Schlüsselleistung
Technische Daten
- Gewicht
- 235.00 kg → 231.00 kg
Motor
- Hubraum
- 1203 cc
- Leistung
- 120.0 ch @ 8250 tr/min (89.8 kW)
- Drehmoment
- 117.9 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5:1
- Bohrung × Hub
- 102.0 x 73.6 mm (4.0 x 2.9 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Closed Loop Sequential Port Fuel Injection
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- cadre treillis tubulaire en acier
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- Wet multiplate
- Vorderradaufhängung
- Inverted Telescopic Cartridge Fork
- Hinterradaufhängung
- Monotube
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. 4-Piston Calipers
- Hinterradbremse
- Single disc. Single 265mm x t5 Rotor with 2-Piston Calipers.
- Vorderreifen
- 120/70-R19
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 150/70-R18
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 840.00 mm
- Radstand
- 1524.00 mm
- Bodenfreiheit
- 183.00 mm
- Länge
- 2286.00 mm
- Breite
- 850.00 mm
- Höhe
- 1297.00 mm
- Tankinhalt
- 12.90 L
- Gewicht
- 231.00 kg
- Trockengewicht
- 226.00 kg
- Neupreis
- 15 990 €
Übersicht
Als Indian beschloss, die rohe Energie des amerikanischen Flat Track auf die offene Straße zu übertragen, rechnete niemand mit einem derart radikalen Ergebnis. Die Indian FTR 1200 S 2019 ist weder ein klassischer Cruiser nach Milwaukee-Art noch ein keimfreier europäischer Roadster. Sie ist ein hybrides, nervöses Objekt, das unter dem Lack einer Sportmaschine nach gestampfter Erde riecht. Ein V-Twin mit 1203 cc, 120 PS bei 8250 U/min, 117,9 Nm Drehmoment ab 6000 Touren verfügbar. Auf dem Papier spielt man in der Liga einer Ducati Monster 1200 oder einer KTM 1290 Super Duke R. Auf der Straße ist das Temperament ein anderes. Sinnlicher, weniger chirurgisch.

Der V2-Motor atmet durch vier Ventile pro Zylinder, weist ein Verdichtungsverhältnis von 12,5:1 auf und dreht mit einer Präzision, die seine amerikanische Herkunft Lügen straft. Die großzügige Bohrung von 102 mm bei einem Hub von 73,6 mm verrät einen Motor, der lieber hochdreht, als im unteren Drehzahlbereich zu schieben. Der Zahnriemen-Endantrieb in Kombination mit einem Sechsganggetriebe bietet einen Bedienkomfort, um den Kettenfahrer die Maschine beneiden werden. Was das Fahrwerk betrifft: Der Gitterrohrrahmen aus Stahl umrahmt eine Upside-down-Kartuschelgabel und ein Zentralfederbein, beide vollständig einstellbar in Druck- und Zugstufe sowie Vorspannung. Das ist der wahre Unterschied zur Standardversion: Hier sind die Federelemente kein starrer Kompromiss. Der Radstand von 1524 mm und die Bodenfreiheit von 183 mm erlauben selbstbewusste, ja fast provokante Schräglagen für eine Maschine von 231 kg fahrfertig.
Die Bordelektronik rechtfertigt teilweise den Katalogpreis von 15 990 Euro. Kurven-Stabilitätskontrolle, Traktionskontrolle, Anti-Wheelie, drei Motorkennfelder und ein 4,3-Zoll-Touchscreen mit Bluetooth-Anbindung: Das Datenblatt der Indian FTR 1200 S kann mit dem der besten Europäerinnen mithalten. Das Ride Command-System zentralisiert die Funktionsverwaltung und ersetzt den schlichten Tacho der Einstiegsversion. Ein echter Gewinn an Ergonomie, auch wenn der Bildschirm bei direkter Sonneneinstrahlung manchmal an Ablesbarkeit vermissen lässt. Die Bremsanlage mit Vierkolben-Sätteln an einer Doppelscheibe vorne und einer einzelnen 265-mm-Scheibe hinten zeigt sich kraftvoll und gut dosierbar. Daran gibt es nichts auszusetzen.
Der 12,9-Liter-Tank ist die offensichtliche Achillesferse der Maschine. Bei einem realistischen Verbrauch von rund 6 Litern auf 100 km bei dynamischer Fahrweise flirtet die Reichweite gefährlich mit der 200-Kilometer-Marke. Für ein Motorrad, das als vielseitiger Roadster auftritt, ist das knapp. Vielfahrer werden weitergehen, Stadt- und Kurvenfahrer auf Landstraßen kommen hingegen auf ihre Kosten. Anzumerken ist, dass die Sitzhöhe von 840 mm die Maschine für durchschnittliche Staturen zugänglich macht, kleinere Fahrer jedoch mit dem Gewicht und der Breite des V-Twin zurechtkommen müssen. Wichtiger Punkt: Im Gegensatz zur Basisversion lässt sich die Indian FTR 1200 S nicht für den A2-Führerschein drosseln. Die Aussage ist klar – dieses Motorrad richtet sich an Inhaber des uneingeschränkten Führerscheins.
Wer noch einen draufsetzen möchte: Die Variante Indian FTR 1200 S Race Replica fügt einen Akrapovic-Auspuff und eine Wettbewerbslackierung für rund 1300 Euro Aufpreis hinzu. Eine moderate Investition für mehr Klangcharakter und optische Persönlichkeit. Auf dem Gebrauchtmarkt werden die Indian FTR 1200 S der Jahrgänge 2019 und 2020 heute je nach Laufleistung zwischen 11 000 und 13 000 Euro gehandelt, was sie zu einem verlockenden Angebot gegenüber einer Triumph Speed Triple oder einer Yamaha MT-10 vergleichbaren Alters macht. Der Aftermarket-Teilekatalog bleibt begrenzter als bei der japanischen oder europäischen Konkurrenz, wächst aber von Jahr zu Jahr. Indian hat mit dieser FTR eine unerwartete Flagge auf dem Terrain des sportlichen Roadsters gehisst. Nicht perfekt, aber eigenständig genug, um einen genaueren Blick zu verdienen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
- Bluetooth
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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