Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 510 cc
- Leistung
- 58.0 ch (42.7 kW)
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 95 x 72 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- Cadre tubulaire central en acier au chrome-molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée WP Ø 48 mm, déb : 300 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur WP, déb : 335 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 80/100-21
- Hinterreifen
- 140/80-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 970.00 mm
- Tankinhalt
- 9.00 L
- Trockengewicht
- 111.50 kg
- Neupreis
- 10 195 €
Übersicht
Sechs Tage. Tausend Kilometer Erde, Schlamm und Steine. Vierzig Stunden im Sattel unter Bedingungen, die jede gewöhnliche Maschine in die Knie zwingen würden. Die International Six Days Enduro ist der härteste Enduro-Wettbewerb im Weltkalender, und KTM ist dort nie als Tourist angetreten.

Die 500 EXC Six Days von 2015 ist die direkte Antwort des österreichischen Herstellers auf diese Bewährungsprobe. Unter dem 9-Liter-Tank schlägt ein 510,4 cc großer Einzylinder-Viertakter, der 58 PS leistet. Das ist viel für 111,5 kg Trockengewicht. Dieses Leistungsgewichtsverhältnis katapultiert die Maschine in eine Kategorie, in die sich nur wenige Mitbewerberinnen wagen: Die Husqvarna FE 501, technisch eng verwandt als Produkt desselben Konzerns, ist ihre ernsthafteste Rivalin – doch sie kommt auf diesem historischen Terrain erst nach KTM.
Der Rohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl schluckt Schläge mit kontrollierter Steifigkeit, ohne bei Massentransfers brutal zu werden. Die WP-Federelemente leisten ganze Arbeit: eine 48-mm-Upside-down-Gabel mit 300 mm Federweg vorn, ein Monodämpfer mit 335 mm Kompressionsweg hinten. Für ernsthaften Enduro-Einsatz sind diese Werte alles andere als nebensächlich. Die Sitzhöhe von 970 mm setzt eine gewisse Statur voraus – das ist keine Maschine für jeden körperlichen Typ, und das ist so gewollt. Diese KTM zielt auf den erfahrenen Fahrer, der regelmäßig fährt und eine wettbewerbstaugliche Basis sucht, ohne bei der Vorbereitung von vorne beginnen zu müssen.
Das 6-Gang-Getriebe erweist sich im Wettbewerb als Vorteil, wo die Strecken von einer Prüfung zur nächsten ihren Charakter wechseln. Der Verdichtungsverhältnis von 11,8:1 in Verbindung mit den Bohrungsmaßen von 95 x 72 mm und der 4-Ventil-Verteilung zeichnet einen Motor, der Wirkungsgrad über ein breites Drehzahlband bevorzugt, statt auf brutale Spitzenleistung zu setzen. Für die langen, zermürbenden Etappen, die den Ruf der Six Days begründen, zählt diese Progressivität ebenso viel wie die rohe Leistung. Die Bremsanlage mit einer 260-mm-Scheibe vorn und 220 mm hinten sorgt für saubere Verzögerung ohne Hysterie.
Zu einem Preis von 10.195 Euro ist die Rechnung stimmig mit dem serienmäßig gelieferten Ausstattungsniveau. Die Six-Days-Version rechtfertigt ihren Preis durch spezifische Komponenten, die den Unterschied machen, wenn es um anhaltenden Wettkampfeinsatz geht. Man sollte diesen Preis mit dem einer gleichwertigen Vorbereitung auf Basis der Standardversion vergleichen: Der Abstand schmilzt rasch dahin. Für jene, die die Entwicklung der Baureihe verfolgt haben – einschließlich der KTM 500 EXC 6 Days 2019, die diese Philosophie aufgreift und verfeinert – bleibt der Jahrgang 2015 eine Referenz innerhalb der Modellreihe. Das ist kein Motorrad für den sonntäglichen Ausritt. Es ist ein Werkzeug, das für den Wettbewerb konzipiert wurde und auf Geländestrecken weltweit eingesetzt werden kann, ohne dass der Hersteller sich dafür schämen müsste.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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