Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 397 cc
- Leistung
- 28.0 ch @ 7000 tr/min (20.6 kW)
- Drehmoment
- 29.9 Nm @ 5500 tr/min
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Cadre tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifen
- 100/90-19
- Hinterreifen
- 130/70-18
Abmessungen
- Tankinhalt
- 13.00 L
- Trockengewicht
- 230.00 kg
- Neupreis
- 9 290 €
Übersicht
Der Beiwagen-Markt in Frankreich steht auf zwei Beinen. Auf der einen Seite der Ural mit seinen zahlreichen Varianten, ein sowjetisches Symbol, das zur Lifestyle-Ikone umfunktioniert wurde. Auf der anderen Seite das Mash Family Side, dem etwas Bemerkenswertes gelungen ist: eine Kategorie begehrenswert zu machen, die viele bereits für überholt hielten. Der in Beaune ansässige Hersteller hat nicht nur Gespannmotorräder verkauft, sondern eine Idee, ein Image, eine bewusste Rückbesinnung. Genau dieser Kraftakt macht es schwer, das Fahrzeug allein anhand des Datenblatts zu beurteilen.

Die Chrome & Black-Version treibt diese Logik noch weiter. Während das Standard-Family-Side die englische Karte spielte – Tweed und Flaschengrün –, wechselt diese Sonderedition zu tiefem Schwarz am Beiwagen und setzt chromglänzende Akzente am Tank und an mehreren Karosserieteilen. Das Ergebnis erinnert an Hollywood-Produktionen der Dreißigerjahre, als Luxus sich in harten Kontrasten ausdrückte. Das Lederband auf dem Tank, gekrönt von einem Tankverschluss im Monza-Stil, sind Details, die den Unterschied zwischen einem fertigen und einem durchdachten Produkt ausmachen. Der Preisunterschied zum Basismodell bleibt mit rund 300 Euro überschaubar, bei einem Endpreis von 9 290 Euro. Das ist der günstigste Beiwagen auf dem Markt, und das Verkaufsargument gegenüber dem Ural, der diese Preisspanne deutlich übersteigt, ist durchaus stichhaltig.
Unter dem verchromten Tank leistet der 397-cm³-Einzylinder 28 PS bei 7 000 U/min und 29,9 Nm Drehmoment bei 5 500 U/min. Diese Zahlen werden Rennstreckenfahrer nicht begeistern – aber darum geht es hier auch nicht. Der Motor, der nun mit einem kleinen Ölkühler zur Verlängerung seiner Lebensdauer ausgestattet ist, passt perfekt zum vorgesehenen Einsatzzweck. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 100 km/h, das Getriebe verfügt über fünf Gänge, und das Ganze ruht auf einem Stahlrohrrahmen mit einer 41-mm-Teleskophydraulikgabel und zwei seitlichen Stoßdämpfern. Die Mechanik ist solide, anspruchslos, konzipiert für Landstraßen und stille Hohlwege statt für Autobahnen.
Was Aufmerksamkeit erfordert, ist die Eingewöhnung. Ein Beiwagengespann fährt sich nicht wie ein Solofahrzeug, und das Family Side bildet da keine Ausnahme. Die Kurvenführung, die Asymmetrie der Bremswirkung, die Reflexe, die man verlernen muss – all das rechtfertigt einen Einführungskurs, bevor man sich auf Ausfahrten wagt. Das Trockengewicht von 230 kg erfordert bei Langsammanövern ebenfalls gehörigen Respekt. Ist die Geometrie einmal korrekt eingestellt und sind diese Grundlagen verinnerlicht, offenbart die Maschine ihr wahres Wesen: eine ständige Einladung, vergessene Straßen ohne besonderen Anlass zu erkunden. Genau das ist das Publikum, das Mash anvisiert – weder den großen Reisenden noch den Adrenalinjunkie, sondern denjenigen, der anders fahren möchte, mit einem Mitfahrer oder einem Hund, unter dem amüsierten Blick der Passanten.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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