Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1250 cc
- Leistung
- 94.0 ch @ 7250 tr/min (69.1 kW)
- Drehmoment
- 108.0 Nm @ 6300 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 104 x 73,6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 63 mm
- Starter
- électrique
Fahrwerk
- Rahmen
- cadre tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 76 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Brembo Ø 298 mm, fixation radiale, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 298 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 130/60-19
- Hinterreifen
- 150/80-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 680.00 mm
- Sitztyp
- Selle biplaces
- Tankinhalt
- 13.00 L
- Gewicht
- 239.00 kg
- Trockengewicht
- 239.00 kg
- Neupreis
- 15 690 €
Übersicht
Wer hätte gedacht, dass Indian es wagen würde, das Wort „Sport" auf einen Cruiser zu kleben? Die Marke aus Springfield hat dennoch den Schritt gewagt mit der Indian Sport Scout 2026, einer Variante ihrer Scout-Baureihe, die die Lässigkeit des Boulevards gegen eine aggressivere Haltung eintauscht. Täuschen Sie sich nicht: Hier ist nicht von einer reinrassigen Sportmaschine die Rede. Hier geht es um eine Maschine, die etwas kräftiger zubeißen will als ihre Schwestern, ohne ihre amerikanischen Wurzeln zu verleugnen.

Der 60°-V-Twin mit 1250 ccm erledigt seinen Job mit Überzeugung. Seine 94 PS bei 7250 U/min werden einer Triumph Speed Twin keine Angst einjagen, doch die 108 Nm Drehmoment, die bereits ab 6300 U/min anliegen, bieten einen entschlossenen Zwischensprint und einen kernigen Charakter. Dieser SpeedPlus-Motor mit seiner großzügigen Bohrung von 104 mm und einem Verdichtungsverhältnis von 12,5:1 setzt auf Punch im mittleren Drehzahlbereich statt auf Hochdrehzahl-Orgien. Es ist ein Motor, der genau dort kräftig schiebt, wo man ihn im Alltag braucht. Der Riemenantrieb und das Sechsganggetriebe vervollständigen ein mechanisches Gesamtpaket ohne Überraschungen, aber effizient. Die 200 km/h Spitze bleiben eine theoretische Angabe: Dieses Motorrad lebt besser zwischen 80 und 140 als am Anschlag des Tachos.
Beim Fahrwerk hat Indian das Aluminium der alten 1133er-Modelle zugunsten eines Stahlrohrrahmens aufgegeben. Die teleskopisch-hydraulische Gabel mit 41 mm bietet 120 mm Federweg, während die beiden hinteren Stoßdämpfer sich mit 76 mm begnügen. Das ist knapp, besonders bei 239 kg fahrfertig. Das 19-Zoll-Vorderrad sorgt für eine direktere Spurführung als bei der klassischen Scout, und die Sitzposition – hohe Lenkerklemmböcke und eine Sitzhöhe von 680 mm – platziert den Fahrer in einer dominanten Position. Die Bremsanlage mit einer einzelnen Brembo-Scheibe von 298 mm vorne und einem Zweikolben-Sattel wirkt in dieser Preisklasse etwas knauserig. Eine Doppelscheibe wäre wünschenswert gewesen, zumal die japanische und europäische Konkurrenz an diesem Punkt nicht spart.
Und genau hier liegt das Problem. Für 15 690 Euro kommt die Indian Sport Scout praktisch mit leeren Händen daher. Keine Traktionskontrolle, keine Fahrmodi, ein simples Zeigerinstrument und ABS als einziges Sicherheitsnetz. Um Zugang zur Traktionskontrolle, den drei Motorkennfeldern und dem Tempomat zu erhalten, muss man zur Ausstattungslinie Limited greifen. Und die A2-Drosselung, unverzichtbar für Führerscheinneulinge, ist nur bei der teuersten Version verfügbar. Schwer zu verstehen ist diese Logik, wenn eine Kawasaki Vulcan S oder eine Honda Rebel 1100 mehr Serienausstattung zu einem niedrigeren Preis bieten. Auf dem Gebrauchtmarkt dürften die ersten Indian Sport Scout übrigens mit einem spürbaren Wertverlust gehandelt werden, so dürftig erscheint die Basisausstattung.
Die Sport Scout erbt die Fackel der Rogue und reiht sich in eine Linie ein, die bis zur mythischen Indian Sport Scout der 1930er-Jahre zurückreicht – jene Maschine, die es der Marke ermöglichte, Harley-Davidson frontal die Stirn zu bieten. Die Abstammung wird beansprucht, das Ergebnis ist differenzierter. Dieses Motorrad richtet sich an Liebhaber des amerikanischen Stils, die ein etwas lebendigeres Temperament wünschen, ohne zur radikaleren und teureren Scout 101 zu wechseln. Wer einen nervösen Bobber für Wochenendtouren sucht, mit einem 13-Liter-Tank, der die Etappen begrenzt, bekommt hier, was versprochen wird. Doch gegenüber der Konkurrenz wird Indian bei der Ausstattung nachbessern müssen, um seine Preispositionierung vollständig zu rechtfertigen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Indicateur de vitesse engagée
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
- Pays de fabrication : Etats-Unis
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