kg
- Trockengewicht
- 235.00 kg
- Neupreis
- 11 499 €
Übersicht
Sechs Jahre. Suzuki brauchte sechs Jahre, um das, was der Tokioter Autosalon 2001 als wütendes und aufgeladenes Konzept enthüllt hatte, in eine Serienmaschine umzusetzen. Die Suzuki B-KING 1300, die 2007 erschien und 2010 noch im Katalog stand, bleibt einer der irrsten Roadster, die je ein japanisches Werk verlassen haben. Ein Muscle Bike, geboren aus der Hayabusa, gedacht für jene, die finden, dass einer Z1000 der Nachdruck fehlt und eine Speed Triple sich zu sehr zurückhält.

Das Herz der Bestie ist der aus der Hayabusa Jahrgang 2008 entliehene Reihenvierzylinder mit 1340 cc. Suzuki hat zwar auf den Kompressor des Prototyps verzichtet, doch die 182 PS bei 9500 U/min und die 146 Nm Drehmoment bei 7200 U/min reichen allemal aus, um die Verhältnisse klarzustellen. Zur Einordnung: Die BMW K 1200 R derselben Ära kam auf maximal 163 PS. Die Suzuki B-KING 1300 setzt noch zwanzig Pferdestärken obendrauf, mit einem roheren, direkteren Motorcharakter. Das Bohrung-Hub-Verhältnis von 81 x 65 mm und die Verdichtung von 12,5:1 verraten einen Block, der auf pure Kavallerie ausgelegt ist. Das Sechsganggetriebe steckt das Ganze weg, und der Kettenantrieb schickt die Leistung an einen 200 mm breiten Hinterreifen. Die Durchzugskraft zwischen 4000 und 8000 U/min ist schlicht ein Tritt in den Rücken.
Beim Fahrwerk hat Suzuki nicht improvisiert. Der Aluminium-Brückenrahmen, die 43-mm-Upside-down-Gabel mit 120 mm Federweg und das Zentralfederbein hinten mit 140 mm stammen aus dem GSX-R-Organspender. Die Bremsanlage folgt derselben sportlichen Logik: zwei radial montierte 310-mm-Scheiben vorn mit Vierkolben-Sätteln, ergänzt durch eine einzelne 260-mm-Scheibe hinten. Bei 255 kg fahrfertig ist das eine stimmige Ausstattung, auch wenn die Maschine einen Fahrer verlangt, der seine Kurveneinleitungen zu dosieren weiß. Die Sitzhöhe von 805 mm bleibt für durchschnittliche Staturen zugänglich, und der 16,5-Liter-Tank erzwingt häufige Stopps, wenn man das Potenzial des Motors ausschöpft. Das Datenblatt der Suzuki B-KING 1300 gibt 270 km/h Höchstgeschwindigkeit an – ein Wert, der diesen Roadster auf das Niveau mancher vollverkleideter Sportler hebt.
Das Design hat etwas von der Wut des Prototyps eingebüßt. Der Scheinwerfer wurde zahmer, der erhöhte Lenker ersetzt den ursprünglichen Rennstummel, und die massive Silhouette, zwar immer noch gedrungen und breitschultrig, spielt eher die Straßenkarte als die des Rings. Die wuchtigen, in das Heck integrierten Auspüffe und die überdimensionierte Schwinge erinnern jedoch daran, dass diese Maschine keine halben Sachen macht. Für Individualisierungsfreunde bietet Ermax übrigens ein komplettes Programm für die Suzuki B-KING 1300 an, vom Windschild bis zum Hinterradabdeckung.
Was kostet eine Suzuki B-KING 1300 2009? Neu lag der Preis bei 11 499 Euro, was sie ohne Schande neben Kawasaki Z1000 und Triumph Speed Triple stellte. Heute wird die Suzuki B-KING 1300 gebraucht deutlich darunter gehandelt, was sie zu einem der besten Leistung-Preis-Verhältnisse im Roadster-Markt macht. Ihr Publikum sind erfahrene Motorradfahrer, die einen Roadster mit Sportler-Performance wollen, ohne die dazugehörige Sitzposition. Keine Anfängermaschine, kein urbanes Spielzeug. Ein Gerät mit Charakter, roh und großzügig, das in einer steril gewordenen Motorradlandschaft ziemlich gut altert.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en option
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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