Schlüsselleistung
Technische Daten
- Hubraum
- 1811 cc → 1890 cc
- Leistung
- 84.0 ch (61.8 kW) → 90.0 ch (67.2 kW)
- Drehmoment
- 150.0 Nm @ 2100 tr/min → 168.0 Nm @ 2900 tr/min
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5:1 → 11.1:1
- Bohrung × Hub
- 101.0 x 113.0 mm (4.0 x 4.4 inches) → 103.0 x 113.0 mm (4.1 x 4.4 inches)
- Kupplung
- Wet multi-plate → Wet, Multi-Plate, Assist
- Vorderradaufhängung
- Telescopic forks with air adjust → Telescopic forks
- Hinterradaufhängung
- Single shock → Single Shock with air adjust
- Vorderreifen
- 130/90-B16 → 130/90-B19
- Bodenfreiheit
- 142.00 mm → 133.00 mm
- Länge
- 2583.00 mm → 2522.00 mm
- Breite
- 990.00 mm → 1000.00 mm
- Höhe
- 1442.00 mm → 1261.00 mm
- Gewicht
- 388.00 kg → 358.00 kg
- Trockengewicht
- 372.00 kg → 344.00 kg
- Neupreis
- 27 200 € → 28 790 €
Motor
- Hubraum
- 1890 cc
- Leistung
- 90.0 ch (67.2 kW)
- Drehmoment
- 168.0 Nm @ 2900 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 11.1:1
- Bohrung × Hub
- 103.0 x 113.0 mm (4.1 x 4.4 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection. Closed Loop Sequential Port Fuel Injection
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Cast Aluminum Frame with Integrated Air-Box
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- Wet, Multi-Plate, Assist
- Vorderradaufhängung
- Telescopic forks
- Hinterradaufhängung
- Single Shock with air adjust
- Federweg vorne
- 119 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 114 mm (4.5 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. Floating discs. 4 piston caliper.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. Floating disc. 2-piston caliper.
- Vorderreifen
- 130/90-B19
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/60-B16
- Hinterreifendruck
- 2.83 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 660.00 mm
- Radstand
- 1701.00 mm
- Bodenfreiheit
- 133.00 mm
- Länge
- 2522.00 mm
- Breite
- 1000.00 mm
- Höhe
- 1261.00 mm
- Tankinhalt
- 20.80 L
- Gewicht
- 358.00 kg
- Trockengewicht
- 344.00 kg
- Neupreis
- 28 790 €
Übersicht
Als Indian beschloss, seine Modellpalette in Dunkelheit zu tauchen, hat sich niemand beschwert. Nach der Chief und der Chieftain schlüpft nun die Springfield in das Dark-Horse-Kostüm, und das Ergebnis verdient einen genaueren Blick. Die Indian Springfield Dark Horse 2021 ist nicht bloß eine Stilübung in Mattschwarz. Sie ist ein Bagger, der seine Doppelpersönlichkeit voll und ganz auslebt – zwischen amerikanischem Muskel und moderner Bordelektronik. Gegenüber einer Harley-Davidson Road King Special oder einer Street Glide spielt das Angebot von Polaris eine andere Karte aus, puristischer, luftiger in seinem Ansatz für die große Reise.

