Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1890 cc
- Leistung
- 90.0 ch (66.2 kW)
- Drehmoment
- 167.7 Nm @ 2800 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 49°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 11 : 1
- Bohrung × Hub
- 103.2 x 113 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 54 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- en aluminium moulé
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 46 mm, déb : 119 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 114 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 130/60-19
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/60-16
- Hinterreifendruck
- 2.83 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 673.00 mm
- Tankinhalt
- 20.80 L
- Gewicht
- 431.00 kg
- Trockengewicht
- 417.00 kg
- Neupreis
- 40 990 €
Übersicht
Was kostet eine Indian Roadmaster Elite? So viel wie eine gut ausgestattete deutsche Limousine. Mit 40.990 Euro richtet sich diese Indian Roadmaster Elite 2020 nicht an Unentschlossene. Sie zielt auf eine Kundschaft, die bereits alles gefahren, alles ausprobiert hat und den Schlusspunkt ihrer Sammlung setzen will. Auf 225 Exemplare limitiert, spielt sie die Karte der Exklusivität mit einem gewichtigen Argument. 431 Kilogramm auf der Waage, vollgetankt. Hier spricht man nicht mehr von einem Motorrad, sondern von einem Flaggschiff.

Unter dieser handlackierten Karosserie – dreißig Arbeitsstunden pro Exemplar – schlägt ein V-Twin Thunderstroke 116 mit 1890 cc. Der 49°-V-Twin leistet 90 PS und vor allem 167,7 Nm Drehmoment ab 2800 U/min. Zahlen, die Kenner des amerikanischen Tourings sofort einordnen können. Rohe Leistung spielt hier keine Rolle; es ist der Schub im unteren Drehzahlbereich, der den Charakter bestimmt. Dieser Motor zieht, er sprintet nicht. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h, eine fast nebensächliche Zahl, denn diese Maschine ist dafür gebaut, Kilometer um Kilometer bei zulässiger Geschwindigkeit im sechsten Gang zu verschlingen, ohne sich je anzustrengen. Drei Mappings – Tour, Standard und Sport – erlauben es, das Ansprechverhalten des Twins der jeweiligen Straßenstimmung anzupassen. Ein Zylinderabschaltungssystem für den hinteren Zylinder reduziert die Hitzeentwicklung im Stand – ein willkommenes Detail, wenn 1890 cc im Hochsommer zwischen den Beinen heizen.
Gegenüber den Harley-Davidson CVO bringt die 2020 Indian Roadmaster Elite ihre eigenen Argumente vor. Die Zweifarblackierung Thunder Black Vivid Crystal over Gunmetal Flake zeigt eine Tiefe, die Kataloglackierungen nicht reproduzieren können. Die verchromten Pinnacle-Rückspiegel, die verchromten Lenkerarmaturen, die mit Logo versehenen Trittbretter und die Leder-Armlehnen für den Beifahrer ergeben ein Ausstattungsniveau, das selbst eine Road Glide CVO in manchen Details nur schwer erreicht. Das 600-Watt-PowerBand-Audiosystem, doppelt so stark wie bei der ersten Indian Roadmaster Elite 2018, verfügt über einen dynamischen Neunband-Equalizer, der den Klang geschwindigkeitsabhängig anpasst. Bei 130 km/h übertönt der Fahrtwind die Musik nicht mehr. Bei einer Probefahrt mit der Indian Roadmaster Elite 2019 oder 2020 ist das die Art von Detail, die im Gedächtnis bleibt.

Die Serienausstattung übernimmt die Vollausstattung der Roadmaster Standard und erweitert sie. Elektrisch verstellbare Windschutzscheibe, beheizbare Sitzbank und Griffe, Tempomat, schlüsselloses Startsystem, 17,8-cm-Ride-Command-Display mit GPS, Bluetooth und Multimedia-Steuerung. Die 140 Liter Stauraum, verteilt auf Koffer und Topcase, schlucken zwei Integralhelme. Für den Jahrgang 2020 wechselt das Vorderrad auf 19 Zoll mit einem neuen Felgendesign – eine ästhetische Entscheidung, die die Silhouette streckt. Im Gegenzug sind die Kofferschutzbügel und der vordere Chrom-Sturzbügel weggefallen. Ein fragwürdiger Kompromiss für Vielfahrer, die Kilometer um Kilometer sammeln und bei einem Gefährt dieses Kalibers den Umfaller im Stand fürchten.

Bleibt die Frage der Positionierung. Zu diesem Preis wird der Gebrauchtmarkt der Indian Roadmaster Elite von jenen genau beobachtet werden, die zwischen einem Neukauf und einer Indian Roadmaster Elite 2019 oder 2021 mit einigen tausend Kilometern schwanken. Die vertrauliche Produktionszahl garantiert eine gewisse Wertstabilität. Für alle, die das Nonplusultra des amerikanischen Grand Touring suchen, ohne zwangsläufig den Weg über Milwaukee zu nehmen, stellt diese Indian Roadmaster Elite die ernsthafteste Alternative auf dem Markt dar. Sie eignet sich weder für Anfänger noch für eilige Stadtfahrer. Sie richtet sich an Langstreckenreisende, die in einem rollenden Salon unterwegs sein wollen, mit Drehmoment im Überfluss und Chrom, so weit das Auge reicht. Die Art von Maschine, die man nicht zufällig wählt, sondern aus Überzeugung.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
- Bluetooth
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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