Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 510 cc
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 95 x 72 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- Cadre tubulaire central en acier au chrome-molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée WP Ø 48 mm 4CS, déb : 300 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur WP PDS, déb : 335 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 80/100-21
- Hinterreifen
- 140/80-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 970.00 mm
- Tankinhalt
- 9.00 L
- Trockengewicht
- 111.50 kg
- Neupreis
- 10 350 €
Übersicht
Stellen Sie sich sechs Tage slowakischen Schlamm vor, heimtückische Steine und Pfade, die schlecht vorbereitete Maschinen verschlucken. In dieser Hölle kalibriert KTM seine EXC Six Days, und die 510-cm³-Version von 2016 macht keinerlei Zugeständnisse an Sanftmut. Mit 111,5 kg Trockengewicht und einem Einzylinder mit 95 mm Bohrung und 72 mm Hub ist diese Maschine nicht darauf ausgelegt, Anfänger zu begeistern. Sie richtet sich an erfahrene Endurosportler, die schwieriges Gelände bereits lesen können und eine Maschine wollen, die ihren Anforderungen gerecht wird – keine Maschine, die sie an die Hand nimmt.

Der SACT-Motor mit 510,4 cm³ ist das schlagende Herz dieser Sonderausgabe. Keihin zeichnet für die elektronische Steuerung verantwortlich, mit einem 42-mm-Drosselkörper und einer Einspritzung, die die Launen eines Vergasers bei Kälte oder in großer Höhe eliminiert. Die von Pankl aus hochfestem Stahl gefertigte Kurbelwelle erhält leichte Pleuel sowie ein Pleuellagerschalen, das durch den Druckölkreislauf des Motors geschmiert wird. Dieses Detail ist nicht unerheblich: Es verlängert die Wartungsintervalle des Untermotors erheblich – ein gewichtiges Argument für denjenigen, der Wettbewerbe hintereinander bestreitet, ohne nach jeder Prüfung seinen Motor zerlegen zu wollen. Die DDS-Membranfederkupplung, einstückig mit dem Primärritzel gefräst, überträgt die Leistung mit einer Progressivität, die Husqvarna FE 501 oder Beta RR 480 bisweilen kaum erreichen. Der elektrische Starter, unauffällig hinter dem Zylinder untergebracht, gehört zur Serienausstattung – was bei großvolumigen Enduros noch vor einigen Jahren keine Selbstverständlichkeit war.
Das Fahrwerk trägt die Handschrift der besten 2016 verfügbaren Spezifikationen. Die WP-48-mm-Gabel mit 4CS-Technologie bietet 300 mm Federweg, mit unabhängiger Einstellung von Zug- und Druckstufe, werkzeuglos per Klickrädchen zugänglich. Hinten arbeitet der WP-PDS-Monodämpfer mit 335 mm Federweg und derselben Einstellfreiheit. Die orange eloxierten, CNC-gefrästen Gabelbrücken sind nicht nur dekorativ: Ihre spezifische Enduro-Geometrie verbessert das Vorderradfeedback auf zerschlagenem Untergrund. Die GIANT-Felgen aus 7050-Legierung, bereift mit gemeinsam von Metzeler und KTM entwickelten Reifen, vervollständigen das Bild einer Maschine, bei der jede Komponente auf Langlebigkeit über eine sechstägige Prüfung ausgewählt wurde. Die Brembo-Bremsanlage mit einer vorderen Scheibe von 260 mm und einer hinteren von 220 mm repräsentiert das Beste der Kategorie.
Zum Preis von 10.350 Euro positioniert sich die KTM 500 EXC 6 Days an der Spitze des Segments der großvolumigen Enduros. Die Folgeversionen bis zur KTM 500 EXC 6 Days 2019 haben diese Grundphilosophie beibehalten und dabei die Motorkartierung sowie einige ergonomische Details verfeinert. Für diesen Preis erhält man eine straßenzugelassene Maschine mit nahezu werksseitigen Komponenten: Camel-Langstreckensitz, verstärkter Motorschutz, vollständiger Kühlerschutz, Thermolüfter, höhenverstellbarer Neken-Lenker aus hochfester Legierung in vier Positionen. Die Sitzhöhe von 970 mm ist ein natürlicher Filter: Es hat keinen Sinn, sie bändigen zu wollen, wenn man kleiner als 1,80 m ist und nicht ausreichend Beweglichkeit in den Beinen mitbringt. Das ist kein Fehler, es ist schlicht das, was diese Maschine ist. Der 9-Liter-Tank, für den reinen Wettkampfeinsatz angemessen, ist der erste Punkt, den jeder überdenken muss, der sie im Langstrecken-Enduro einsetzen möchte.
Der Chrom-Molybdän-Rohrrahmen, in demselben Orange lackiert wie der Auftritt des Werksteams, ist nicht nur eine Frage der visuellen Identität. Seine longitudinale Steifigkeit, berechnet zur Absorption von Heckstößen über das PDS-System, verleiht dieser Maschine eine mechanische Kohärenz, die japanische Mitbewerber – trotz ihrer Zuverlässigkeit – in dieser Preisklasse selten erreichen. Husaberg hatte das Rezept versucht, KTM hat es übernommen und perfektioniert. Die 500 EXC Six Days 2016 bleibt eine Referenz für alle, die eine Enduro-Wettkampfmaschine suchen, die genug Ausstattung mitbringt, um direkt vom Parkplatz der Veranstaltung aus loszufahren.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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