Schlüsselleistung
Technische Daten
- Nockenwellen
- 1 ACT → —
- Zündung
- Full transistorized with electronic advance → DC-CDI
- Starter
- Electric & kick → Electric
- Radstand
- 1476.00 mm → 1478.00 mm
- Gewicht
- 116.60 kg → 115.70 kg
- Neupreis
- 10 699 € → —
Motor
- Hubraum
- 449 cc
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 13.5:1
- Bohrung × Hub
- 96.0 x 62.0 mm (3.8 x 2.4 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection. Programmed Fuel Injection (PGM-FI)
- Steuerung
- Single Overhead Cams (SOHC)
- Zündung
- DC-CDI
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Semi-double cradle, aluminium twin-spar
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- 49mm inverted Showa fork with rebound and compression damping adjustability
- Hinterradaufhängung
- Pro-Link® Showa single shock with adjustable spring preload, rebound and compression damping adjustability
- Federweg vorne
- 305 mm (12.0 inches)
- Federweg hinten
- 312 mm (12.3 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. Two-piston calipers.
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 90/90-21
- Hinterreifen
- 120/90-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 960.00 mm
- Radstand
- 1478.00 mm
- Bodenfreiheit
- 328.00 mm
- Tankinhalt
- 8.52 L
- Gewicht
- 115.70 kg
Übersicht
Was unterscheidet eine gute Honda 450 CRF Enduro von einer kaum verkleideten Crossmaschine? Die ganze Feinheit der Arbeit von Honda an der CRF450RX Jahrgang 2019 steckt in dieser Frage. 2017 auf der mechanischen und Fahrwerksbasis der CRF 450 R entstanden – der ersten grundlegenden Überarbeitung des Modells seit fast einem Jahrzehnt –, hatte die RX-Version stets die Aufgabe, das rohe Potenzial des Motocross in die Enduro-Wertungsprüfungen zu übertragen. Für 2019 haben die Ingenieure des HRC die Messlatte noch eine Stufe höher gelegt, mit einem einfachen Ziel: mehr Leistung, mehr Kontrolle, weniger Gewicht.

Der Unicam-Einzylinder mit 449 cc behält seine bekannte Architektur bei, Bohrung und Hub auf 96 x 62 mm festgelegt, Verdichtungsverhältnis von 13,5:1, vier Ventile pro Zylinder. Doch unter dieser scheinbaren Kontinuität steckt tiefgreifende Arbeit. Überarbeiteter Zylinderkopf, neu gestalteter Brennraum, leichterer Kolben und leichtere Pleuelstange, neu kalibrierte PGM-FI-Einspritzung für zweimaliges Einspritzen pro Arbeitstakt, verdoppelte Filterfläche dank eines neuen Filterträgers. Die von Honda angekündigten Zugewinne erreichen 1,8 kW bei 9 500 U/min und 2 Nm bei 7 500 U/min, ohne die Geschmeidigkeit im unteren Drehzahlbereich zu opfern. Ein Gangsensor passt die Zündkennfelder je nach eingelegtem Gang des Fünfganggetriebes an, was ein fein abgestimmtes Motoransprechverhalten in jeder Situation ermöglicht. Das EMSB-System bietet drei Charaktermodi, vom linearsten bis zum aggressivsten, und eine dreistufige Launch Control aus der Wettbewerbsabteilung erlaubt die Startkontrolle – vom Anfänger auf schlammigem Untergrund bis zum erfahrenen Wettkämpfer auf trockenem Boden. Die Honda CRF450RX bedient sich hier direkt aus dem technologischen Arsenal der Werksmaschinen.
Auf der Fahrwerksseite wurde der Aluminium-Doppelbalkenrahmen der siebten Generation verfeinert. Schmaler, leichter, insbesondere im Bereich der Schwingenlagerung und der Zylinderkopfaufnahmen. Die Fußrasten wurden von sechs auf vier Verstärkungen reduziert, mit einer Gewichtsersparnis von 20 % allein bei diesem Bauteil. Das Gesamtergebnis: 116,6 kg fahrfertig, ein Fliegengewicht für eine 450er Enduro. Die umgedrehte Showa-Gabel mit 49 mm, abgeleitet vom Werkskit der offiziellen japanischen Teams, erhält neue Federraten und Hydraulikabstimmungen. Der Mono-Federbein hinten profitiert von einer Super-Finish-Behandlung für mehr Geschmeidigkeit im Federweg, während die Pro-Link-Kinematik überarbeitet wurde, um das Verhalten am Hubende sanfter zu gestalten. Der verstellbare Renthal Fatbar-Lenker bietet vier verschiedene Sitzpositionen dank eines Systems umkehrbarer Halterungen an der Gabelbrücke. Die Bremsanlage wurde mit einem neuen Vordersattel mit differenzierten Kolben von 27 und 30 mm weiterentwickelt, kombiniert mit einer 260-mm-Wellenbremsscheibe und einer dehnungsarmen Bremsleitung. Der Radstand von 1 476 mm, die großzügige Bodenfreiheit von 328 mm und die auf 960 mm thronende Sitzbank bestätigen die Geländeberufung der Maschine.
Gegenüber einer KTM 450 EXC-F oder einer Husqvarna FE 450 spielt die Honda die Karte der zugänglichen Elektronik und der mechanischen Zuverlässigkeit. Die Öldüse wechselt auf fünf Austrittsöffnungen, die Ölpumpe verdoppelt ihre Ansaugkapazität, die Kupplung erhält verstärkte Komponenten. Dieses Augenmerk auf Haltbarkeit ist ein Honda-Markenzeichen, das die österreichischen Konkurrentinnen nicht immer mit derselben Überzeugung für sich beanspruchen können. Der 8,5-Liter-Kunststofftank bleibt bescheiden für lange Wertungsprüfungen, ist aber stimmig für den reinen Wettbewerbseinsatz. Mit 10 699 Euro positioniert sich die Honda CRF450RX im oberen Bereich des Segments, gerechtfertigt durch ein Finish- und Ausstattungsniveau, das einer offiziellen Paddock-Maschine würdig ist.
Diese 450 RX richtet sich klar an engagierte Enduro-Piloten, ob lizenziert oder regelmäßige Fahrer sportlicher Geländetouren. Einsteiger müssen mit einer hohen Sitzbank und einem Temperament zurechtkommen, das selbst im Modus 2 das einer Wettbewerbsmaschine bleibt. Für alle, die ein geschärftes Werkzeug suchen, das eine Zeitprüfung in einen Spielplatz verwandeln kann, bleibt diese Honda eine solide und stimmige Wahl. Manche werden ihr einen etwas knappen Tank oder das Fehlen eines Elektrostarters vorwerfen, den andere Marken mittlerweile serienmäßig anbieten. Doch im Gelände, wenn der Unicam-Einzylinder hochdreht und die Showa-Gabel die Spurrillen verschluckt, verblassen diese Details schnell.
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