Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 397 cc
- Leistung
- 27.0 ch @ 7000 tr/min (19.9 kW)
- Drehmoment
- 29.9 Nm @ 5500 tr/min
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 35 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage
- Hinterradbremse
- Freinage tambour
- Vorderreifen
- 100/90-19
- Vorderreifendruck
- 1.80 bar
- Hinterreifen
- 110/80-18
- Hinterreifendruck
- 2.00 bar
Abmessungen
- Tankinhalt
- 13.00 L
- Trockengewicht
- 151.00 kg
- Neupreis
- 6 490 €
Übersicht
Wenn eine französische Marke beschließt, die Reihen der anspruchslosen Kleinmotorräder zu verlassen und im Revier der ernsthaften Retro-Roadster mitzuspielen, wartet man erst einmal ab. Mash hat es getan, mit der Five Hundred, einem 397-cm³-Einzylinder, der seinen Wunsch, Referenzen wie die Yamaha SR 400 zu kitzeln, nie verborgen hat. Die obenliegende Ventilsteuerung, der doppelte Stahlrohrrahmen, die bei 7000 U/min abgegebenen 27 PS, die 151 kg Trockengewicht – alles ist auf eine zugängliche, beinahe kontemplative Nutzung ausgelegt. Doch zugänglich bedeutet nicht anonym, und Mash hat das offensichtlich beweisen wollen.

Das Von-Dutch-Label auf diesem Vintage-Roadster ist eine überraschende Wahl. Das Emblem des amerikanischen Customismus der 2000er Jahre, später von der Streetwear-Kultur vereinnahmt, hat seinen einstigen Glanz verloren. Und doch findet es auf diesem reduzierten Fahrwerk mit bewusst retroem Stil eine unerwartete Stimmigkeit. Es ist kein hastig aufgeklebter Sponsor auf einer Verkleidung: Es ist eine vollständige Inszenierung. Der schokoladenfarbene Lack, der von einem Sattler handgearbeitete Sitz, der Ledergürtel, die ebenfalls in Leder gefassten Instrumentengehäuse – all diese Details verwandeln eine limitierte Serie in ein Begehrensobjekt für den, der genau hinschaut. Mit 6490 Euro liegt man weit über dem Einstiegspreis der Standard-Five Hundred, und der Aufpreis rechtfertigt sich genau durch diese Sorgfalt, die jedem handgefertigten Teil zukommt.
Der Weg vom EICMA-Prototyp 2014 zur Serienproduktion erforderte einige Kompromisse, doch die Zugeständnisse bleiben besonnen. Das vordere Schutzblech ist nun vorhanden – am Prototyp fehlte es noch –, bleibt aber höhenverstellbar, was einen Teil des Charakters bewahrt. Das hintere ist einklappbar. Im Übrigen begnügt sich die Von Dutch nicht mit dem Mindestmaß: direkt am Scheinwerfer verschraubtes Nummernschild, gerader Cross-Lenker, Thermobandagen auf den Auspuffkrümmern, Ariete-Griffe, Metzeler-Karoo-2-Reifen in 100/90-19 vorne und 110/80-18 hinten, sowie spezifische Grafiken auf dem 13-Liter-Tank. Es ist ein stimmiges Gesamtbild, bei dem jedes Element die Identität der Maschine stärkt, anstatt bloß Marketingkästchen abzuhaken.
Mechanisch kommt hier niemand auf der Suche nach Rennstrecken-Nervenkitzel vorbei. Die 29,90 Nm Drehmoment liegen bei 5500 U/min an, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 140 km/h begrenzt, das 5-Gang-Getriebe verrichtet seinen Dienst ohne Aufsehen. Die Trommelbremsen vorne wie hinten passen zum Retro-Charakter, erinnern aber daran, dass dieses Motorrad für den Sonntagmorgen-Ausritt, die gemächliche Durchfahrt durch Kleinstädte gemacht ist – nicht für Alpenpässe im Regen. Das ist sein natürliches Terrain, und in diesem Register ist das Gesamtpaket stimmig.
Auf 200 Exemplare limitiert, davon 100 für den französischen Markt bestimmt, richtet sich die Von Dutch an ein klar definiertes Publikum: den Vintage-Motorrad-Enthusiasten, der etwas Seltenes sucht, ohne sein Haus zu verpfänden, der echtes Leder und Handwerksarbeit zu schätzen weiß und dem Vergleichstests auf der Umgehungsstraße gleichgültig sind. Gegenüber der teureren und noch selteneren Yamaha SR 400 oder den europäischen Neo-Retro-Modellen jenseits der 8000 Euro punktet die Mash mit Einzigartigkeit und Preis. Der Ruf ist noch nicht gefestigt, die Langzeittauglichkeit muss sich erst erweisen – doch die Absicht ist erkennbar, und sie ist gut umgesetzt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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