Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 449 cc
- Leistung
- 53.0 ch (39.0 kW)
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 95 x 63.4 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- Cadre tubulaire central en acier au chrome-molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée WP Ø 48 mm, déb : 300 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur WP, déb : 335 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 80/100-21
- Hinterreifen
- 140/80-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 970.00 mm
- Tankinhalt
- 9.00 L
- Trockengewicht
- 111.00 kg
- Neupreis
- 9 995 €
Übersicht
Stellen Sie sich sechs aufeinanderfolgende Tage vor, mehr als tausend Kilometer aufgerissener Pisten, vierzig Stunden im Sattel unter argentinischer Novembersonne. Das ist keine Metapher für einen schlecht organisierten Roadtrip: Es ist das Pflichtenheft der International Six Days Enduro, dem Königsbewerb des weltweiten Geländesports. Und genau um diese absolute Anforderung herum hat KTM diese 450 EXC Six Days konstruiert.

Hier geht es nicht um eine kosmetische Version einer Serienmaschine. Der Einzylinder-Viertaktmotor mit 449 cc ist darauf ausgelegt, ganze Tage im Geröll zu überstehen, mit einem Verdichtungsverhältnis von 11,8:1 und einer großzügigen Bohrung von 95 mm bei einem Hub von 63,4 mm — eine Geometrie, die mittlere Drehzahlleistung begünstigt, statt auf dem Papier zu glänzen. Die angegebenen 53 PS mögen bescheiden wirken gegenüber doppelt so schweren Sportnakeds, doch auf einem Chrom-Molybdän-Rohrrahmen, der nur 111 kg Trockengewicht auf die Waage bringt, katapultiert das Leistungsgewicht die Maschine in eine andere Dimension. Die Sitzhöhe von 970 mm warnt kleinere Fahrer von vornherein: Dieses Motorrad ist nicht für Sonntagsausflüge gedacht.
Die technische Philosophie folgt derselben Ausdauerlogik. Die 48-mm-WP-Upside-Down-Gabel bietet 300 mm Federweg, das hintere Monofederbein 335 mm. Das sind Werte aus dem Rennsport, nicht aus dem Tourenbereich. Die 260-mm-Vorderradbremse mit Zwei-Kolben-Bremssattel gewährleistet präzise Dosierung in technischen Abfahrten, während die 9 Liter des Tanks ein striktes Etappenmanagement erfordern — die argentinische Pampa überquert man nicht ohne Kalkulation. Das Sechsganggetriebe vervollständigt ein Bild, das klar auf schwieriges Gelände statt ruhige Waldwege ausgerichtet ist.
In diesem Segment gibt es Konkurrenz — Husqvarna, Beta, Sherco — doch keine kann eine vergleichbare rohe Erfolgsbilanz bei diesem spezifischen Bewerb vorweisen. Jahr für Jahr fährt etwa die Hälfte des ISDE-Feldes orange. Das ist kein Marketing: Es ist das Ergebnis einer Entwicklungspolitik, die den Rennsport als Labor nutzt. Im Jahr 2013 stammte die Bestzeit in der Gesamtwertung noch von einem KTM-Fahrer. Die Six Days-Version profitiert direkt von diesen Rückmeldungen aus dem Gelände.
Bei 9.995 Euro ist der Preis happig für eine Maschine, die in manchen Ländern ohne straßenzugelassene Beleuchtung ausgeliefert wird, mit einem Sattel, der für Fahrer unter 1,75 m kaum zugänglich ist, und einer Ergonomie, die echte körperliche Fitness voraussetzt. Das ist eindeutig nicht das erste Motorrad eines Gelegenheits-Enduristen. Doch für den Wettkampffahrer, der eine Nationalkaderauswahl oder eine ernsthafte Platzierung bei Langstreckenbewerben anpeilt, ist es eine solide Ausgangsbasis — geliefert in einer Konfiguration, die andere Marken als Aufpreis-Optionen berechnen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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