Unter dieser nächtlichen Erscheinung schlägt der Thunderstroke 116, ein V-Twin mit 1 890 cm3, der keine halben Sachen macht. Mit 90 PS und vor allem 168 Nm Drehmoment, die bereits ab 2 900 U/min anliegen, schiebt dieser Zweizylinder wie ein Lokomotiv-Diesel. Das Verdichtungsverhältnis von 11,1:1 und die großzügigen Bohrung-Hub-Maße von 103 x 113 mm bestätigen den Langhub-Charakter des Triebwerks, das darauf ausgelegt ist, Kilometer zu fressen, ohne hochzudrehen. Drei Einspritzmappings erlauben es, das Ansprechverhalten am Gasgriff je nach Laune anzupassen. Der Tour-Modus glättet den Drehzahlaufbau fürs Cruisen, Standard bietet einen alltagstauglichen Kompromiss, Sport entfesselt die Pferdestärken ungefiltert. Ebenfalls an Bord ist die Zylinderabschaltung des hinteren Zylinders im Stand – ein willkommener Kniff, um die Hitze zu begrenzen, die im Stau aus dem Kurbelgehäuse aufsteigt. Der Tempomat, eine Frage, die viele umtreibt, gehört selbstverständlich zur Serienausstattung. Was den Verbrauch betrifft, ermöglicht der 20,8-Liter-Tank eine ordentliche Reichweite für einen Motor dieses Hubraums, mit einem Durchschnitt von etwa 5 bis 6 l/100 km je nach Fahrweise. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h, was für eine Maschine dieser Bestimmung vollkommen ausreicht.
Die Dark-Horse-Behandlung verwandelt die Springfield in einen rollenden Monolithen. Mattschwarz auf der Karosserie, Glanzschwarz auf Kurbelgehäuse und Ventildeckeln, einzig die Kühlrippen und die Auspuffanlage setzen sich durch ihren metallischen Glanz ab. Der 12-Zoll-Ape-Hanger-Lenker, die Telegabel, die Spiegel, die Fußrasten – alles wird in Schwarz getaucht. Der Zubehörkatalog der Indian Springfield Dark Horse erlaubt es anschließend, das Gesamtbild nach eigenem Geschmack zu individualisieren, von Hartschalenkoffern bis hin zu Motorschutzbügeln. Die Front zeichnet sich durch einen ausladenden Kotflügel im Stil der Indian-Modelle der 20er- und 30er-Jahre aus, der ein 19-Zoll-Rad überspannt und der Maschine eine freiere Erscheinung verleiht als klassische Tourer, die an beiden Enden auf 16 Zoll rollen. Der Hinterreifen in 180/60-B16 sorgt für Stabilität.
Mit 358 kg fahrfertig und einer Sitzhöhe von 660 mm macht die Indian Springfield Dark Horse keinen Hehl aus ihrem Gewicht. Doch verglichen mit der Roadmaster und deren gut 400 kg wirkt sie beinahe schlank. Der Aluminiumgussrahmen mit integriertem Luftfilterkasten, das pneumatisch einstellbare Monofederbein hinten und die ABS-Bremsanlage mit doppelter Schwimmscheibe vorn liefern ein Maß an mechanischer Präzision, das das Gewicht allein nicht vermuten lässt. Der Zahnriemenantrieb mit sechs Gängen trägt zum Fahrkomfort bei und reduziert den Wartungsaufwand. Schlüsselloses Starten und Reifendruckkontrolle runden eine solide elektronische Ausstattung ab.
Mit 28 790 Euro positioniert sich diese Version 2021 gegenüber den bestausgestatteten Harleys. Die Jahrgänge Indian Springfield Dark Horse 2019 und 2020 hatten mit dem Wechsel zum 116er-Block und ästhetischen Verfeinerungen bereits die Grundlagen gelegt. Das Modell 2021 verfeinert das Rezept, ohne es umzukrempeln. Für den reisefreudigen Motorradfahrer, der einen charakterstarken Bagger sucht, der Landstraßen wie Autobahnen mit Traktor-Drehmoment und einer visuellen Präsenz verschlingt, die nicht unbemerkt bleibt, ist die Springfield Dark Horse eine glaubwürdige Alternative zu den Erzeugnissen aus Milwaukee. Weniger verbreitet, exklusiver, spricht sie jene an, die amerikanisch fahren wollen, ohne an jeder Tankstelle ihrem Spiegelbild zu begegnen. Man findet sie auch gebraucht in den Jahrgängen 2018 bis 2023, oft mit wenig Kilometern, was sie zu einem interessanten Einstieg in die Indian-Welt macht – vorausgesetzt, man kann sich mit den Ausmaßen arrangieren.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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