Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1890 cc
- Leistung
- 90.0 ch (66.2 kW)
- Drehmoment
- 155.9 Nm @ 3300 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 49°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 11 : 1
- Bohrung × Hub
- 103.2 x 113 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 54 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Structure en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 46 mm, déb : 132 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 75 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/65-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 662.00 mm
- Tankinhalt
- 15.10 L
- Gewicht
- 315.00 kg
- Trockengewicht
- 304.00 kg
- Neupreis
- 21 790 €
Übersicht
Kann man wirklich von einem Bobber sprechen, wenn das Motorrad vollgetankt 315 kg wiegt und sich mit Gabelverkleidungen, einer Scheinwerferhaube und verchromten Speichenfelgen schmückt? Die Frage darf man angesichts der Indian Chief Bobber Dark Horse durchaus stellen, die seit ihrer Neugestaltung ein seltsames semantisches Spiel treibt. Bei Indian dient das Wort Bobber weniger dazu, eine Philosophie der Reduktion zu beschreiben, als vielmehr eine Haltung zu definieren. Und diese Haltung trägt sie, das muss man anerkennen, mit einer Selbstsicherheit, die nur wenige amerikanische Customs heute für sich beanspruchen können.

Alles beginnt mit der Sitzposition. Der Ape-Hanger-Lenker platziert die Hände über Schulterhöhe, die vorverlegten Fußrasten strecken die Stiefel nach vorne, und der Fahrer sitzt in 662 mm Höhe in der Haltung eines urbanen Cowboys, bereit, Asphalt zu fressen. Das ist radikal, das ist gewollt, und genau das sucht der Käufer einer Indian Chief Bobber Dark Horse. Gegenüber einer Harley Fat Bob oder einer Triumph Bonneville Bobber ist das Angebot ein anderes. Weniger sportlich, dafür theatralischer. Der breite Vorderreifen in 130/90-16 pflügt durch die Straße wie eine Pflugschar und verleiht der Maschine eine visuelle Präsenz, mit der ihre Konkurrentinnen kaum mithalten können.
Unter dem 15,1-Liter-Tank schlägt der Thunderstroke 116, ein V-Twin mit 49 Grad Zylinderwinkel und 1890 cm3 Hubraum. Bei dieser Art von Triebwerk erzählen die angegebenen 90 PS nur einen Teil der Geschichte. Das eigentliche Thema ist das Drehmoment: 155,9 Nm, die bereits bei 3.300 U/min anliegen – genug, um die Maschine mit einem Hauch Gas wieder zu beschleunigen, ohne jemals das 6-Gang-Getriebe bemühen zu müssen. Indian hat diesen Wert für 2025 gegenüber den Vorjahren leicht nach unten korrigiert, doch der Unterschied ist am Lenker kaum spürbar. Der Motor behält seine Zylinderabschaltung des hinteren Zylinders im Stand, um den Fahrer an heißen Tagen nicht in eine Bratwurst zu verwandeln. Die seit 2023 überarbeitete Kupplung verlangt der linken Hand deutlich weniger Kraft ab, was das Stadtleben mit einer Maschine dieser Größe erträglicher macht. Bei der Reichweite begrenzt der kleine Tank die Etappen zwischen zwei Tankstellen – ein Punkt, den Langstreckenfahrer im Hinterkopf behalten sollten.
Die Ausstattung ist identisch mit der der Chief in der Standardversion, was bedeutet, dass die Bobber Dark Horse bei der Bordelektronik nicht spart. Rundes TFT-Farbdisplay, Smartphone-Konnektivität mit GPS-Navigation, drei Motorkennfelder, Tempomat, ABS, schlüsselloser Start, USB- und 12V-Anschluss. Das Fahrwerk basiert auf einem Stahlrohrrahmen, einer 46-mm-Telegabel vorne und zwei Federbeinen mit einem kargen Federweg von 75 mm hinten. Die Verzögerung übernehmen zwei 300-mm-Bremsscheiben mit einem Vierkolben-Bremssattel vorne und einem Zweikolben-Sattel hinten. Das ist ordentlich, ohne herausragend zu sein, und der Riemenantrieb sorgt für einen leisen Lauf, der gut zum Charakter der Maschine passt.
Der Preis einer Indian Chief Bobber Dark Horse liegt bei 21.790 Euro, also ein erheblicher Aufpreis gegenüber der Basis-Chief für im Wesentlichen kosmetische und ergonomische Unterschiede. Das ist viel Geld für einen hohen Lenker und Federungsabdeckungen, aber es ist der Preis des Images. Dieses Motorrad richtet sich an jene, die das Spektakel des amerikanischen Customs wollen, ohne den Umweg über Milwaukee zu nehmen, mit einem Motor, dessen Charakter und Klang allein schon den Abstecher wert sind. Sie gibt nicht vor, eine Sportmaschine zu sein, noch weniger eine Reiseenduro. Sie ist dafür gemacht, langsam unter Straßenlaternen zu rollen, den V-Twin im niedrigen Drehzahlbereich grollen zu lassen und daran zu erinnern, dass ein Motorrad vor den Bildschirmen und Fahrmodi zuallererst ein Motor, zwei Räder und eine Ausstrahlung war. Die Chief Bobber Dark Horse 2025 hat alle drei.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Nombre de mode de conduite : 3
- Taille de l'écran TFT couleur : 10,16 cm / 4 pouces
- Jantes à rayon
- Régulateur de vitesse
- Bluetooth
- Prise USB
- Démarrage sans clé
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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